Autobosse versagen, Beschäftigte sollen büßen: Nicht mit uns!

Shownotes

Schließung, Verlagerung, Arbeitsplatzabbau – für ihre Managementfehler wollen Konzernbosse die Beschäftigten bluten lassen. Doch die Beschäftigten der Autozulieferer und Hersteller sagen: Jetzt reicht's! Beim großen bundesweiten betrieblichen Aktionstag am 21. September werden sie ein deutliches Zeichen setzen. Mit dabei werden auch die Beschäftigten von ZF sein. Sie befinden sich schon seit geraumer Zeit in Auseinandersetzungen mit der Konzernleitung. In der neuen Folge von Maloche und Malibu erklärt Achim Dietrich, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Zulieferers, was ihre verschiedenen Manager falsch gemacht haben, wie der IG Metall-Betriebsrat verhindern konnte, dass wichtige Zukunftsfelder verkauft werden, wo die Ursachen der Krise liegen, warum die Beschäftigten nicht schuld sind – und was zu tun ist, um im internationalen Wettbewerb wieder stärker zu werden.

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Für Feedback und Themenideen:

Jacqueline.sternheimer@igmetall.de Christoph.boeckmann@igmetall.de

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00:00:03: Der Kampf geht um die Frage, wer erwirtschaftet das Geld?

00:00:07: und sind die Beschäftigten im Kanti Sündenböcke oder werden diese respektiert?

00:00:11: Denn die Fehler haben nicht die Beschäftigen gemacht.

00:00:13: Das waren die Bosse!

00:00:14: Und wir waren nicht dafür bezahlen.

00:00:22: Christoph weißt du als ich hier eben zur Arbeit gelaufen bin da habe ich mir gedacht boah es ist ganz schön herbstlich geworden gerade war immer eine große Hitze und auf einmal ist es herbstliche.

00:00:30: Es ist so ganz diesig dunkel draußen.

00:00:33: aber weißt Du Was eigentlich zur Stimmung gehört, aber was ich dieses Jahr auf jeden Fall nicht singen werde.

00:00:39: Oh nein!

00:00:39: Keine Ahnung weiß ich nicht.

00:00:40: Ich hab dich noch nie singen gehört.

00:00:42: Was singst du nicht dieses Jahr?

00:00:44: Wake me up when September ends.

00:00:48: Okay Green Day, aber dass das nicht singt kein Verlust

00:00:51: Ja, das denkst du.

00:00:52: Frag mal meine Dusche!

00:00:55: Die weint glaube ich auch.

00:00:56: Das hilft einem ja in dem Moment.

00:00:59: Ne, ich möchte diesen September nicht verschlafen auf gar keinen Fall.

00:01:02: also klar zum einen steht die große Metallonelektrotarifrunde an, die nimmt Fahrt auf ordentlich aber... Ich möchte auch unseren großen Auto-Aktionstag am einundzwanzigsten September auf gar keinen Fall verpassen, weil ich weiß es werden ganz viele Menschen zusammenstehen.

00:01:19: Solidarisch sein, Stärke zeigen und das möchte ich nicht verpassen!

00:01:21: Ja

00:01:21: und?

00:01:21: Das ist aus gutem Grund so dass Sie das machen denn die Beschäftigten haben einfach die Nase voll und leisten Widerstand gegen diese Kahlschlagsversuche der CEOs

00:01:31: Genau dieses CEO's.

00:01:32: Fünfzigtausend Arbeitsplätze haben die Konzernwosse in der Automobilindustrie Alleine im vergangenen Jahr vernichtet.

00:01:39: Ohne die Metall wäre diese Zahl noch viel höher gewesen, das steht auf jeden Fall fest.

00:01:44: Fest steht aber auch – Die Konzernen Bosse hören nicht auf!

00:01:48: Nichts ist vor ihnen sicher.

00:01:49: Sie wollen weiter Arbeitsplätze abbauen, ganze Werke schließen und verlagern….

00:01:54: Sie meinen nicht mal vor der thirty-fünf Stundenwoche halt.

00:01:56: Jetzt ist die neueste Idee, wir sollen alle wieder vierzig Stunden arbeiten keinen Cent dafür mehr bekommen?

00:02:01: Ja absolut absurd!

00:02:02: Denn das würde die Krise überhaupt nicht lösen.

00:02:05: Das Problem überhaupt nicht Lösen.

00:02:06: Es würde es sogar für uns verschlimmern denn eigentlich würde das ein Arbeitsplatzabbau bedeuten.

00:02:11: warum?

00:02:12: darüber sprecht man nachher noch

00:02:13: genau?

00:02:13: Wir sprechen auch darüber

00:02:15: wer

00:02:15: ist Schuld an dieser Krise in der Autoindustrie?

00:02:18: kleiner Spoiler?

00:02:19: Die Beschäftigten sind auf jeden Fall Absolut Nicht!

00:02:22: Deshalb befassen wir uns jetzt auch mit den Warengründen der Krise und auch der Frage, was zu tun ist.

00:02:28: Was zu tun is?

00:02:29: Das erste Widerstand leisten – und das tun wir.

00:02:32: Und die Beschäftigten sind nicht schuld an einer Krise, das hast du richtig gesagt.

00:02:36: aber das Problemes ja im Moment.

00:02:37: sie werden zu den Sündenböcken Und so geht's einfach nicht, was auch nicht geht ist dass die Beschäftigten auf Gehalt verzichten sollen.

00:02:48: Dass ihre Arbeitsplätze abgebaut werden während die Konzerne Milliarden an Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten So geht es jetzt nicht reicht.

00:02:56: Das macht uns wirklich wütend.

00:02:58: und wie unser Widerstand aussehen kann Was wir sonst noch tun können und warum Nicht nur geopolitische Ursachen Schuld an der Krise sind sondern auch wieder diese Konzernbosse Das besprechen wir jetzt mit einem echten Insider.

00:03:09: Genau, und dafür rufen wir ganz im Süden an!

00:03:20: In der Autoindustrie gehen die Konzernbosse ihren Beschäftigten gerade ganz schön ans Leder.

00:03:26: Sparprogramme, Stellenstreichungen, Werkschließungen... Unser heutiger Gast ist einer, der sich da dagegen stellt und für die Beschäftigen kämpft.

00:03:35: Um genau zu sein, kämpfte für die Bescheftigten von Zulieferer ZF.

