Fette Ohrfeige in der Tarifrunde – jetzt kommt die Antwort

Shownotes

Tarifverhandlungen, erstes Arbeitgeberangebot, drohende Warnstreiks: Die Tarifrunde 2026 in der Metall- und Elektroindustrie erreicht einen entscheidenden Moment. Dabei geht es nicht nur um mehr Geld für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche, sondern auch um die Zukunft des Industriestandorts Deutschland.

In dieser Folge von Maloche und Malibu sprechen die Moderator:innen Christoph Böckmann und Jacqueline Sternheimer mit der Tarifvorständin der IG Metall, Nadine Boguslawski, über die Entwicklungen in der Tarifbewegung. Die Arbeitgeber haben inzwischen ein erstes Angebot vorgelegt, die Friedenspflicht läuft aus und mögliche Warnstreiks rücken näher. Wie bewertet die IG Metall die Lage? Welche Schritte könnten als Nächstes folgen?

Außerdem geht es um die Frage, welche Rolle die wirtschaftliche Lage in den Tarifverhandlungen spielt. Gemeinsam mit dem Wirtschaftswissenschaftler Sebastian Dullien, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung, werfen die Moderator:innen einen Blick auf die aktuelle Konjunktur. Wie steht die deutsche Wirtschaft wirklich da? Gibt es Anzeichen für einen Aufschwung? Und welchen Beitrag können steigende Entgelte für Kaufkraft und Wachstum leisten?

Hier bleibt ihr auf dem Laufenden zur Tarifbewegung:

metall-tarifrunde.de

Den Podcast Systemrelevant der Hans-Böckler-Stiftung findet ihr unter anderem hier:

Systemrelevant - Der Wirtschaftspodcast der Hans-Böckler-Stiftung - Hans-Böckler-Stiftung

Feedback und Themenvorschläge könnt ihr uns per Mail schicken:

christoph.boeckmann@igmetall.de jacqueline.sternheimer@igmetall.de

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:03: Sie reagieren haben in der zweiten Verhandlung ein Angebot vorgelegt.

00:00:06: Das ist schon mal gut, nur das was drin ist im Angebot, dass es so ein bisschen wie immer nämlich im Grunde ein einziges Abwälzen der Lasten auf die Beschäftigten in den Betrieben.

00:00:21: Ich hab was Neues gelernt, obwohl ich bin mir ehrlich gesagt nicht so ganz sicher ob es stimmt.

00:00:27: Ja

00:00:27: heraus also erst mal...ich freu mich Christoph!

00:00:29: Ich habe dich nie aufgegeben.

00:00:30: schön dass du etwas neues gelernt hast aber was klär mich auf?

00:00:33: Vielen Dank.

00:00:34: Also ich habe jetzt gelesen das Löhne und Gehälter offenbar nur dann steigen dürfen wenn die Produktivität vorher stark gestiegen ist.

00:00:43: Das ist jedenfalls was die Arbeitgeber nach der ersten Verhandlungsrunde gesagt haben.

00:00:48: Ja, das kann man natürlich so raushauen.

00:00:50: Ich meine wir tun ja genau das auch mit in unsere Forderungen und einberechnen die Produktivität.

00:00:55: Und die Produktivity ist ja auch gestiegen aber... Das ist ja nicht alles!

00:00:59: Also ich kann ja genauso geguckt als Beschäftigte fragen was ist jetzt mit?

00:01:03: meiner Miete, die steigt auch ständig.

00:01:05: Was mit meinen Einkauf, der wird auch immer teurer und was ist mit meiner Stromrechnung?

00:01:08: Also da hört es ja irgendwie nicht auf!

00:01:10: Wenn ich bei mir schaue, was ich für einen Einkauf an einer Supermarktkasse bezahle, was sich für die Miete bezahe und was ich mittlerweile an der Tankstelle bezahne, das ist deutlich mehr gestiegen als die Produktivität gestiegen ist.

00:01:22: Ja genau so ist es.

00:01:23: Und während die Arbeitgeber bei ihrem Vorhaben ständig... Kosten zu senken.

00:01:26: Immer erst mal bei den Beschäftigten ansetzen und nachschauen, fordern wir hingegen als EGM Metall in dieser Tarif rund fünf Prozent mehr Geld um nämlich genau auch diese Punkte mit aufzufangen.

00:01:36: unter anderem Ja aber nach den ersten Verhandlungen mit den Arbeitgebern gab es auf jeden Fall noch kein Angebot von den Arbeitgebern wie man das vielleicht angehen könnte.

00:01:43: Inzwischen laufen die zweiten Verhandlung Zeit also für einen Zwischenstand.

00:01:47: Wir fragen uns Wie ist die Lage?

00:01:49: Wie isst die Stimmung Und sind die Arbeitgeber endlich aktiv geworden und haben mein Angebot vorgelegt?

00:01:54: Ja, genau darüber sprechen wir gleich mit der IG Metalltarifvorständin Nadine Boguslawski.

00:01:58: Und später fragen wir einen Ökonomen was an den Argumenten der Arbeitgeber so dran ist und da werden wir dann erfahren ob ich etwas gelernt habe oder vielleicht doch

00:02:07: nicht?

00:02:14: Die Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie geht in die heiße Phase.

00:02:19: während in den Tarifgebieten die zweite Verhandlungsrunde läuft behält sie den Überblick über das große Ganze.

00:02:24: Als früherer erste Bevollmächtigte der IG Metall Stuttgart weiß sie genau, wie Tarifverhandlungen vor Ort laufen.

00:02:31: Heute ist die Hauptkassiererin und Tarifvorständin der IG Metal und damit eine der zentralen Stimmen dieser Tarifbewegung.

00:02:38: Schön, dass du heute da bist, Nadine Boguslawski

00:02:40: Danke schön ich freue mich.

00:02:42: In der ersten Verhandlungsrunde haben wir den Arbeitgebern unser Angebot vorgestellt.

00:02:47: Ich fasse mal kurz zusammen, wir fordern fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

00:02:51: Außerdem pochen wir auf weitere tarifliche Regelungen um Arbeitsplätze und Standorte zu sichern.

00:02:57: In gut laufenden Unternehmen wollen wir eine tarifliche Gewinnbeteiligung und für beschäftigt mit niedrigeren Einkommen und Auszubildende wollen wir soziale Komponente.

00:03:07: Wie haben denn Nadine die Arbeitgeber in der ersten Verhandlungsrunde auf unsere Forderung reagiert?

00:03:11: So wie war die Stimmung?

00:03:13: was ist da so bei dir angekommen?

00:03:15: Leider haben die Arbeit Geber Genauso reagiert, wie man es vorher hat erwarten können.

00:03:20: Sie haben gesagt das ist viel zuviel, Entgelt-Erhöhung kann keinen Betrieb bezahlen.

00:03:27: Das würde die Wirtschaft überfordern, würde Arbeitsplätze kosten und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Betriebe, den es besser geht sehen sie schon mal gar nicht.

00:03:37: So komplette Abwehrhaltung?

00:03:38: Komplette Ablehnung!

00:03:39: Okay jetzt ist die zweite Verhandlungsrunde angelaufen.

00:03:43: Da haben Sie ein Angebot auf den Tisch gelegt und ich würde jetzt gerne mal mit dir die einzelnen Punkte da durchgehen.

00:03:50: Wichtigste Thema erstmal, Thema Geld!

00:03:52: Sie bieten eine Einmalzahlung und eine dauerhafte Erhöhung von einem Prozent bei einer Laufzeit von sechsundzwanzig Monaten.

00:03:59: Das ist ja nicht so ganz das was wir wollten.

