Vom Schock zur Viertelmillion – wie Avnet das Maximum erkämpfte
Shownotes
Der Schock sitzt tief: Avnet Logistics kündigt die Schließung seines Standorts in Poing an. Doch die Beschäftigten geben nicht auf. Gemeinsam mit der IG Metall organisieren sie einen Streik und erkämpfen einen außergewöhnlichen Sozialtarifvertrag – mit Abfindungen von bis zu 275.000 Euro.
Wie gelingt es einer Belegschaft, bei einer Werksschließung so viel durchzusetzen? Warum entscheiden sich die Beschäftigten irgendwann gegen den Kampf um den Standorterhalt und stattdessen für das Maximum beim Abschied? Und welche Rolle spielen Solidarität, Organisationsgrad und Tarifmacht dabei?
Darüber sprechen Jacqueline Sternheimer und Christoph Böckmann mit Betriebsratsvorsitzendem Symeon Xenidis und IG-Metall-Sekretär Philipp Schlemmer. Sie erzählen von den entscheidenden Tagen des Arbeitskampfs, von Streiks, brennenden Feuertonnen und demokratischen Entscheidungen in der Belegschaft.
Eine Folge über Werksschließungen, Sozialtarifverträge, starke Betriebsräte und die Frage, wie Beschäftigte selbst in einer scheinbar aussichtslosen Situation noch Stärke entwickeln und Erfolge erzielen können.
Hier könnt ihr ganz einfach online IG-Metall-Mitglied werden: www.igmetall.de/mitglieder/mitglied-werden
Hier findet ihr mehr Hintergründe zum Sozialtarifvertrag bei Avnet in Poing: www.igmetall.de/im-betrieb/avnet-logistics-mit-streik-sozialtarifvertrag-erkaempft
Schreibt uns gerne Feedback oder Themenvorschläge per Mail an diese Adresse: christoph.boeckmann@igmetall.de jacqueline.sternheimer@igmetall.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Als wir nach diesen langen Verhandlungen in der Nacht dann von dem Betrieb kam, da gab es stehende Operationen.
00:00:10: Und das hast du selten und das ist eine Situation wo die Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren.
00:00:21: Hey Jacqueline!
00:00:22: Eigentlich könnte alles total schön sein.
00:00:24: Es ist Sommer Die Sonne scheint Viele haben noch ihren Urlaub vor sich.
00:00:28: Das klingt so nach Spaß Freiheit und einer Zeit in der man ausgelassen sein kann.
00:00:34: Ja eigentlich
00:00:35: Ja, die Realität sieht für viele anders aus.
00:00:37: Da ist nichts mit Ausgelassenheit.
00:00:39: Viele machen sich gerade ernsthaft Sorgen um ihre Zukunft und ihre Jobs – das ist eine andere Lebensrealität gerade!
00:00:46: Und das ist ja auch kein Wunder... Aktuell werden Zehntausend Industriearbeitsplätze jeden Monat abgebaut.
00:00:53: Die Arbeitgebenden rasieren da so richtig extrem gerade und schrecken dabei auch nicht vor Werkschließungen- und Standortverlagerung zurück, brauchst eigentlich nur in die Schlagzeilen schauen.
00:01:03: Jeden Tag findest du da einen neuen Betrieb der irgendeine Dreckigkeit
00:01:05: vorhat.".
00:01:09: Ihr könnt alle gehen, ich mach den Standort komplett dicht.
00:01:12: Was macht man?
00:01:12: Das ist genau die richtige Frage und genau dieser Frage wollen wir heute nachgehen.
00:01:16: was können wir als Gewerkschafter machen?
00:01:18: welche Möglichkeiten gibt's?
00:01:20: Was ist rechtlich drin und was für unterschiedliche Ziele kann man da vielleicht auch verfolgen und was sind die Voraussetzungen die man schaffen muss um diese Ziele dann auch zu erreichen?
00:01:28: Ja und mit diesen Themen haben sich vor ein paar Monaten erst Kolleginnen Kollegen von Affnet beschäftigen müssen, weil da leider genau das passiert ist.
00:01:36: Der Arbeitgeber kann Mutterkonzernsitz auch noch an USA und hat gesagt ihr dürft alle gehen ich mach den Standort komplett dicht.