00:03:40: Als Gesamtbetriebsratsvorsitzender hat er schon so manche Schlacht schlagen müssen und steckt auch gerade wieder mitten drin.

00:03:47: Warum es in Deutschland so viele Angriffe auf die Beschäftigten gibt, welche Schlachten sie am Bodensee gerade zu schlagen haben, das erzählt er uns jetzt.

00:03:54: Wir sagen Servus Achim Dietrich!

00:03:56: Schön dass du dir Zeit nimmst.

00:03:57: Hallo Achim

00:03:58: Hallo zusammen

00:03:59: Achim, bei vielen Zulieferern und Herstellern wird ja bei dem Beschäftigten ordentlich gespart.

00:04:04: Das kennt ihr leider auch.

00:04:06: Gerade gab es bei euch eine Betriebsversammlung.

00:04:08: die musste abgebrochen werden weil die Personalvorständen Minuten lang ausgebot wurde nachdem sie weitere Kürzungen für die Beschäftigen angekündigt hatte so habe ich das auf jeden Fall in einer Zeitung nachgelesen Sag mal, magst du uns mal erzählen was war da los?

00:04:24: Ja, ich glaube die Stimmung war natürlich vor der Betriebszusammlung schon aufgeheizt.

00:04:28: Wir haben im Prinzip die Sparprogramme ja schon hinter uns oder sind noch mittendrin.

00:04:34: ob das Arbeitszeitverkürzungen sind T-Zug der nicht ausbezahlt wird und andere Dinge wenn wir also Beschäftigte die zum Teil bis zu zwanzig Prozent Endgeld einbußen haben Im Gegenzug haben sie natürlich mehr frei aber trotzdem das Geld fehlt natürlich bei der Kaufkraft beim Familien Einkommen Und mitten in diese Phase kommen jetzt weitere Ankündigungen, dass eben weitere übertarifliche Zuschläge auch wegfallen sollen.

00:04:59: Da war der Unmut natürlich groß.

00:05:01: dazu kommt das die Beschäftigten auch erwarten, dass ein Vorstand vorangeht und davon war eben nicht die Rede sondern es herrscht das Bild, dass man unten zuschlägt und oben weiterhin Boni bezahlt.

00:05:15: Ja nachvollziehbar, dass da Unmut herrsche und dass sich auch immer irgendwie Bahn bricht.

00:05:19: Was ist das für eine Zulage, die da jetzt bestrichen werden soll?

00:05:23: Das ist im Kern.

00:05:24: Die Zeppelin-Zulage hat der Kraftzeppelin ausgelobt.

00:05:27: Die war früher höher, die ist in einigen Krisen auch schon gekürzt worden und bei der Ehreinführung auch noch mal.

00:05:33: immer wieder steht die natürlich in Krisenzeiten unter Druck.

00:05:37: Es ist ja klar wie der Name schon sagt übertariflich.

00:05:40: Für uns ist aber klar, wenn wir diese übertarifliche Zulage verlieren, dann halten die dort auch nicht an.

00:05:46: Sondern werden natürlich in den Tarifbereichen reinschneiden und in andere Arbeitsbedingungen et cetera mit Bestimmungsrechte.

00:05:54: Von dem her ist klar der Kampf geht nicht nur um die übertariflichen Zulagen sondern um die Frage wer erwirtschaftet das Geld?

00:06:01: Und sind die Beschäftigten im Kern die Sündenböcke?

00:06:04: Oder werden diese respektiert?

00:06:06: Denn die Fehler haben nicht die Beschäftigten gemacht, das waren die Bosse.

00:06:09: Und wir waren nicht dafür bezahlen!

00:06:11: Genau und dass der Unmut groß ist... ...ist ja auch noch klar wegen einer anderen Sache.

00:06:16: Es sollen ja auch Arbeitsplätze abgebaut werden bei ganz vielen, bei euch auch.

00:06:21: Bei euch sollen bis zu vierzehntausend Arbeitsplätzen bis zwanzig-achtentzwanzig abgebaut wird.

00:06:26: Jetzt habe ich mal in euren Geschäftsbericht geschaut.

00:06:28: Ich bin ja jetzt kein großer Experte drin, aber manche Sachen fallen einem ja trotzdem ins Auge.

00:06:32: und da sieht man bei euch ist eine Sache anders als bei den anderen.

00:06:35: Ihr habt rund zehn Milliarden Euro Schulden und wenn ich das richtig gelesen hab, habt ihr zum Beispiel letztes Jahr sogar siebenhundertfünfundvierzig Millionen Euro Zinsen bezahlt also ihr!

00:06:46: Und nachher sollen es ja am Endeffekt immer die Beschäftigten zahlen weil man sieht wie jetzt die Rechnung ist.

00:06:50: heißt es also bei euch is' die Krise eher vom Management Haus gemacht

00:06:55: von einigen Managern, also nicht nur von einem allein.

00:06:58: Wir hatten ja mehrere Vorstände die kamen und gehen Und wir hatten einfach Manager die Dinge begonnen haben nicht zu Ende geführt haben Die auch Verträge geschlossen haben die eben so waren dass man drauf bezahlt hat.

00:07:12: und zuletzt hatten wir einen der sich verzettelt hat sagt man auf Schwäbisch-Därmen hat versucht in allen Bereichen gleichzeitig zu entwickeln wollte die ZF komplett umbauen.

00:07:25: Das hat uns weitere Milliarden gekostet.

00:07:28: Sein Ziel war im Prinzip das komplette Chassis bis zum Antrieb, bis zur Kamera zu beherrschen.

00:07:34: Hat einen Shuttle entwickeln lassen, dass dann selbst fahren durch die Stadtführer, also so ein Personentransporter-People-Mover nannte man den und er sollte eben auch die Umsätze der Zukunft sichern.

00:07:46: Da haben wir außer Entwicklungskosten nichts.

00:07:49: Das Projekt wurde eingestellt und so geht es ganz vielen Projekten.

00:07:53: Es ist jetzt nicht alles falsch gewesen, was wir entwickelt haben.

00:07:56: Sondern uns ging einfach dann auch das Geld aus.

00:07:59: Das ist aber das eigentliche Managementversagen.

00:08:02: Wenn man solche Dinge zur Marktreife bringen will muss man ja auch in der Lage sein zu wissen wo kommt das Geld her und wie kriege ich es dann auch marktreif?

00:08:11: Ist nur zu entwickeln und dann einzustellen ist sicherlich kein gutes Geschäftsmodell.