00:04:01: wie bewertest du das Angebot?

00:04:03: Also das ist ja ein Minus-Ergebnis, was Sie uns dort anbieten.

00:04:07: Weil das würde bedeuten die ersten zwanzig Monate des neuen Tarifvertrags keine endgelt Erhöhung für die Beschäftigten.

00:04:14: Das heißt keine Kaufkraftstabilisierung und das heißt auch eine Spächung der Wirtschaft weil Klammer auf die Wirtschaftsinstitute her sagen, der private Konsum.

00:04:23: Der ist abhängig vom Geldbeutel der Beschäftigen und wenn da ein Minuss drin steht wird nichts ausgegeben.

00:04:28: also ist es im Grunde ein Angebot, dass die Wirtschaft weiter schwächt, das finde ich sehr schade.

00:04:33: Mit der Einmalzahlung haben die Arbeitgeber etwas gemacht, das sie mich ein bisschen verwundert.

00:04:37: Sie sagen ja immer, sie wollen Komplexität reduzieren in den Tarifverträgen und machen jetzt regional unterschiedliche Angebote für Einmalzahlungen.

00:04:46: Das was sie jetzt angeboten haben würde zum Beispiel für Mecklenburg-Vorpommern rund fünfhundfünfzig Euro bedeuten während in Baden-Württemberg ist rund siebenhundert wären oder in Hamburg etwas über achthundert Euro.

00:05:00: Also noch mal eine starke Abhängigkeit davon, wo man herkommt und führt jetzt auch nicht gerade dazu das Menschen die im Osten wohnen den Arbeitgebern höheres Vertrauen entgegenbringen.

00:05:09: Das finde ich freundlich ausgedrückt sehr schade.

00:05:12: unfreundlich ausgedrückt ist schon ne fette Urfeige für die Beschäftigten.

00:05:15: Jetzt sagst du ja auch es ist schlecht für die Wirtschaft.

00:05:18: so kann die Wirtschaft nicht wachsen.

00:05:20: vielleicht muss man runter.

00:05:21: was würdest denn für die beschäftigten bedeuten wenn sich das wirklich durchsetzen würde?

00:05:25: also wenn wir sagen okay wir nehmen's an

00:05:27: Die Beschäftigten hätten realer Verlust Und im Grunde kann man den Eindruck erwecken, die Arbeitgeber wollen Geschenke für alle verteilen.

00:05:35: Unsere Forderung war ja ein Paket für alle.

00:05:37: Für Betriebe denen es besser geht hier eine tarifliche Gewinnbeteiligung um die Beschäftigten partizipieren zu lassen am Gewinn und weitere tariflichen Regelungen zur Beschäftigungssicherung für Betrieben denen es gerade nicht so gut geht und fünf Prozent die schon moderate Forderungen aus unserer Sicht sind.

00:05:55: Das ist finde ich ein gutes Gesamtpaket während die Arbeit Geber nur die Kosten Frage drücken, also nur die Beschäftigten als Kostenfaktor sehen und Arbeitskosten drücken wollen.

00:06:05: Und das für alle Betriebe auch für denen dies gut geht.

00:06:08: Das ist ja auch so ein Mogelgeschenk unter Weihnachtsbaum.

00:06:11: So kann es mit uns nicht gemacht werden.

00:06:14: Punkt!

00:06:15: Jetzt ist ja noch so.

00:06:17: sie bieten nicht nur wenig an Sie wollen auch noch viel.

00:06:20: Also sie verlangen auch noch was.

00:06:21: Sie haben jetzt irgendwie einen Wunschzettel vorgelegt und da steht zum Einen zum Beispiel drin Differenzierung.

00:06:27: Was sollen das heißen überhaupt?

00:06:29: Wir haben heute schon eine sogenannte automatische Differenzierung im Tarifvertrag.

00:06:35: Das heißt, dass eine der jährlichen Donnerzahlungen die wir haben das sogenannte T-Geld oder Trafobaustein je nachdem wo man ist heißt es etwas unterschiedlich, dass das differenziert werden kann.

00:06:47: Das heisst ein Betrieb mit einer nette Umsatzrendite kleiner zwei Komma drei Prozent kann dieses T Geld entweder verschieben und dann verringern oder gar nicht auszahlen.

00:06:59: Also einfach ausgedrückt, wenn es mir wirtschaftlich gut geht muss ich das zahlen, wenn's mir wirenschaftlich nicht so gut geht, dann kann ich nach unten automatisch abweichen ohne dass ist ein Tarifvertrag guthaft.

00:07:12: Das haben wir heute schon Und das wollen die Arbeitgeber ausweiten.

00:07:16: auf die Frage worauf das ausgeweitet werden soll Auf weitere Sonderzahlungen Oder auf Urlaub Das komplette Endgeld, da sind Sie noch ein paar Antworten schuldig.

00:07:28: Aber auf jeden Fall wollen sie das Endgeld der Beschäftigten also derjenigen die die Werte in den Unternehmen schaffen.

00:07:33: Das wollen sie viel stärker abhängig machen von der realen wirtschaftlichen Lage des Betriebs.

00:07:39: Das heißt, sie verlagern die arbeitgeberische Verantwortung auf die Beschäftigten.

00:07:44: Die müssen die Last tragen und die Arbeitgeber streichen die Gewinne ein und das ist auch nicht in Ordnung.

00:07:49: Ja

00:07:49: klingt frech auf jeden fall

00:07:51: freundlich ausgedrückt.

00:07:53: Freundlich ist gar nicht so mein Stil eigentlich, aber bleiben wir mal freundlich.

00:07:57: Aber du sagst es ja auch... Also eigentlich gibt's ja da schon Sachen!

00:08:00: Wir haben ja schon Möglichkeiten.

00:08:02: jetzt mal aus unserer Sicht reichen diese Möglichkeiten denn hier eigentlich aus?

00:08:06: Also braucht es da mehr.

00:08:09: von der moralischen Frage abgesehen dass man sagt okay muss immer wenn das Scheiße läuft müssen dann die Beschäftigten tragen.

00:08:17: Da ist doch viel Flexibilität drin.

00:08:19: Und genau dieser Frage wollen wir nachgehen.

00:08:21: Reichen unsere tariflichen Instrumente ist ja auch ein Teil unseres Forderungspakete, dass wir sagen, wir wollen mit den Arbeitgeberverbänden über weitere tarifliche Regelungen zur Sicherung von Zukunft und Beschäftigung in Standorten der Industrie, in der Metall- und Elektroindustrie reden?

00:08:38: Genau diese Frage gilt es ja tiefer zu legen.

00:08:40: das wichtige Instrument dabei ist aber die Tarifvertragsparteien mit am Tisch sitzen Und eben nicht die Betriebsräte alleine verantwortlich gemacht werden, dass es bei den Beschäftigten mit unter Einschnitte im Endgeld gibt.

00:08:51: Das ist der wesentliche Unterschied.

00:08:56: Punkte, die auf diesem Wunschzettel der Arbeitgeber stehen habe ich auch noch so ein bisschen den Verdacht.

00:09:01: Der könnte auch frech gemeint sein.

00:09:03: da steht nämlich was drauf.

00:09:04: und wegen dass sie über Maßnahmen sprechen wollen wegen angeblich zu hoher Krankenstände.

00:09:10: Und jetzt würde ich ja sagen oh ja wenn man das positive im Menschen vermutet dann sagt man her klar alles was ergonomie oder was uns bessere Arbeitsbedingungen schafft damit der rücken nicht mehr kaputt geht oder so Sprech mal drüber.