00:01:43: Und was haben Sie gemacht?
00:01:44: Das Christoph fragen wir sie jetzt einfach mal direkt
00:01:46: selbst.
00:01:54: Ihr Standort wird geschlossen.
00:01:56: das haben sie im April erfahren und da haben sie sich gedacht okay Aber wir gehen nur, wenn wir eine ordentliche Abfindung bekommen.
00:02:03: Also haben sie gestreikt und den Laden lahmgelegt.
00:02:06: Jetzt bekommen die Beschäftigten bis zu zweihundertvierzigtausend Euro – und nochmal zwanzigtauend Euro, wenn Sie ihr Metall mitglied sind!
00:02:14: Wie Sie das geschafft haben, dass erzählt uns jetzt Ihr Betriebsratsvorsitzender Simion Xenides.
00:02:20: schön, dass du uns heute von eurem Kampf erzählst.
00:02:23: So guten Tag.
00:02:25: Ich freue mich für die gute Ergebnisse.
00:02:27: Simon,
00:02:28: jetzt musst du uns als erstes aber ein bisschen was von ARVNET Logistics erzählen.
00:02:32: Ihr seid ungefähr dreihundertfünfzig Kolleginnen und Kollegen.
00:02:35: Sag mal, was macht ARVnet Logistic eigentlich genau?
00:02:38: Und welche Jobs gibt es bei euch?
00:02:40: ARVNET Logistics GmbH ist ein Betrieb der eine Tochtergesellschaft von Amnetink, einer der größten weltweiten Distributtoren des Mikrochips zusammen mit einem anderen amerikanischen Unternehmen.
00:02:55: Wir haben ca.
00:02:57: die Großhandel der Mikro-Chips
00:03:00: von ca.
00:03:00: Okay, und das heißt welche Jobs sind das dann bei euch?
00:03:03: Lagerarbeiten verpacken versenden.
00:03:05: Bei uns in dieser Distributionzentrum in Boing waren sie verschiedene Tätigkeiten.
00:03:12: Die Großteil der Mitarbeit hat sie im Lager gearbeitet.
00:03:16: Im Lager gibt es verschiedene Tättigkeiten die wahre Annahme, wahren Eingang, Kommissionierung, Warenausgang gibt es eine Abteilung in Lager der Problemfälle und gibt es noch dazu Export-Import, die programmiert diese Bauteile.
00:03:32: Vor einem Jahr wurdet ihr schon ein bisschen aqueunisch.
00:03:35: da hat der Arbeitgeber bei euch die betriebliche Beschäftigungssicherung auslaufen lassen.
00:03:39: was macht man denn dann als Betriebsrat wenn man merkt?
00:03:42: Da wird etwas ganz Wichtiges nicht verlängert.
00:03:44: Als Betriebeser haben wir versucht den Arbeitgebernant zu motivieren bzw.
00:03:49: zu bewegen.
00:03:50: das ist nochmal diese Beschäftigungssicherung zu verlängern, das war nicht möglich.
00:03:56: Die Arbeit wird ausdrücklich abgelennt und das war ein Hinweis, dass wir hier tatsächlich ein Problem haben.
00:04:04: Sie haben so eine neue Distributionzentrum eingebaut, doppelt so groß wie unser ist.
00:04:10: und dann haben wir tatsächlich bemerkt, dass Wir haben ein Problem tatsächlich
00:04:16: Und das wurde dann auch deutlich im April diesen Jahres.
00:04:19: Da verkündete denn die Geschäftsleitung, dass es Impoing eben nicht weitergehen soll, weil's den anderen Standort wie du gerade gesagt hast gibt?
00:04:26: Was hast Du als Du das erfahren hast den Beschäftigten gesagt?
00:04:30: Wir haben die Leute da drüben.
00:04:32: physische und psychisch vorbereitet, dass wir wenn wir nicht bekommen eine entsprechende das heißt Nachteilausgleich für unsere Arbeitsplatzverlust dann und Umstände müssen wir tatsächlich in der Streit gehen.
00:04:49: Dass wir bei einer Arbeitskaufmaßnahmen fehlen
00:04:52: muss.".
00:04:53: Jetzt gibt es ja normalerweise zwei Möglichkeiten wie man auf so eine Nachricht reagieren kann.