00:08:19: letztendlich auch der Grund, warum sie quasi euer Tafelsilber verkaufen wollen.

00:08:23: Also stand es ne?

00:08:24: Dass ihr eure Sicherheitssparte Live-Tech der Vorstand das verkaufen möchte.

00:08:28: irgendwie ein vielleicht auch ungewöhnlicher Schritt finde ich so von außen also zu sagen ist man in der Transformation ja gerade im Geschäftsfeldabstoß wo man sagen muss okay das wäre eigentlich ganz angenehm das hängt nämlich nicht am Verbrenner da muss man vielleicht nicht allzu viel umbauen und wieder dran zu bleiben und sowas wie Sicherheitsgurte oder Airbags ist ja auch was, das wird man auch noch lange brauchen.

00:08:50: Ist es jetzt eine kluge strategische Entscheidung oder ist das vielleicht dann der nächste Managementfehler zu sagen?

00:08:55: Da stoßen wir jetzt ab!

00:08:57: Das sind die Fehler der Vergangenheit, die uns jetzt einholen – die hohen Schulden und die Zinslast wie du sehr vorher gesagt hast, sind einfach nicht mehr zu finanzieren bei steigenden Zinsen sowieso nicht.

00:09:08: Und da hilft natürlich wenn man Dinge verkauft.

00:09:12: Die sind aber natürlich genauso wie du es gesagt hast unsere Zukunft.

00:09:16: Und natürlich in Erbeck braucht man egal welchen Fahrzeug, von dem her glaube ich auch dass es richtig ist das jetzt erstmal zu behalten.

00:09:24: Man hat auch kein Käufer gefunden.

00:09:25: aber wir haben aktuell ja auch ein anderes zukunftsträchtiges Geschäft verkauft nämlich das autonome Fahren MPKW und das sind schon Schmerzen für die Zukunft.

00:09:37: Aber es sind Notverkäufe die einfach daraus entstehen, dass man jetzt versucht die Schulden abzubauen.

00:09:42: Ich habe da zu dem Thema Fehler der Vergangenheit auch was gefunden im Geschäftsbericht, also meine ich auf jeden Fall.

00:09:48: Da wird von Altlasten gesprochen.

00:09:50: Da schrat nämlich der Matthias Miedreich, also euer aktueller Vorstandsvorsitzender – ich lese das mal vor!

00:09:57: Im letzten Geschäfts- bericht wirtschaftlich haben wir für Jahr zwanzig fünfundzwanzig unsere Ziele übertroffen.

00:10:02: Gleichwohl weiß der ZF-Konzern für das Geschäftsjahr zwanzivfünfundzwanziger noch einmal einen Verlust von zwei Kommaens Milliarden aus.

00:10:10: Der Grund für diesen Verlust ist eine Einmalbelastung aus dem Bereich E-Mobilität, mit der wir uns von Altlasten befreit haben.

00:10:19: Was heißt jetzt das?

00:10:19: Ist es die Transformationsschuld?

00:10:21: oder was sind diese Altlastens, sind das das jetzt, was du uns gerade erzählt hast?

00:10:25: Dann lass die Abschreibungen kommen.

00:10:26: rein aus der Frage, was haben wir investiert an Entwicklung und Anlagen in die E- Mobilität Stückzahlen, die eben jetzt geplant waren und die nicht kommen entstehen natürlich genau diese Lücke.

00:10:40: Das heißt man hat Werte im Unternehmen, die man jetzt abschreiben muss weil es eben die Nachfrage, die er erwartet hat, nicht gibt.

00:10:47: das haben andere ja auch gemacht.

00:10:49: dass sie einfach ihre E-Mobilitätsaktivitäten als Wert nochmal berichtigen und sagen den Werten wir dort hatten den sehen wir auf absehbare Zeit nicht.

00:10:59: Und die ZDF hat sich eben sehr stark gemacht dem Antrieb und zwar in dem elektrischen Antrieb.

00:11:06: Und wollte dort führen sein, hat er etliche Milliarden investiert und die sind jetzt eben auch nicht in der Weise zum Erfolg gekommen durch alle möglichen Themen, die ihr ja auch alle mitverfolgt habt.

00:11:20: Die Szenarien, die man hatte, sind einfach nicht eingetroffen.

00:11:23: das ist eben der Kipppunkt quasi hin zur E-Mobilität.

00:11:27: bereits neunundzwanzig zwanzig dreißig kommen wird Und wir dann mehr E-Fahrzeuge haben wie verbrannt, den sieht man im Moment nicht.

00:11:35: Also klar!

00:11:36: Wir sehen auch insgesamt die deutsche Autoindustrie steckt natürlich in der Krise und ich breche das mal auf zwei Probleme runter.

00:11:42: also wir haben einmal Trump, wir haben die Zölle, die unsere Autos wiederum teurer machen und zum anderen gibt es da China Die wiederum überfluten den Markt mit neuen Wettbewerbern, die viel günstigere E-Autos auf dem Markt bringen.

00:11:55: Das ist natürlich kein neues Problem das die deutsche Autoindustrie mit Preiskämpfen zu tun hat.

00:12:00: aber die Antwort war eigentlich immer so okay.

00:12:02: wir reagieren dabei so dass wir in der Technologie ganz ganz weit vorne sind.

00:12:07: Was ist deine Einschätzung, wenn man jetzt auf den Standort Deutschlands schaut?

00:12:11: Wo stehen wir denn da so technologisch?

00:12:13: also sind wir dann noch ganz vorne mit dabei oder sind wir am Ende längst abgehängt zum Beispiel von der Batterietechnik aus China.

00:12:20: Also das beobachten ja alle mit Sorge und natürlich Chinesen sehr langfristig unterwegs und sehr strategisch.

00:12:29: Die machen relativ wenig Fehler, die ziehen ihre Strategien durch und natürlich haben sie beobachtet wo Wohlstand und so weiter eine Industrietechnik in Deutschland führend ist und haben sich schon länger überlegt wie kommen wir in diesen Bereich rein?

00:12:43: Und dass jetzt die Verbrennertechnologie übersprungen haben und gesagt, damit es kommt genau diese Nahtstelle wo wir reingehen nämlich in die E-Mobilität da fangen wir an großzuwarten.

00:12:52: Dann haben das strategisch verfolgt mit hohen Subventionen Und dann kann man sicherlich der eigenen Industrievorwurf machen dass man Dinge verpasst hat.