00:09:21: Aber irgendwie vermute ich, darum wird es nicht gehen?

00:09:24: Was vermutest du oder was hast Du gehört, was dahinter

00:09:26: ist?".

00:09:27: Es hat mich schon sehr verwundert weil die IG Metall hat eher zum Jahresbeginn eine Initiative für Arbeit und Aufschwung vorgestellt mit konkreten Vorschlägen und Maßnahmen unsererseits wie wir an diese Wirtschaftsstandorte in Deutschland weiter und besser nach vorne kommen.

00:09:44: ein Teil davon war die offensive Gesundheit wo wir gesagt haben liebe Betriebe Lasst uns darüber reden, wie können wir Krankenstände senken?

00:09:54: Wie können wir präventiv etwas für die Gesundheit der Beschäftigten machen.

00:09:58: Wir können davon sorgen dass wir von diesen hohen Krankenquoten diese in Teilen ja auch gibt runterkommen.

00:10:04: und wie können das so machen, dass ihr nicht die Beschäftigte dafür bestrafen wenn sie krank werden?

00:10:08: da gab es so gut wie keine Reaktion außer eine freundliche zur Kenntnisnahme keinerlei Aktivitäten.

00:10:14: jetzt das in der Triefbewegung auf den Tisch zu legen, das klingt eher danach dass die Arbeitgeberverbände in dieses Lied jetzt noch stärker einsteigen.

00:10:24: Die Beschäftigten sind so oft krank und dann eher wieder die Last auf die Beschäftigte abzuwälzen.

00:10:30: Das finde ich freundlich gesagt schade!

00:10:33: Ich

00:10:33: lege nach Strafe auf jeden Fall.

00:10:35: Und im Übrigen, das geht aber auch für diesen Gesprächswunsch zur beschleunigten Einführung von KI.

00:10:41: Auch KI war Bestandteil der Initiative für Arbeit und Aufschwung Anfang des Jahres von der IG Metall.

00:10:46: Da haben die Arbeitgeber... Original fast nichts gemacht, sondern im Gegenteil haben dann ihre Verbandszeiträter vorgeschickt und gesagt also die Betriebsräte verlangsamen alle Prozesse.

00:10:57: Insbesondere bei der Einführung von digitalen Instrumenten und KI muss der Betriebesrat müssen die Betrieben stärker aus der Mitbestimmung rausgenommen werden damit da schneller eingeführt werden kann.

00:11:07: wenn das jetzt Sinn und Zweck dieser Geschwächsverpflichtung ist ich weiß es nicht.

00:11:10: Es ist eine Mutmaßung.

00:11:12: aber wenn die Verbände sagen KI soll beschleunigt eingeführt werden ohne Mitbestimmung am besten der Betriebsräte und dann wieder zulasten der Beschäftigung, damit noch schneller Arbeitsplätze abgebaut werden können.

00:11:23: Ist das auch kein Weg denn wir mitgehen können?

00:11:25: Aber auch das muss ich in den nächsten Runden erst zeigen was genau eigentlich dahinter

00:11:28: steckt.".

00:11:29: Okay du sprichst jetzt gerade an dass es war der nächste Punkt die auf diesem Wunschzettel steht, dass sie über das Thema KI reden wollen aber insgesamt schon irgendwie ungewöhnlich, dass die so viele Punkte jetzt da auflisten.

00:11:41: und hinter jedem irgendwie sind Sie bei allen unkonkret muss man vermuten, was ist denn für eine neue Taktik bei denen?

00:11:48: Dass sie jetzt irgendwie mit lauter solchen Wünschen ankommen und man kann bei allem nur vermuten dass da irgendwas Unangenehmes dahinter steckt.

00:11:57: Also wenn ein Angebot im Wesentlichen im Nachhinein von vielen offenen Fragen und Vermutungen getragen wird das ist schon mal schwierig.

00:12:04: also dann fehlt es einfach an einer bestimmten Art der Klarheit.

00:12:08: Was ich exizit gut finde ist, dass wir in der zweiten Verhandlung einen Angebot gekriegt haben Nicht gewöhnlich, das heißt hier sind die Arbeitgeber von ihren Ritualen mal runter gekommen und haben das gemacht was wir ja in der ersten Verhandlung auch gemacht haben.

00:12:22: Wir haben ein ungewöhnliches Forderungspaket auf den Tisch gelegt weil wir sagen müssen bisschen differenzierter betrachten Sie reagieren haben in der zweiten Verhandlungen einen Angebot vorgelegt.

00:12:32: Das ist schonmal gut.

00:12:33: nur das was drin ist im Angebot dass es so ein bisschen wie immer nämlich im Grunde eine einziges Abwälzen der Lasten auf die Beschäftigten in den Betrieben.

00:12:44: Das ist ein Stück weit das Problem, was auch dem entgegensteht, dass man schnell zu einer Lösung kommt.

00:12:50: Wir befinden uns gerade in der Woche, wo die zweiten Verhandlungen angelaufen sind.

00:12:54: Die ersten Verhandlung sind schon gelaufen und manchen Tarifgebieten wird noch weiterverhandelt.

00:13:01: In keinem Tarif-Gebiet findet sich diese Woche eine Einigung.

00:13:05: Was sind die nächsten Schritte?

00:13:08: Also ich würde jetzt tatsächlich nachdem die ersten zweiten Verhandlungsrunden gelaufen sind nicht davon ausgehen, dass in einem Tarifgebiet ein Ergebnis erzielt wird.

00:13:19: Und die nächsten Schritte sind relativ klar und liegen auf der Hand.

00:13:22: Die Friedenspflicht ändert übers Wochenende das heißt der Tarifvertrag läuft aus und die Friedenslicht endet ist ja beides synchronisiert in dieser Tarifbewegung und wir werden in der nächsten Woche Schauen, wie die Beschäftigten auf das Angebot reagieren.

00:13:36: Meine starke Vermutung wäre mit massiven Warnstreiks bundesweit in den Regionen?

00:13:41: Das entscheiden dann die Tarifkommissionen nach der Verhandlung, ob sie an die Warnstreiks gehen wollen.

00:13:47: Wie ist denn deine Einschätzung?

00:13:49: Wir haben ja auch Gespräche im Hintergrund.

00:13:50: Wie sind wir denn aufgestellt?

00:13:51: und vielleicht kannst du auch berichten was du mitbekommst.

00:13:54: man sieht ja jetzt schon wie Beschäftigte auf dieses Angebot reagieren.

00:13:57: oft schlägt uns da auch schon eine gewisse Wut entgegen und eine große Bereitschaft zu sagen, ja dafür gehen wir auf jeden Fall noch mal motivierter.

00:14:05: Sonst auch ein Schritt weiter.

00:14:07: was kommt da so bei dir an?

00:14:08: Was ich sehr stark sehe ist dass beides im Fokus steht.

00:14:12: es braucht ne ordentliche Entgeltherhöhung für die Beschäftigten um Kaufkraft zu stärken und die Wirtschaft zu stärkern und und und Es braucht ein klares Signal in Bekenntnis für diesen Industrie Standort also für Zukunft und Beschäftigung für unsere Betriebe.

00:14:29: Und das sehe ich brennt den Kolleginnen und Kollegen unterschiedlich stark unter den Fingernägeln, aber das sind die beiden wesentlichen Instrumente.

00:14:39: Dafür sind die Beschäftigten aus meiner Sicht auch bereit auf die Straße zu gehen.

00:14:43: Die Rückmeldung, die wir, die ich kriege aus den Bezirknern von den Betrieben ist eine hohe Bereitschaft für Warnstreiks in der nächsten Woche.

00:14:51: Ich

00:14:52: hab ja zum Anfang schon gesagt, dass du auch aus einer Geschäftsstelle kommst und schon bei vielen Warnstreiks auch dabei war und aktiv war.

00:14:59: Kannst du uns mal erzählen so wirklich so als nächster Nehe?

00:15:02: Wenn jetzt unabhängig davon dann wirklich Warnstrecks kommen aber wenn die anlaufen, wenn sich das abzeichnend wie laufen denn im Hintergrund gerade vielleicht so aus?

00:15:10: Geschäftstellen sich... Wie laufen da so Vorbereitungen ab für einen Warnsteig?

00:15:13: Ich würde mal auf zwei Ebenen gehen, die eine ist, so ein bisschen der organisatorische Blick aus einer ist ja kein Selbstläufer, der passiert hier nicht einfach so.

00:15:24: Sondern man braucht ein bisschen eine juristische Sicherheit, dass man da auch alles sicher und richtig macht und das auch das Richtige auf den Aufrufen

00:15:31: draufsteht.".

00:15:32: Davon kriegt man als normaler Mensch relativ wenig mit, aber das ist schon immer schon sehr emotional auch im Vorfeld.

00:15:39: was steht auf diesem Zettel und ist das juristisch alles richtig.

00:15:42: Also

00:15:42: juristische auch ein bisschen.

00:15:43: wofür darf man überhaupt einen Wahnstreik machen?

00:15:45: Genau!

00:15:46: Darf ich es überhaupt streiken?

00:15:48: Und woför darf ich streiken?

00:15:49: und so damit wir da sauber sind?

00:15:51: dann geht's diese ganze Frage haben wir genug fahnen, haben wir genug Trillerpfeifen?

00:15:55: Ist die Bühne bestellt gibt´s Megafone?

00:15:58: Gibt's irgendwas was den Ton überträgt und und Dann auch regional unterschiedlich.

00:16:03: Gibt es irgendwie noch eine Kleinigkeit für die Beschäftigten, die rausgehen?

00:16:07: So ein Clutch-Pap oder irgendwas... Das ist dieser ganze organisatorische Teil und wenn ich in den Betriebsschau dann ist das immer so'n Herzschlagmoment.

00:16:14: Nämlich die Frage.

00:16:15: Ich bin als Vertrauensmann Frau, als Betriebesrätein, als Hugenvertreterin durch die Hallen gelaufen, durch die Büros gelaufen.

00:16:22: Hab mit den Leuten geredet und gesagt komm Warnstreich geht raus!

00:16:25: Geht doch um deine Zukunft, um deinen Portemonnaie und und und.

00:16:29: Und dann steht man da mutterseelen alleine mit den Betriebsräten, Vertrauensleuten und der Bühne vom Tor.

00:16:35: Den Moment hatte ich selber mal.

00:16:37: Das war bei Audi in Neckar-Sulm.

00:16:41: Man weiß nie kommen die Kolleginnen und Kollegen raus.

00:16:44: Wenn um neun der Warnschreck beginnt und um fünf von neun ist man immer noch völlig allein auf dem Platz Dann kriegt man schon einen gewissen Puls.

00:16:51: Und aber bis dann alle rauskommen, eine Minute von neun öffnen sich die Tore und die Tausende von Kolleginnen und Kollegen oder Hunderte.

00:16:57: Oder ein paar Dutzend je nachdem wie groß der Betrieb ist kommen raus und zeigen sehr deutlich so nicht mit uns.

00:17:03: Das sind schon Herzschlagmomente wo man Gänsehaut kriegt.

00:17:05: ganz ehrlich!

00:17:06: Jetzt ist es ja so.

00:17:07: wenn das zur Warnstreiks kommt dann geben wir den Arbeitgeber ein Signal.

00:17:10: sagen hier ihr seht wie die Beschäftigten darauf reagieren.

00:17:13: jetzt ist Zeit für euch auf uns zu reagieren.

00:17:17: Jetzt werden wir noch mal hypothetischer.

00:17:18: Kann auch sein, dass die Arbeitgeber sich immer noch nicht genug auf uns zu bewegen?

00:17:21: Was wäre die nächste Eskalationsstufe?

00:17:23: Was haben wir dann noch so in unserem Werkzeugkoffer zur Verfügung?

00:17:27: Die Warnstreikhistorie der IG Metall ist ja total unterschiedlich.

00:17:30: Wir machen meistens nicht nur einen Warenstreik sondern auch mehrere hängt immer ein bisschen davon ab.

00:17:34: wie ist die Anlage der Tarifbewegungen und wie verhalten sich die Arbeit Geber?

00:17:38: muss man schneller oder langsamer eskalieren?

00:17:40: oder oder?

00:17:41: Und wenn Waren streiks persönlich helfen, dann haben wir vor einigen Jahren ein zusätzliches Element erfunden als EGMetal eingeführt, setzungstechnisch eingeführt nennt sich Vierundzwanzigstündiger Warnstreik.

00:17:53: Dann ist so ein Betrieb über ganze Vier und zwanzig Stunden zu.

00:17:57: also einen Tag sind nicht immer vierund zwanzige Stunden manche haben ja auch nur eine Frühschicht oder so.

00:18:01: aber einen Tag ist der Betrieb zu da müssen auch die Mitglieder für abstimmen und dafür diesen einen Tag gibt es auch Streitgeld bei Warnstreichs nicht weil wenn ich den ganzen Tag den Laden hinstelle und vorher auch Beschluss habe Dann schon und wenn das immer noch nicht reicht, haben wir die Möglichkeit zu unbefristeten Arbeitskämpfen.

00:18:18: Also mit Urabstimmung, Votum – seventy-fünf Prozent müssen dafür stimmen um dann in den unbefristeten Arbeitskampf zu gehen.

00:18:27: Der Unterschied ist Warnstreiks laufen bundesweit in fast allen Betrieben die auch in Teilen vielleicht nicht so gut organisiert sind.

00:18:36: Vierundzwanzigstündige Warnstreiks laufen auch bundesweit, dafür muss der Betrieb aber schon besser organisiert sein, weil man muss in der Lage sein, einen Tag lang alles zuzumachen.

00:18:45: Also mehr IG Metallmitglieder?

00:18:46: Mehr IG Metall mit Gliederhöhe, Auge gerade aktive, auch Funktionärinnen und Funktionäre.

00:18:53: Und bei einem Arbeitskampf also Urabstimmung und Streik.

00:18:57: da ist es in der Regel nur ein oder zweiter Riefgebiete die in einen Arbeitskampf von der unbefristeten Streik eintreten und nicht mehr bundesweit.

00:19:05: Das sind so die unterschiedlichen Kladiaturen, die wir spielen

00:19:08: können.".

00:19:09: Du hast uns gerade schon eine schöne Herzschlag-Szene erzählt von Audineckas Ulm, was du da standst?

00:19:15: Und man sagt okay kommen Sie jetzt!

00:19:17: Ich würde gerne noch so eine erfahren, weil die war jetzt so gut mit allen Tarifverhandlungen.

00:19:22: In allen Tarikkonflikten, die du so erlebt hast gibt es da Sachen, die dir so besonders oder so Moment der Solidarität oder eben sowas was dir so im Kopf geblieben ist wo man auch sagen kann... Da habe ich für mich so etwas draus gezogen oder gelernt was mir jetzt auf diese Tarifrunde anwenden kann.

00:19:37: oder wo man sagt okay da habe ich gecheckt so und so läuft's oder darauf kann ich mich verlassen?