00:13:01: Das hieße schon bei Tesla Aber muss schon auch noch mal sagen dort ist natürlich ein Staat der mit massiv viel Geld dann auch sein Industrie unterstützt und eine Forschungsentwicklung investiert um das strategischen Fuß in die Tür zu kriegen um dann Wohlstand da damit zu erzeugen und Einnahmen fürs Land.

00:13:19: Da muss man sicherlich in Deutschland auch nochmal überlegen, ob man da einfach tatenlos zuschaut wie andere Länder im Prinzip unsere Leitindustrie angreifen und warum man da nicht auch staatlich dagegen vorgegangen ist und der Programme gemacht hat, um das zu stützen.

00:13:36: Also würdest du sagen, in manchen Feldern nie durchaus.

00:13:38: sind wir noch konkurrenzfähig oder sind wir überall abgehängt?

00:13:42: Ich glaube ein paar Feldern sind die führende.

00:13:45: Das heißt aber ja nicht, dass wir aufrollen können.

00:13:48: Also es gibt immer die Möglichkeit fast Follower zu sein.

00:13:51: Ansonsten glaube ich jetzt für Europa.

00:13:55: da wird sich das Automobil von BMW Daimler VW und so weiter.

00:14:01: Audi.

00:14:01: Das würde sich weiterhin sehen lassen.

00:14:03: Die bauen schöne Fahrzeuge.

00:14:05: Man kann das auch besichtigen.

00:14:06: Die Modellpalette ist jetzt nicht so schlecht.

00:14:08: Natürlich guckt man dann immer was kann der BYD Und dann ist er günstiger.

00:14:12: Aber wir können auch etwas sehen bauen ja schöne Fahrzeuge mit guter Technologie.

00:14:17: Man muss sicherlich aufpassen, dass man in der E-Mobilität jetzt nicht den Zug verpasst weil man wieder auf Verbrenner umsteuert.

00:14:26: Das ist sicher eine Gefahr.

00:14:28: aber ich glaube das wir ähnlich wie bei Tesla da hieß es auch schon fünf Jahre, sechs Jahre voraus und ich glaub das nicht mehr als wenn man's heute anguckt was Betriebssysteme und Software define cars usw.

00:14:41: Ich glaube dass wir dann gut aufholen können.

00:14:44: Ich glaube, wir plaudern zu viel über Probleme in Deutschland und machen die öffentlich.

00:14:48: Und reden zu wenig über das was wir können.

00:14:51: Genau!

00:14:51: Was ihr könnt?

00:14:52: Jetzt ist ja so... Du hast gesagt des Thema E-Mobilität kommt jetzt noch nicht so schnell wie man es vielleicht erwartet hat aber es ist ja trotzdem so.

00:15:01: Es wird kommen und jetzt war bei euch beim Vorstand mal die Idee zum Beispiel die Division E zu verkaufen und das sind ja zum einen E-Antrieb, zum anderen Hybridantriebe.

00:15:11: Hybride werden jetzt noch länger laufen.

00:15:13: Das habt ihr verhindert.

00:15:14: Später hat der Vorstand die Idee gehabt die Produktion von Elektromotoren und Invertern da auszusteigen.

00:15:21: also Inverter versuche ich mal kurz zu erklären.

00:15:23: wie wandeln im Akku gespeicherten Gleichstrom in Wechselstrom um.

00:15:28: Der Elektromoter braucht den Wechselsturm.

00:15:31: Das haben wir ebenfalls verhindern Und ich stelle mir dann schon die Frage, wenn der Vorstand dann immer... Ja klar.

00:15:37: Die Zeiten sind da gerade schwieriger.

00:15:38: aber da jetzt ganz auszusteigen und es nicht mehr zu machen ist das nicht eigentlich wie ein Aufgeben?

00:15:42: Ihr habt's ja auch verhindert!

00:15:44: Aber werdet ihr nicht wie einen aufgeben und so sagen gut Zukunft, ne das macht man jetzt nicht.

00:15:49: Da sind wir nicht mehr dabei, da geben wir jetzt auf.

00:15:51: also ich wäre jetzt als Beschäftigter glaube ich sehr froh dass ihr euch dagegen gestellt habt.

00:15:55: was waren eure Argumente zu sagen?

00:15:57: ey nee das wollen wir nicht mittragen.

00:16:00: Also unsere Argumnte war natürlich Genau wie du sagst, es geht um Zukunft und man kann seine Zukunft nicht verkaufen.

00:16:06: Dazu haben das allein in Deutschland zwanzigtausend Beschäftigte dranhängen.

00:16:11: Und eins war klar, man kriegt es nicht hin dass Menschen einfach zu Foxconn wechseln ohne dass sie davon überzeugt sind und da wäre der ganze Deal gescheitert wenn man das nicht so gemacht hätte.

00:16:21: Dass die Beschäftigten auch überzeugt gewesen wären und die waren nicht überzeugt Das war glaube ich der erste Schlüssel Dass wir das verhindert haben, dazu kam natürlich das blanke Panikherstimmvorstand.

00:16:32: Es war so dass wir gesagt haben die sitzen eher auf dem Panikknopf als dass sie noch mit kühlem Kopf überlegen.

00:16:38: Das war also die ZF war in der Zeit kurz vor dem Herztod.

00:16:42: Die Banken haben mit Sorge auf uns geschaut und haben den Verschuldungsgrad reklamiert von dem er mir sind runtergeratet worden die Zinsen sind gestiegen Und es war irgendwie klar, dass wir in diese Bereiche nicht mehr so viel Geld haben um dort zu investieren.

00:16:59: Wenn man dort nicht investiert in die Zukunft dann ist auch die Frage, will man's dann behalten und einfach zur Ende verwalten?

00:17:06: Wir hatten einen Vorstand der eben nicht mehr in die zukunft geglaubt hat.

00:17:10: Es hat dann bundesweit massiv Demonstrationen und Kundgebungen gegeben an allen Standorten.

00:17:15: Da gab es viel Solidarität aus den Bereichen, die nicht im Automobilbereich sind also nicht in dieser E-Division glaube ich, im Vorstand auch zum Umdenken und auch im Aufsichtsrat auf der Kapitalseile zum Umdecken geführt.

00:17:30: Ob man denn mit dem Vorstand, der damals das beworben hat, ob er da weitermachen will?