00:19:44: Was ich in dieser Tarifewegung schon gelernt habe Vielleicht ein Beispiel aus nicht allzu ferner Vergangenheit ist, je besser wir nach innen kommunizieren, desto besser sind wir nach außen aufgestellt.

00:19:57: Und mein Herzschlagmoment in dieser Tarifbewegung war der vierundzwanzigste Juni.

00:20:03: Jetzt kann man sagen was war da?

00:20:04: Das war vor dem Sommer, da war ja noch gar nichts!

00:20:06: Am vierund zwanzigsten Juni war das erste Mal historisch dass wir alle Tarifkommission bundesweit zusammengeschaltet haben in einer Schalte um dort den Forderungsauftakt zu diskutieren und die voneinander, untereinander mitgekriegt haben.

00:20:20: Wie wird in anderen Tarifgebieten und Tarifkommissionen diskutiert?

00:20:24: In der Transparenz, wie wir sie so nicht hatten.

00:20:26: Und das war für diese Tarifbewegung bislang mein Herzschlagmoment – und ich glaube, weil wir viele Themen haben auch schwierige Themen haben.

00:20:33: in dieser TarifBewegung müssen wir das verbessern und ausbauen!

00:20:37: Ich war da auch dabei, ich war dann in Nordrhein-Westfalen.

00:20:40: Da war er in der Tarifkommissionshitzung und ich kann das sehr nachvollziehen.

00:20:43: Es war wirklich eine ganz besondere Stimmung die da auch unter den Beschäftigten war und der Moment wo sie sich alle gegenseitig gehört haben – das war wirklich sehr schön!

00:20:53: Also ich freue mich jetzt auf eine ganz besondere Stimmung, die vielleicht so ab Ausklagen der Woche kommen könnte?

00:21:00: Nadine, herzlichen Dank dass du uns hier so viele erzählt hast und genau dann schauen wir mal wo wir bald stehen und mit unserem Mikrofon unterwegs sind.

00:21:08: Danke dir!

00:21:09: Danke euch!

00:21:18: Eins wird deutlich die Beschäftigten sind bereit für ihre Forderungen Druck zu machen.

00:21:22: Solltest du in den kommenden Tagen keine Bewegung auf der Arbeitgeberseite geben, dann würde ich sagen drohen Warnstrecks.

00:21:28: Ja, so ist es!

00:21:29: Hat Nadine auch noch mal klar gemacht die Arbeitgebers begründen ihren Blockadehaltung vor allem mit der wirtschaftlichen Lage.

00:21:35: sie waren vor angeblich zu hohen Arbeitskosten vor Arbeitsplatzverlusten und dafür das Deutschland eben im internationalen Vergleich nicht mehr Wettbewerbsfähig ist.

00:21:43: Ja, ja bla bla.

00:21:44: das haben wir jetzt schon oft genug gehört.

00:21:46: Das haben wir gerade ständig aus dem Arbeitgeberlager.

00:21:48: aber halten in diese Argumente einer Prüfung auch wirklich Stand?

00:21:52: Ja!

00:21:53: Das fragen wir jetzt mal einen der das wissenschaftlich betrachtet und ich finde es klingt ziemlich legit oder?

00:21:58: Das ist was ich lieb, das ist was Ich hasse.

00:22:08: Die einen sagen Deutschland isst der kranke Mann Europas die anderen sehen erste Anzeichen für ein Aufschwung.

00:22:16: Aber was stimmt denn jetzt?

00:22:18: Und wichtiger noch in einer Tarifrunde, wie viel Spielraum gibt es für höhere Löhne und Gehälter.

00:22:24: Genau darüber sprechen wir heute mit jemanden der sich jeden Tag tief in die Wirtschaftsdaten eingrebt – er ist Volkswirt und Direktor des Instituts für Makroökonomie- und Konjunkturforschung!

00:22:35: Wir freuen uns, dass du heute zu Gas bist.

00:22:38: Hallo Sebastian Dulin!

00:22:41: Sebastian, fangen wir mit guten Nachrichten an.

00:22:43: Wir haben unsere Betriebsräte befragt und da sagen, dass in der Metall- und Elektroindustrie eine sehr gute Auslastung der Produktionskapazitäten hat.

00:22:59: Wenn man das zusammenfasst die Wirtschaftswissenschaftler sagen jetzt, die Wirtschaft wächst wieder.

00:23:04: Sag mal was ist denn deine und eure Pognose?

00:23:07: Wie wird es dann dieses und nächstes Jahr aussehen?

00:23:09: Ja, also zunächst einmal tatsächlich die Wirtschaft wächst wieder.

00:23:13: Das ist auch eine der wichtigen Nachrichten der letzten Wochen und Monate.

00:23:18: Denn es sei ja lange Zeit so aus als würde Deutschland stagnieren, als würden wir wieder am Rande einer Rezession sein.

00:23:23: Und die letzten Zahlen statt des Bundesamtamts haben eben gezeigt dass das nicht der Fall ist.

00:23:28: Wir gehen jetzt für dieses Jahr von einem Wirtschaftswachstum von eins Komma drei Prozent.

00:23:35: Okay, jetzt lasst uns mal diese Zahlen einordnen.

00:23:38: Sind dann eins, drei und eins, vier Prozent gute Nachrichten?

00:23:42: Gute Zahlen?

00:23:43: Schlechte Zahlen?

00:23:44: Also gibt ja anderswo auf der Welt auch mal höhere Zahlen, gibt auch niedrigere Zahlen!

00:23:50: Wie gut sind die

00:23:50: Nachrichten?!

00:23:51: Genau, also was dafür spricht und sagt das ist noch nicht so ganz klasse.

00:23:55: Ist einmal dass wir natürlich auch in Deutschland schon mal höhere Wachstumsraten hatten werden.

00:23:59: schon Mal über zwei Prozent wird nochmal über drei Prozent zeitweise Und außerdem haben wir ja ein paar Jahre gehabt wo das wachstum wirklich sehr sehr schwach war.

00:24:06: Das heißt das ist alles noch nicht aufgeholt aber jeder Aufschwang fängt Ja Mit was an.

00:24:12: also es ist normalerweise nicht dass man von null auf hundert geht und wenn mein Auto fährt beschleunigt.

00:24:16: Man auch nicht von Null auf Hundert in einer halben Sekunde oder so, und von daher Ist das wirklich auch ein gutes Zeichen?

00:24:23: Und wenn wir uns noch mal jetzt so einordnet wie als Volkswerte messen ganz gerne Bruttoinhaltsprodukt pro Kopf wie sich das verändert weil man dann rausrechnet Wenn meine wegen Land sehr viel Einwanderung hat oder sehr viele Kinder Geboren werden und da liegen Jetzt diese eins Komma drei Prozent von diesem Jahr etwa auf dem Liveau was Deutschland im Durchschnitt der Jahre zweitausend bis zweitausend neunzehn erreicht hat.

00:24:44: Und auch, was die USA in dem Zeitraum von zweitauzent bis zweitaunzehnt im Durchsschnitt erreicht hat.

00:24:50: also das ist eigentlich so.

00:24:52: ja würde man dann sagen da relativ durchschnittliches Wachstum ist nichts wo man jetzt groß drüber feiern würde aber auch nicht wo man wo man in tiefe Depression verfällt.

00:25:01: und ich glaube hier ist es wichtig denn wenn wir uns die Nachrichten in den Medien angucken dann hat man ja doch manchmal den Eindruck, als wäre Deutschland ein Sanierungsfall und eigentlich nicht mehr zu retten.

00:25:14: Und diese Zahlen sprechen da doch eine sehr andere Sprache.