00:17:34: Der musste dann auch relativ kurz nach diesen Kundgebungen gehen.

00:17:38: Und der neue Vorstand Herr Miedreich hat erklärt dass die Messe noch nicht gelesen sei mit ihm weil er schon davon überzeugt war, dass das ja keine Samaritas sind, sondern die haben da eine Geschäftsidee dahinter.

00:17:56: Und die wollen damit Geld verdienen.

00:17:57: und die Frage war warum verdienen wir damit kein Geld?

00:18:01: Das waren zum Teil schlechte Aufträge, die man geschrieben hat.

00:18:04: Da musste man mit Kunden auch nochmal in Media-Rays und sagen Leute, mit dem Preis können wir das nicht machen.

00:18:11: Und da gab es am Ende des Tages auch viele Kunden, die dann einsehen hatten, Die ZF in den Ruin treibt und es gibt doch noch Kunden, die eine starke ZF wollten.

00:18:22: Das waren mehrere Faktoren, die jetzt eine Rolle gespielt haben, dass wir das gedreht haben.

00:18:26: Wir haben da auch Preise bezahlt.

00:18:28: Wir hatten eine Tariferhöhung, die wurde verschoben um sechs Monate.

00:18:32: Den Trafo damals verschoben, den haben wir am Ende, weil's besser lief dann wieder geholt.

00:18:36: Eine Geschichte wahrscheinlich für sich allein, Am Ende des Tages für den Nicht-Verkauf an Foxconn sechs Monate Tarifverschiebung bezahlt hat.

00:18:45: Im übrigen Jahr in Allensparten, das war eine große Solidarität notwendig bei den Beschäftigten.

00:18:51: also Standorte die nicht betroffen waren haben dort auch bezahlt für die E-Division.

00:18:57: aber wir verstehen uns schon als Einkunstern, als eine Belegschaft, als einige Metall die dann eben wenn es mal notamanisch auch für andere kämpft ist auch im GBR spürbar, dass wir eben zusammenhalten.

00:19:09: und unser Spruch ist da.

00:19:11: Greifen Sie einen an, greifen sie uns alle an, das ist so unser Leitmotor.

00:19:15: Und das zweite Motor heißt Zukunft oder Widerstand?

00:19:19: Wir haben Widerstand geleistet weil wir schon davon ausgehen wenn wir den Antrieb verloren hätten dann wäre das ganze Ding ins Purzeln gekommen.

00:19:26: der wär der Rest der Zeit F vermutlich auch im Lkw-Antrieb gesturzt und deswegen war es gut dass wir das verhindert haben.

00:19:32: Und wie war das jetzt genau?

00:19:33: nochmal bei dem zweiten Thema, bei dem Thema mit den Invertern und mit den E-Motoren?

00:19:39: Also der Vorstand war der Überzeugung dass man nicht mehr konkurrieren kann.

00:19:44: Und zwar auch in der Entwicklung und in der Produktion von E-Antrieben.

00:19:50: Und dieser E- Motor ist eben das Herzstück von so einem E-Antrieb.

00:19:54: Wir haben da wirklich tolle Produkte aber die sind in China während die günstiger und man müsste sie gar nicht selber entwickeln.

00:20:00: Man kauft einfach diesen E-Motor zu als normales Zugraufteil.

00:20:05: Damit wäre natürlich bei uns auch die Frage entstanden, warum so ein Kunde eine Komponente kaufen?

00:20:12: Ein Antrieb wo im Prinzip das Herzstück aus China kommt und keinerlei Knowhow mehr bei ZF entsteht Und wir hätten natürlich die Entwickler verloren und die Produktion.

00:20:23: Das war für uns dann der Punkt wo wir aufgerufen waren Sonderprüfungen zu verlangen.

00:20:29: Wir machen das dann eben immer mit Betriebsräten, IG Metall und einer externen Beratung als eine betriebswirtschaftliche Beratungen die uns dort unterstützt.

00:20:39: Nicht weil wir es nicht selber können sondern wenn man denen eben mehr glaubt wie uns.

00:20:43: Und da kann ich berichten dass es gelungen ist beide Produkte ins Ziel zu führen.

00:20:48: Da waren viele Entwickler Führungskräfte mit im Boot und haben sich da angestrengt, haben jeden Stein und jede Schraube umgedreht Das finde ich sehr erstaunlich, ein Preis abgegeben der eben konkurrieren kann mit China.

00:21:01: Das zeigt auch nochmal dass man nicht aufgeben darf und nicht den ersten Zahlen glauben darf die da heißen ist fünfunddreißig prozent günstiger Und dann die Flinte ins Kram werfen sagen okay wir geben auf gilt nicht und Da darf man nicht feige sein.

00:21:18: man darf auch Nicht alles glauben was einem erzählt wird.

00:21:21: und es zeigt auch das wir schon noch Potenzial haben Wenn wir in den Betrieben zusammenstehen, zusammen mit der IG Metall und das dann drehen und sagen Wir entwickeln es weiterhin selber.

00:21:32: Und wir produzieren's auch – und zwar in Deutschland!

00:21:35: Ja, es lohnt sich da nochmal genauer hinzuschauen und das machen eben unsere IG Metallbetriebsräte.

00:21:40: Ja, zeigt wieder das die Beschäftigten halt oft verstanden haben wo es halt wirklich geht für die Zukunft.

00:21:46: Wo halt das Management einfach viel zu kurzfristig auf guckt.

00:21:48: und ihr habt verstanden dass E-Auto gehört auch für die Zulieferer.

00:21:51: natürlich zur Zukunft.

00:21:53: jetzt ist ja so die chinesischen Autos über Schwemdemarkt, Elektroautos.

00:21:57: Die Erschwinglicheren sehen wir auf der Straße Wir sehen BYD Seg.

00:22:02: Wie ist es denn jetzt eigentlich?

00:22:03: Sind da auch Teile von ZF verbaut?

00:22:06: Ja, also wir haben ja hundertsechzigtausend Beschäftigte auf der Welt und natürlich auch in China und USA etc.

00:22:14: Und man versucht dann natürlich in China die Hersteller zu beliefern ob das mit Getrieben für Lkw sind oder aber dann auch Fahrwerksteile Stoßtämpfer oder Antriebe und da sind wir natürlich auch unter dem Gleit der Autos verbaut.

00:22:31: es gibt ja kaum ein Auto wo nicht einen ZF Teil irgendwie mit verbaut ist.

00:22:35: Man sieht das halt selten, weil da steht dann draußen BMW drauf oder so.

00:22:40: Aber da ist natürlich ZF in Seite und ganz vielen Autos mehr mal weniger Und so ist es auch bei den chinesischen Herstellern.

00:22:47: Da leben wir aber schon ein sehr starker Nationalismus.

00:22:52: Wenn sie selber können sind wir raus.

00:22:55: Das muss man einfach wissen.

00:22:56: wenn man dort mithalten kann bei Preis und Innovation Dann ist man gar nicht gesehen.

00:23:02: Die sind nicht so langfristig interessiert, dass sie uns da stützen wollen, groß machen und lieb haben.

00:23:09: Sondern wir sind eher diejenigen, die helfen auf die Mauer zu kommen mit der Räuberleiter.

00:23:15: Und danach brauchen wir uns nicht mehr.

00:23:17: Das ist glaube ich ein langfristigen Problem auch für die Autohersteller, die dort massiv investiert haben.

00:23:24: BYD baut jetzt die erste PKW-Fabrik im europäischen Raum in Ungarn, aber ändert sich da was an dem Kurs.

00:23:30: Also habt ihr da Anfragen?

00:23:32: Wird ZF da dann irgendwie eine größere Rolle spielen wenn BYDI dann auch in Europa produziert?

00:23:37: Da hat es ja sehr stark drauf ankommen ob sie ihre Teile zu führen... Es ist eine längere, abendfüllende Diskussion über die Frage Local Content und die Prozentzahlen, die dann im Raum sind.

00:23:48: Solange die günstigen Teile aus China beziehen können werden sie mitbringen und gegebenenfalls dort noch montieren.

00:23:56: Wenn Sie nach Europa kommen, ist die zweite Frage ob Sie dann eben eine Zuliefererei aus Ungarn oder Tschechien organisieren oder aus Polen?

00:24:04: Und wir in Deutschland wieder in die Röhre gucken.

00:24:07: also da Wir müssen in Europa auch noch mal nachdenken, ob das so günstig ist.

00:24:12: Dass wir fördern dass in Osteuropa Fabriken entstehen mit zum Teil EU-Subpensionen und wir dann das nachsehen haben

00:24:21: Ja, da hätte man jetzt darauf hoffen können als Zulieferer.

00:24:24: Dass es den ZulIEFERER nicht so trifft ob da jetzt ein BMW-Logo drauf ist oder ein BYD-Llogo aber das ist wahrscheinlich wieder so passt euer Spruch wahrscheinlich doch wieder sehr der dann heißt wenn sie einen von uns angreifen greifen Sie alle von uns an.

00:24:37: also deswegen müssen wir auch da wieder zusammenstehen.

00:24:40: Jetzt gibt's ja einige Probleme.

00:24:43: Das Thema Transformation, die politischen Sachen können wir jetzt nicht so gut aus dem Betrieb rauslösen.

00:24:49: Aber eurem CEO in Mildreich was würdet ihr denn jetzt sagen?

00:24:53: Oder was heißt das Würde?

00:24:54: Was sagst du denn jetzt eigentlich immer wenn ihr euch seht?

00:24:57: Was muss er jetzt machen?

00:24:59: Was ist ein Autoboss und was muss euer machen?

00:25:02: oder kann man auch darüber hinaus sehen?

00:25:04: Was müssen sie bei den anderen Zuliefern und bei den andern Herstellern?

00:25:07: Worum geht es

00:25:09: jetzt?

00:25:09: Wenn du auf dem Schulweg immer auf dem Nachhauseweg gehänselt wirst und geschuckt wirst, dann hilft nicht wenn du heimkommst und heulst.

00:25:17: Der hilft nur Liegestütze machen.

00:25:19: Und deswegen müssen die raus aus dieser Heusosennummer und wieder Aufstehenden kämpfen.

00:25:26: Also ich erwarte von einem Vorstand dass er genauso kämpft wie wir.

00:25:30: Das zweite ist natürlich das man nicht ablenkt von den Problemen und versucht über die Arbeitskosten über die Lohnkosten und andere Dinge abzulenken, von dem was man eigentlich selber verursacht hat.

00:25:42: Man ist natürlich nicht schuld wenn man anderen findet der schuldig sein könnte.

00:25:46: Und dieser Mainstream erfüllt mich schon mit Sorge.

00:25:49: Natürlich auch weil das in der Öffentlichkeit gerade irgendwie ein Spruch ist der jetzt einfach angenommen wird.

00:25:57: naja die Industriebeamten und da überlegt mal wie viel Geld sie verdient haben.

00:26:02: Da kommt oft zu kurz dass diejenigen die gut verdient In unserer Branche mit Tarifen der Ige Metall, dass die das Geld auch in Deutschland ausgegeben haben.

00:26:11: Auch im Handwerk oder in der Metzgerei usw.

00:26:15: Und wenn das Geld eben dort nicht mehr so locker sitzt dann wird es auch Auswirkungen auf die anderen Branchen haben.

00:26:21: Die haben deswegen nicht mehr Geld sondern weniger Geld.

00:26:23: Aber dass das jetzt so schnell ging Dass die komplette Presse da draufspringen und sagt naja sind die hohen Arbeitskosten die uns dorthin geführt haben Das ist schon erstaunlich wie sie das schaffen Und da müssen wir, glaube ich insgesamt gesellschaftlich dagegen halten.

00:26:37: Weil es einfach unwahr ist!

00:26:38: Ich will jetzt nicht sagen mir verdienen schlecht.

00:26:41: Dafür bin ich viel zu stolz auf unsere Tariferfolge.

00:26:45: Das wäre ja verrückt wenn wir als Igemetall sagen würden Wir schämen uns für das was wir über hundert Jahre erreicht haben.

00:26:52: Das Gegenteil ist der Fall.

00:26:53: Die Frage ist die Ursache dafür dass hier Arbeitsplätze in Gefahr stehen und die Chinesen uns links und rechts zu holen?

00:26:59: Das ist das Gegenteils der Fall.

00:27:01: Das sind nicht die Arbeitskosten des Problems, sondern das andere Fehler gemacht wurden.

00:27:05: Und die können wir auch nicht in Betrieb lösen oder als IG Metall.

00:27:08: Da braucht es schon noch ein paar andere Stellen schrauben.

00:27:10: Genau!