00:25:17: Okay also doch gute Nachrichten.

00:25:19: Sag mal jetzt ist es ja ein Durchschnitt.

00:25:22: das heißt in manchen Branchen läuft's wahrscheinlich besser und in manchens schlechter.

00:25:25: wer sind denn jetzt so die Treiber für das Wachstum?

00:25:28: Wo läuft's gut und wo gibt's noch Potenzial?

00:25:30: Also tatsächlich läuft es auch schon seit einiger Zeit im verarbeitenden Gewerbe insgesamt nicht ganz so gut.

00:25:37: Das wird jetzt langsam ein bisschen besser, ich glaube da sprechen wir wahrscheinlich gleich nochmal darüber und es läuft ganz gut in Gesundheitsdienstleistung, Unternehmensnahendienstleistungen IT usw.

00:25:48: Und zunehmend läuft es doch wieder ein bisschen bessere beim Bau gerade beim Tiefbau.

00:25:52: Okay!

00:25:53: Woher kommt der Aufschwung?

00:25:56: Was ist jetzt anders?

00:25:57: was vorher dazu geführt hat dass wir nicht gewachsen sind Führt jetzt dazu, dass wir wachsen?

00:26:01: Also

00:26:02: zwei Sachen sind ganz anders.

00:26:04: Und das eine ist einmal die Finanzpolitik.

00:26:06: Wir haben ja im vergangenen Jahr nach der Wahl, im Februar dieses Grundgesetzänderungen gehabt und da ist ein großes Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität eingeführt worden und seitdem gibt der Bund mehr Geld aus für Investitionen aber der Bund gibt auch mehr Geld für Verteidigung aus und das sind beides Sachen, die sich auch in Wirtschaftswachstum wieder schlagen.

00:26:28: Das ist der eine Grund.

00:26:30: Und der zweite Grund ist, dass die Exporte ein bisschen besser wieder laufen.

00:26:33: Nicht die Exorte überall hin aber also nach China sind die Exporte weiter ziemlich schlecht und ziemlich schwach Aber in den Rest Europas laufen die Exporter relativ gut.

00:26:41: und zuletzt haben wir auch eine Erholung in die USA gesehen.

00:26:46: Da scheint der KI-Boom und der Boom des Baus von Rechenzentren durchzuschlagen Denn wir produzieren zwar nicht diese Hochleistungs-Grafikships, die man dafür braucht für Rechenzentren.

00:26:57: Aber in Deutschland werden schon elektronische Ausrüstungsbüter produziert, die eben auch in die Konstruktion der Rechencentren eingehen und Deutschland produziert auch viele Gas-Turbinen.

00:27:07: Und weil dieser Anschluss an die Stromnetze jetzt so schwierig wird in den USA, werden dazu nämlich auch Rechen Zentren mit Gas- Turbinen betrieben.

00:27:15: Da kommt sehr viel dann doch aus Deutschland.

00:27:17: Das hilft der deutschen Industrie auch.

00:27:19: Okay, das sind ja Punkte.

00:27:20: dann Export dass total aufs verarbeitende Gewerbe einzahlen muss weil Gesundheit und Bau das exportieren wir ja wahrscheinlich nicht so sehr.

00:27:28: Also okay

00:27:29: genau also dieser Impuls aus dem Export ist auch wahrscheinlich etwas was dann zum Teil eure Pribsräte vor Ort spüren.

00:27:37: Das ist schon mal sehr schön!

00:27:38: Das ist ja auch das was die Zahlen da gezeigt haben dass sie vom großen Auftrags eingehen oder von wieder sehr guten Auslastungen gesprochen haben.

00:27:45: jetzt eine Frage Wenn du sagst, ja es ist viel auch auf diese Sondervermögen.

00:27:49: Auf diese Investitionen in Rüstung und eben in Infrastruktur wie nachhaltig ist denn diese ganze Nummer?

00:27:57: Ist das dann was dass wir jetzt sagen können?

00:27:59: okay jetzt für dieses und nächstes Jahr sieht's gut aus und das ist vor allem mit dem Auto beschrieben Das beschleunigt geht dann die Beschleunigung?

00:28:06: also gibt es da schon Anzeichen dass man sagt ok Dann gehts auch weiter.

00:28:10: oder ist das was wo man sagt Okay Wir haben Gaspetal eigentlich schon wieder los gelassen Und die Beschreunigung läuft dann aus.

00:28:16: Also zwei Sachen.

00:28:17: Erst mal diese Verteidigungsausgaben steigen weiter oder das ist zumindest geplant, d.h.

00:28:22: von da kommt noch ein bisschen Impuls bei den Investitionen.

00:28:25: Ist auch nicht ganz klar ob wir schon so auf dem Mühepunkt jetzt sind.

00:28:29: D.h.,

00:28:29: da kommt auch noch was und es läuft ja auch ein paar Jahre des Investitionsprogramms.

00:28:33: Das heißt, da haben wir noch eine gewisse Unterstützung.

00:28:36: Was im Moment noch so ein bisschen fehlt, ist das Überspringen auf den Privatkonsum in Deutschland und auch auf die privaten Investitionen.

00:28:43: Da sehen wir noch nicht so richtig viel.

00:28:45: Und darum sagen wir eigentlich immer, wir sehen jetzt den Anfang einer Erholung.

00:28:49: Wir haben noch keinen sich selbst tragenden Aufschwung.

00:28:51: Dafür müssen eben diese anderen beiden Elemente auch noch anspringen.

00:28:55: Der Privat-Konsum ist da schon recht wichtig denn es macht etwa die Hälfte des deutschen Bruttoinlandsproduktes aus.

00:29:01: Wenn wir jetzt an diese Zeit denken, wo es wirklich gut lief.

00:29:04: Wo wir sagen, da war es wirtschaftlich wirklich top!

00:29:07: Das ist auch die Zeit in der Deutschland Exportweltmeister war.

00:29:11: Das ist noch sehr präsent in den Köpfen.

00:29:14: Jetzt funktioniert genau das eben nicht mehr so gut.

00:29:16: Wir haben schon angesprochen... Die Zölle aus den USA haben hier Einfluss auf die Globalisierung.

00:29:23: Es gibtermaßen an Stellen etwas zurückgedreht worden.

00:29:26: Ist das jetzt...?

00:29:28: die Zeit über neue Strategien nachzudenken.

00:29:30: Also wenn wir noch mal in den USA blicken, man muss nicht alles in der Welt verkaufen.

00:29:36: Die Menschen, die in den US wohnen können eben auch die Produkte im Land, die dort produziert werden kaufen.

00:29:42: wäre das für uns eine Option?

00:29:44: also was man erstmal sagen muss dass wahrscheinlich dieses Modell was Deutschland lange gemacht hat dass es vor allem durch den Export wächst dass das so nicht mehr funktionieren wird und das hat damit zu tun dass zwei unserer lange Zeit wichtigsten Märkte, die USA und China einfach aus politischen Gründen zurzeit sehr schwierig zu bedienen sind.

00:30:03: Also in den USA haben wir relativ hohe Zölle jetzt.

00:30:07: Die Zöllen sind nochmal höher für Produkte wo Stahl und Aluminium drinnen ist und China macht systematisch den eigenen Markt zu gegenüber ausländischen Unternehmen.

00:30:18: das sieht man eben auch in den Zahlen.

00:30:19: die Exporte nach China fallen dass es nicht so lange her.

00:30:22: Ich glaube, in den letzten Jahren war China unser zweitgrößter Exportmarkt.

00:30:26: Der war fast so wichtig wie die USA.