00:27:10: Es ist ja nicht nur so dass wir als Gewerkschaftenlösung anbieten Auch die Arbeitgeber bieten Lösungen an und für ihr Problem jetzt angeblich zu hohen Arbeitskosten kommt aus allen Ecken schön vor der Tarifrunde Metall-Elektro Die thirty fünf Stunden Woche, die ist zu teuer.

00:27:23: Wir brauchen eine vierzig Stunden Woche ohne Lohnausgleich.

00:27:27: Was ist deine Meinung?

00:27:28: Ist das nicht... Arbeitsplatzabbau, weil wir sehen jetzt nicht dass Auftragsbücher überall rappelvoll sind und wir verkaufen auch nicht mehr Autos sondern leider eher weniger.

00:27:41: Das heißt also gut da ist nichts zu holen, Mehrarbeiten bringt also da nichts.

00:27:46: Ist das dann einfach nur der Beschluss noch mehr Arbeitsplätze abzubauen?

00:27:51: Das ist ja Fakt!

00:27:52: Man kann ja nicht auf der einen Seite sagen man möchte Die Arbeitgebersseite, die wir länger arbeiten.

00:28:03: Die ZDF hat sich im Übrigen für den Weg entschieden.

00:28:06: der Arbeitszeitverkürzung an vielen Standorten sind wir immer noch.

00:28:09: im TV BESCH zum Teil zwei Jahre wurde vereinbart Wir kommen da kaum raus obwohl parallel auch Beschäftigte Abfindungen nehmen.

00:28:18: Damit erhöht man natürlich den Leistungsdrucks.

00:28:21: Es gibt ganz viele Beschäftigte, die gerne wieder mit der Fünfe von § thirty-fünf arbeiten würden aber derzeit nicht dürfen weil wir eben dort die Einsparung erzielen wollen.

00:28:30: Wir haben die Teezugtage, die müssen verpflichtend frei genommen werden.

00:28:33: ein weiteres Flexibilisierungsinstrument also.

00:28:36: bei uns ist die Debatte nicht vom Vorstand aus wir müssen länger arbeiten sondern wir müssen kürzer arbeiten und haben damit natürlich auch Endgeld.

00:28:44: einbußen haben dafür aber mehr frei.

00:28:48: Und von dem her überrascht mich die Debatte, weil bei uns im Haus eine ganz andere Diskussion gerade vorherrscht.

00:28:54: Wir haben im Prinzip Stunden entlassen und T-Zugtage entlassen, keine Beschäftigten

00:29:00: entlassen.".

00:29:01: Dann gibt es immer dieses Wort Lohnstückkosten – du hast es ja angesprochen!

00:29:04: Das Thema Lohnstoffkosten ist eigentlich nicht das richtige Thema wenn's um Zukunft geht.

00:29:10: aber jetzt sprechen wir mal drüber Wie hoch sind die denn bei euch oder im internationalen Vergleich?

00:29:15: Und was ich mir halt da auch immer die Frage stell, macht es denn überhaupt Sinn diesen Kampf anzunehmen.

00:29:19: Weil wer mehr dann jemals billiger werden als die Lohnstückkosten in China sind oder sonst wo sind?

00:29:24: also je nach Produkt haben wir natürlich andere Lohnkosten Anteile.

00:29:28: Wir haben schon Produkte, wo wir auch eine sehr hohe Wertschöpfung haben.

00:29:31: Also wir gießen selber im ZF-Konzern, wir haben eine Gießerei und wir machen von Befräsentränen.

00:29:38: Wir arbeiten für Zahlen, Harten Verkroben und so weiter.

00:29:42: Wir machen schon sehr viel selber, bis es dann montiert wird.

00:29:46: Die Dichtung die machen wir noch nicht selber in das Google Lager aber schon mit einer sehr hohen Wertschöpfung.

00:29:51: Das bedeutet natürlich dass der Anteil an so einem Produkt schon mal über zwanzig Prozent sein kann.

00:29:56: Aber die Zahl selber sagt ja nichts aus sondern das ist die Wertschüpfung die wir haben.

00:30:01: Mit der Wertschüpfung verdienen wir eigentlich Geld wie der Name schon sagt.

00:30:05: Wir haben aber auch Produkte.

00:30:06: da Haben wir fünf Prozent Anteil.

00:30:09: Da hilft das relativ wenig.

00:30:11: Wenn man da irgendwie zehn Prozent senkt, dann hat es auf das Gesamtprodukt kaum Auswirkungen.

00:30:18: Also von dem her reden wir natürlich über die Lohnstückkosten viel zu wenig.

00:30:22: Das Management hat das irgendwie nicht gelernt.

00:30:24: Die haben da nicht teilgenommen.

00:30:26: an diesem Seminar also ich glaube das war mein erstes Seminar bei der IG Metall Hat man mir die Lohnstück Kosten erklärt und das konnte ich mir merken.

00:30:36: Das ist auch nicht so schwierig, aber irgendwie haben die das übersprungen und reden nur für den Lohnkosten.

00:30:42: Und da muss man sich tatsächlich Sorgen machen wenn man solche Manager hat weil es geht ja nicht um die Lohnhöhe sondern es geht um die Frage wie effektiv und wie innovativ sind diese Beschäftigten?

00:30:54: Welche Erfahrungen haben die welches Fachwissen und wie aktiv sind sie und wie loyal sind die?

00:30:59: Und das kommt in den letzten Jahren leider zu kurz.

00:31:02: Die Sprache hat sich da auch komplett gewandelt.

00:31:05: Wir hatten tatsächlich mal andere Zeiten, es war jetzt nicht immer alles schön.

00:31:10: Aber wir hatten auch Manager die da genauso hart aufgetreten sind.

00:31:16: aber die hatten so einen Grundrespekt vor den Beschäftigten und ihnen war klar ohne die Beschäftigte wird das nichts mit ihren Bonuszahlungen Und das kommt irgendwie zu kurz.

00:31:26: Die haben eher eine Sprache.

00:31:28: ja Es wäre gut wenn noch mehr Leute gehen würden und wir kriegen die gleichen Qualifikationen irgendwo auf der Welt aber günstiger.

00:31:35: Und wenn das in den Köpfen ist, dann spüren natürlich die Beschäftigten dass der keinerlei Respekt mehr ist vor ihrer Leistung und es macht sie natürlich total unsicher.

00:31:45: Jetzt haben wir ganz viel gehört darüber was die Unternehmenslenker falsch machen und was sie tun sollen.