00:30:29: Inzwischen ist es das erste Halbjahr dieses Jahres war es Nummer neun hinter so Ländern wie Polen, Österreich und der Schweiz.

00:30:38: Und zwar jeweils nicht hinter dem zusammen sondern hinter jedem einzelnen dieser Länder.

00:30:42: Das zeigt ein bisschen, wie der Markt uns verloren geht und das ist politisch aus China gewollt.

00:30:48: Das haben sie in der Made-in-China, im Jahr twenty-twenty five Strategie so aufgeschrieben.

00:30:52: Dass das so kommen wird und da hat die deutsche Wirtschaft lange das ignoriert.

00:30:58: Das war deutlich lag vor.

00:31:01: Wollte trotzdem keiner richtig wahrhaben?

00:31:03: Und das wird auch nicht zurückkommen.

00:31:05: wenn man die beiden jetzt abzieht dann fehlt die Hälfte der Weltwirtschaft schon.

00:31:09: Dann bleibt noch ein bisschen Europa.

00:31:11: Aber das heißt umso wichtiger wird es, dass wir auch eine Inlandsnachfrage haben.

00:31:14: Eine Binnennachfrage die eben stützt weil die Wachstumsimpulse so nicht mehr von außen kommen werden.

00:31:20: Die Arbeitgeber pochen auch darauf, dass es besser laufen würde wenn die Beschäftigten auf was Lone und Gehälter angeht einfach mal verzichten würden.

00:31:27: Jetzt kann man sagen gut das könnte Produkte billiger machen.

00:31:31: wenn man sagt da an der Stelle jetzt auch für die Unternehmen günstiger wie würdest du es denn beurteilen?

00:31:37: Was würde es denn unter dem Strich für die Volkswirtschaft bedeuten, wenn die Löhne stagnieren oder sogar sinken würden.

00:31:44: Was würde das an der Stelle bringen?

00:31:46: Also wenn jetzt die Löne stagniern würden... Das wäre jetzt eine Nullrunde, würdet ihr euch da vorstellen, dass manche damit mit stagnierenden Löhnen also Null Runde würde bedeuten?

00:31:55: wir haben im Moment ziemlich hohe Preisteigerung vor allem durch den Iran Krieg und die Hohen Benzinpreise.

00:32:00: Das würde bedeutend, dass die Kaufkraft der Menschen schrumpft und das würde die Krise eigentlich noch einfach nur noch schlimmer machen.

00:32:06: Das wäre wirklich keine gute Idee, das so zu tun.

00:32:10: Und vor allem man kann sich auch nicht erhoffen dass man auf die Art und Weise Exportmarktanteile in großem Stil zurück gewinnt.

00:32:17: Das war früher vielleicht ein bisschen anders.

00:32:18: Früher konnte man mit Lohnzurückhaltung einfach im Ausland so viel Wettbewerbsfähigkeit kriegen, dass man sich dann aus der Krise quasi raus exportiert.

00:32:26: nur wenn in den USA und China die Hälfte des Welthandels, wenn wir dort nicht mehr hin exportieren können weil der eine sagt ich möchte gerne Industrie bei uns selber produziert und darum habe ich große Zölder eingeführt.

00:32:38: Die anderen sagen, wir wollen auch das hier Industrie für uns produzieren.

00:32:42: Außerdem möchten wir, dass chinesische Technologie, es sind chinesischen Produkte die auf dem Weltmarkt verkauft werden und das wirklich auch industriepolitisch mit dicken Subventionen fördern dann hilft einfach Lohnzurückhaltung nicht.

00:32:54: Jetzt setzen die Arbeitgeber aber auch noch einen drauf, weil sie sagen nicht nur ja also es wird schon uns ganz gut tun wenn die Löhne und die Gehälter nicht ganz so steigen würden.

00:33:01: Also vor kurzem hat Südwestmitteil auch gesagt dass unter anderem die Lohnerhöhungen aus vergangener Zeit ein Grund dafür sind das jederzehnte Industriearbeitsplatz zurzeit wegfällt.

00:33:11: Und sie haben auch behauptet, das Event gegen Metall fordert wie wir schon gehört haben fünf Prozent mehr Geld in der Tarifrunde für Metall und Elektro.

00:33:19: Sie sagen jetzt ja dass würden zu noch mehr Arbeitsplatzabbau führen.

00:33:24: Kurzer Faktencheck mit dir Sebastian.

00:33:26: Wie belastbar ist diese Aussage von den Arbeitgebern?

00:33:29: Ja also erstens ist ja nicht so dass die Lohnkosten in Deutschland die letzten Jahre aus dem Ruder gelaufen wären.

00:33:35: Wir haben ja auch einen jährlichen Arbeitskostender, zweijährigen Arbeitskostenreport beim EMK.

00:33:40: Wo das nachgezeichnet wird und da ist jetzt Deutschland im Vergleich mit den vergleichbaren europäischen Ländern günstiger geworden dieses Jahr.

00:33:51: Also das hat sich eher die Wettbewerbssituation zu kunsten Deutschlands verschoben.

00:33:56: Normalerweise kann ich nicht von Unternehmern erwarten dass wenn sie die Leute nicht brauchen wie Kapazitäten nicht ausgelastet sind dass sie die weiter beschäftigen.

00:34:04: Und das gilt auch, wenn die ein bisschen günstiger sind.

00:34:06: Also das ist betriebswirtschaftlich einfach Unfug.

00:34:08: Wenn ich nichts zu tun habe dann beschäftige ich die Leute nicht weiter und wenn ich was zu tun hab' und die Sachen hier produzieren kann dann beschäftigte ich die leute weitgehend weiter.

00:34:19: Und wenn ich ein Problem mit dem Exportmarkt habe dass es nicht kostengetrieben ist, dann hilft eben auf der Seite diese Lohnzurückhaltung nicht so viel.

00:34:27: von daher wäre ich da jetzt vorsichtig zu sagen wegen höherer Löhne fallen dann Jobs weg.

00:34:32: Es kann sein, dass Jobs wegfallen.

00:34:34: Das verarbeitende Gewerbe ist unser Druck.

00:34:35: wir haben ein paar Branchen den es auch wegen sechiner Konkurrenz echt schlecht geht oder nicht besonders gut geht.

00:34:41: Auch da was gibt denn einzelne Unternehmen denen es wirklich schlecht geht, anderen denen es ganz gut geht?

00:34:45: aber das ist wirklich kein Lohnkostenproblem.

00:34:48: also Wir haben eine Größe die wir nicht so gut beeinflussen können Die Inflation.

00:34:52: und wer zum Beispiel Straße von Hormuz ist zu hast du auch gesagt Ölpreise steigen Die Refinerien geben das weiter, die Tankstellen geben es weiter und die Beschäftigten am Ende haben nicht die Chance irgendwas weiterzugeben.

00:35:05: Die haben ja nur die Chance zu sagen wir brauchen höhere Löhne.

00:35:10: Und jetzt ist es eine die volkswirtschaftliche und die wirtschaftliche Komponente dabei.

00:35:15: Jetzt würde ich aber mal was Ungewöhnliches machen und einen Wirtschaftswissenschaftler fragen wie ist denn die moralische Komponenten?

00:35:20: Also den Beschäftigten jetzt zu sagen ne also wie sie jetzt die Arbeitgeber machen ne sorry Du musst verzichten, damit das große Ganze wieder läuft.

00:35:31: Also der Beschäftigte hat ja eigentlich keine andere Möglichkeit.

00:35:35: oder wie ist es aus der moralischen Sicht?

00:35:37: Nein, das stimmt!