00:31:50: Mir ist vor allem in Erinnerungen geblieben Sie sollen jetzt mal aufhören zu heulen sondern soll jetzt mal anfangen den Wettbewerb um den Kampf anzunehmen.

00:31:57: Das heißt dann investieren und nicht irgendwie versuchen Kosten zu drücken weil mit Sparprogramm hat man wahrscheinlich noch nie irgendwas gewonnen.

00:32:05: Jetzt ist es aber auch mit diesen vorgeschobenen Debatten unter diesem Sündenbox suchen.

00:32:10: Die Beschäftigten sind der Sündenbock und die Lohnkosten sind zu hoch, alles quatsch!

00:32:15: Aber witzigerweise das mit den Lohn kosten... Das ist ja auch in der Politik verfangen.

00:32:19: also jetzt sagen ja so Leute wie der März oder so wir müssen alle wieder mehr arbeiten wollen und sowas.

00:32:24: Jetzt würde ich mal umdrehen weil man jetzt auch mal sagen muss Das erwarten wir übrigens von euch, weil mir ja ganz viele Probleme haben.

00:32:32: Wir haben es vorhin angesprochen die politisch sind.

00:32:34: was muss denn die Politik tun damit?

00:32:36: Ich meine wir haben viel was die Betriebe falsch machen und was die machen müssen.

00:32:39: also ich sag mal die Die CEOs falsch machen anders machen müssen.

00:32:43: aber auch die Politik kann ja einiges tun um Rahmenbedingungen zu verändern.

00:32:47: Was steht nur bei dir aus dem zettel Achim?

00:32:49: was müssen sie machen?

00:32:51: Natürlich gilt es die Unternehmen, die jetzt zum Beispiel in finanzielle Not kommen aus Gründen der Krise oder aus den Gründen, dass eben andere Staaten den Wettbewerb verzahren durch Subventionen.

00:33:04: Den muss natürlich erst mal geholfen werden.

00:33:05: Es gibt ja viele kleine Zulieferer, die da wirklich kurz vor der Ensovent stehen und obwohl sie volle Auftragspücher haben und sogar Aufträge wo sie Gewinn machen, weil sie einfach nicht mehr finanzierbar sind.

00:33:17: Da gilt es erst mal die eigene Industrie zu schützen, ich glaube auch dass Deutschland aufwachen muss was die Frage angeht ja Industrie das wollen wir eigentlich nicht mehr das ist ein geträckig Schmutzig.

00:33:29: das wollen man eigentlich nicht.

00:33:30: und da muss man dann auch gucken dass sie in der Nachtschicht sollen die da nicht mehr parken weil das macht lahm.

00:33:35: und wir wollen dir eigentlich auch die Gießerei nicht mitten in der Stadt die war aber davor schon da.

00:33:40: die Stadt ist um diese Gießerei gewachsen Und dann will man das alles nicht mehr.

00:33:44: Man will natürlich auch, dass niemand mehr Auto fährt weil es irgendwie Alarm und Schmutz macht.

00:33:50: Ich glaube da müssen wir rauskommen wenn das das Image ist und Politiker dem nachjagen.

00:33:56: Da reiben sich die Chinesen die Hände.

00:33:58: Wir werden in Deutschland keinen Wohlstand haben wenn wir keine Industrie mehr haben.

00:34:03: Das kann man in anderen Ländern besichtigen die nur auf Banken gesetzt haben wie jetzt England und die eigene Industrie, weil sie vernachlässigt worden.

00:34:12: Das würde ich mir von der Politik wünschen, da ist viel glaube ich auch nicht zu tun sondern einfach auch nochmal wie man darüber redet.

00:34:20: das würde ich mich wünscht.

00:34:21: natürlich muss man sich irgendwann mal überlegen ob man zuschaut wie andere Länder einüberholen durch Subvention.

00:34:27: also zu glauben man kann es dem freien Markt überlassen und dann sollen uns die Eigenmeteilung der Betriebsrat in den Betrieben richten.

00:34:36: Da springt man, glaube ich zu kurz angesichts der massiven Subventionen die da in China und anderen Ländern bezahlt werden um genau diese Lieblingsindustrie von uns nämlich die Automobilindustrie zu kapern.

00:34:50: Und dann ist die Automobilindustrie die zweite Solarindustrie und ich glaube nicht dass wir dazugucken sollten.

00:34:56: Ja jetzt zählt das hast du wirklich nochmal deutlich gemacht und danke dass Du Da weiter kämpft auch für alle Kolleginnen und Kollegen.

00:35:04: Und vielen Dank, dass du dir in dieser Zeit die Zeit für uns genommen

00:35:08: hast!

00:35:08: Danke Achim!

00:35:09: Ja immer sehr gerne.

00:35:19: Ja, der Achim und seine Kolleginnen und Kollegen bei ZF, die kämpfen schon seit geraumer Zeit.

00:35:24: Das haben wir jetzt gehört!

00:35:25: Und auch am einundzwanzigsten September werden sie wieder mit dabei sein.

00:35:29: Ja es ist ja auch verdammt wichtig aber halt nicht nur die Beschäftigten von ZF sind jetzt gefragt.

00:35:33: Wir rufen alle Beschäftigen von allen Herstellern und Zulieferern auf sich zu beteiligen am einen und zwanzigten September bei unserem Aktionstag gemeinsam über alle wirklich alle Marken hinweg.

00:35:44: das Motto ist Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke.

00:35:48: So ist es, pure Solidarität also und auch wir werden mit dabei sein.

00:35:52: Klar

00:35:53: sind wir auch dabei!

00:35:54: Und da werden wir auch wieder unsere Mikrofone dabei haben und hören was ihr zu sagen habt.

00:35:58: Das hören wir dann gemeinsam in der nächsten Folge die erscheint am vierundzwanzigsten also drei Tage später wie gewohnt am letzten Donnerstag im Monat und um das nicht zu verpassen abonniert doch diesen Podcasts und auch über eine gute Bewertung würden uns freuen.

00:36:12: Genau, wir freuen uns nämlich schon wieder auf euch und ein paar Hintergrund-Infos stellen wir euch noch an die Shownotes Ja und dann würde ich sagen, sehen wir uns am twenty-einen September wieder.

00:36:21: Ciao!

00:36:22: Und an dem Tag machen wir gemeinsam richtig Lärm.

00:36:25: Kämpferische Grüße.

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