00:35:38: Der Beschäftiger hat in dem Sinne keine andere Möglichkeiten.

00:35:41: und du hast die Raffelnrin angesprochen.

00:35:43: Das ist nicht so dass sie einfach nur die höheren Roelpreise weitergegeben hätten sondern auch die Margen erhöht.

00:35:49: Da kann man sich wirklich über die Moral drüber streiten denn da gibt's jetzt keine ökonomische Logik zu.

00:35:55: Andererseits ist es natürlich deren Marktwirtschaft, da gibt's bestimmte Funktionslogiken auch im Kapitalismus und wenn man das so akzeptiert kann man nur bis zum gewissen Punkt mit Moral argumentieren.

00:36:09: Also wenn ich sage eigentlich finde ich schön, wenn jeder eine Villa hätte und nur zehn Stunden die Woche arbeiten müsste und sich alles leisten könnte.

00:36:18: Das fänden wir wahrscheinlich moralisch alle gut ja aber wenn es das System so nicht her gibt wie wir es organisiert haben dann geht das nicht.

00:36:24: von daher gibt es da natürlich Grenzen was auch man jetzt einfach sagen kann nur weil weil da wo anders was in der Welt passiert muss man dann das vollständig umsetzen und durchsetzen.

00:36:36: Also ich meine, der Punkt ist ja einfach bei diesem Ölpreis – darüber diskutieren wir immer – die werden als Volkswirtschaft insgesamt ärmer.

00:36:42: wenn der Öl-Preis höher ist weil wir importieren das dann müssen einfach mehr an andere Leute bezahlen.

00:36:47: Und irgendjemand muss das jetzt tragen?

00:36:51: Natürlich, wenn es bei Unternehmen so weit geht dass sie meinetwegen ihren Kapitaldienst ihre Zinsen nicht mehr bezahlen können und die Vorprodukte nicht mehr zahlen können, dann werden die Unternehmen eben auch.

00:37:00: dann läuft das nicht mehr funktioniert das einfach nicht mehr.

00:37:03: Also von daher, ja es ist echt sehr unschön aber man kann jetzt nicht sagen deswegen muss man gar nicht mit einbeziehen in die Forderung oder in das was am Ende rauskommt.

00:37:14: Aber ehrlich gesagt so von außen sind ja all die Faktoren in die Vorderungen der EGM etal eingeflossen.

00:37:19: also von daher finde ich dass jetzt auch eine etwas hypothetische Frage.

00:37:24: Erlauben wir uns auch mal.

00:37:26: Ja, wir stecken ja zurzeit mitten in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

00:37:30: jetzt bist du Wirtschaftswissenschaftler Du forsch, du brätst vielleicht auch mal aber jetzt würden wir dich gerne mal auch immer hypothetisch in unser Tarif von reinziehen.

00:37:38: Sebastian Was wäre denn wenn du jetzt morgen am verhandlungszusetzen würdest?

00:37:43: was wäre denn so?

00:37:44: dein wichtigstes Argument dafür dass höhere Entgelte und wirtschaftliche Vernunfts jetzt kein Widerspruch sind?

00:37:52: Zwei Punkte.

00:37:53: Erstens, wenn man null Runde machen würde oder zu niedrig die Löhne erhöhen würde dann haben wir einfach einen Verlust an Kaufkraft und das destabilisiert den Aufschwung in dem Moment.

00:38:06: Wir brauchen stabilen Aufschwingungen.

00:38:07: sich selbst tragen auf.

00:38:08: schon das sollte man nicht machen.

00:38:10: Und die Metall-Elektroindustrie ist immer noch groß genug dass sie eine gewisse Schrittmacher Funktion für den Rest der Wirtschaft hat.

00:38:16: Also klar, es ist früher war das mal anders als es keine wirtschaftlichen Probleme in dem Bereich gab.

00:38:21: Aber nichtsdestotrotz ihr seid da einfach noch wichtig genug.

00:38:24: und da jetzt ein Signal zu setzen Wir machen eine starke Lohn zurückreitet wo dann eben auch kein Kaufkraftausgleich übrig bleibt oder sowas.

00:38:34: Das ist wirklich schädlich Und ich meine rein betriebswirtschaftlich.

00:38:37: man sollte sich schon auch überlegen dass viel auch gerade wenn wenn sie Innovation Umstellung Einführung von KI geht, von der Motivation der Beschäftigten abhängt.

00:38:46: Und wenn die am Ende... Da sind wir doch wieder bei der Moral von eben, wenn die sagen das war jetzt aber richtig Mist und ich fühle mich so richtig ungerecht behandelt, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie dann auch einfach sich nicht einsetzen.

00:38:59: Das sollte man mit einfließen lassen!

00:39:01: Ja, das war super interessant mal deine sehr nüchterne Aber auch ja doch umgreifende Einschätzungen zu unserer Tarifunde zu bekommen.

00:39:09: Vielen vielen Dank dafür Sebastian.

00:39:11: Danke Sebastian.

00:39:12: Ja, herzlichen Dank.

00:39:21: Ganz schön überzeugend der Sebastian.

00:39:23: und ja wenn man jetzt so die beiden Gespräche von Nadine und Sebastian zusammen nimmt in dieser Folge dann ergibt das ein ziemlich klares Bild für mich.

00:39:30: Voll!

00:39:31: Die Arbeitgeber erzählen derzeit vor allem eine Geschichte von Kosten und Verzicht.

00:39:35: Gleichzeitig zeigt er Blick auf die wirtschaftlichen Daten dass Deutschland wieder wächst und für einen stabilen Aufschwung braucht es eben Menschen die sie ihr Leben leisten können und Geld ausgeben.

00:39:47: Und genau deshalb geht es auch in dieser Tarifbewegung um viel mehr als, sag ich mal nur um Prozente.

00:39:52: Es geht um Kaufkraft, es geht um Respekt für die Leistungen der Beschäftigten, denen sie jeden Tag erbringen und halt auch um die Frage wie die industrielle Zukunft dieses Landes aussehen soll.

00:40:10: auch nochmal hier unser Appell.

00:40:12: Organisiert euch, macht mit und falls ihr es noch nicht seid werdet mit, gilt denn nur gemeinsam setzen wir uns durch!

00:40:19: Ja und wenn ihr euch auf dem Laufenden halten wollt wie's weitergeht der Tarifbewegung dann schaut doch mal auf ihmetall.de vorbei.

00:40:24: da werdet ihr immer gut informiert.

00:40:26: Da gibt´s auch ein Tarif Live-Ticker und ihr könnt natürlich auch immer von unseren Social Media Kanälen euch informieren.

00:40:32: Und wenn ihr mehr vom Sebastian hören wollt, die Hans-Böckler Stiftung hat einen sehr guten Podcast.

00:40:37: Den kann ich euch nur empfehlen!

00:40:38: Da ist auch der Sebastian immer wieder zu Gast.

00:40:40: Der Podcast heißt Systemrelevant und es überall zu finden wo es Podcasts gibt.

00:40:45: Vorsichtshalber stellen wir euch mal ein Link in die Shownauts.

00:40:48: Genau so machen wir das.

00:40:49: Dann bleibt uns noch zu sagen vergesst nicht unseren Podcast zu abonnieren und dann könnt ihr direkt systemrelevant den Podcast mit abonnieren.

00:40:57: Schadet nicht und falls ihr Feedback oder Anregungen habt, dann findet ihr unsere Email-Adressen wieder in den Shownotes.

00:41:03: Und wir sagen macht's gut!

00:41:05: Bis zum nächsten Mal!

00:41:06: Solidarische Grüße!

00:41:07: Ciao.

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