00:04:56: entweder kann man sagen okay wir versuchen alles um doch den Erhalt zu sichern, also zu sagen okay wir geben auch was meistens bedeutet das Gehaltsverzicht.
00:05:06: Dass man sagt ok wir gehen was vom Gehalt ab oder wir arbeiten mehr Stunden aber die unentgeltlich.
00:05:11: oder man kann eben sagen ne dann sollen sie den Standort zumachen Aber wir lassen uns dafür eine ordentliche Abfindung bezahlen.
00:05:18: Wie ist bei euch die Strategie entschieden worden?
00:05:22: Was machen wir?
00:05:23: Das
00:05:23: Wichtigste war, dass das Standort zu bleiben.
00:05:28: Die Arbeitsplätze sind wichtig für unsere Leute.
00:05:31: Wir haben sehr viele Leute, die tatsächlich seit dem Betrieb sind.
00:05:43: Der Arbeitgeber hatte dann ausdrücklich abgelehnt.
00:05:48: Diese Möglichkeit, da haben sie gesagt das ist eine Unternehmerischen Seidung, die in Phoenix, d.h.
00:05:55: in Zentrale, in Amerika getroffenen an Voning und die haben sie keine Möglichkeit mehr das zu ändern und müssen wir tatsächlich sprechen über einen Interesse-Ausgleichungssozialplan Beziehungsweise ein Sozialtarifvertrag mit EGMETAL, weil keine andere Möglichkeit gab.
00:06:16: Das heißt diese Möglichkeit hatte der Arbeitgeber von Anfang an ausgeschlossen.
00:06:21: Es war natürlich keine leichte Entscheidung für euch dann, zu entscheiden okay wir gehen jetzt den Weg des Sozialtarifvertrags und ihr habt euch aber auch dafür entschieden gleich in die vollen zu gehen.
00:06:31: Und zu streiken.
00:06:33: wie sah denn euer Streik aus?
00:06:35: Wie organisiert man so etwas aus deiner Perspektive jetzt auch als Betriebsrat der da natürlich ständig irgendwie hinten dran sein muss alle motivieren muss alle mitnehmen muss?
00:06:43: und ja wie macht man das auch so dass es dem Arbeitgeber wirklich richtig weh tut?
00:06:47: Erstmal ich möchte betronnen Damit überhaupt eine solche Aktionen zu organisieren, ist es wichtig die Vorarbeit.
00:06:57: Das heißt erst mal die Anzahl der Mitgliederzürcherin.
00:07:01: Das ist eine wichtige Momentung weil das macht uns stärker.
00:07:08: ich möchte betonen auch die Vorarbeiterbetriebsatmitgliedern was ihr denkt.
00:07:13: Die Betriebsratmitglieder waren sich sehr motiviert.
00:07:16: Dann haben wir immer mit Philipp Slemer, unser Sekretär, das es immer wieder tatsächlich an die Mitarbeiter angesprochen hat über was wichtig ist und was der Vorteil ist wenn sie Mitglieder sind.
00:07:28: Diese Vorarbeit hat uns gelungen in einer Mende.
00:07:31: Das heißt als erstes Rit den ausreichenden Kraft zu haben.
00:07:36: dann wird überhaupt dieses Streik zu organisieren.
00:07:40: Du
00:07:40: hast gerade erzählt, ihr habt ganz viele Mitglieder gewonnen.
00:07:43: Ihr seid genug geworden, dass man in den Streik gehen kann?
00:07:46: Ihr seid in den Streich gegangen!
00:07:48: So jetzt seid ihr in den Steig gegangen.
00:07:51: wie liefen denn dann die Verhandlungen ab?
00:07:54: Erst mal ich möchte das was betonen, dass der Arbeitgeber hat nicht geklauft oder ich habe dieses Gefühl, dass er nicht geklaubt wird.
00:08:02: Das werden wir diese gute Anzahl... für unsere große Anzahl von Streikendemitarbeiter erzielt.
00:08:11: Und in der Verhandlungen kurz vor dem Streich, der Arbeitgeber hat in die Verhandlung gekommen mit einem Angebot, der nicht angemessen war und diese Verhandlungen sind sehr zäh gelaufen.
00:08:29: Nach diesem ersten Tag des Streiks Wir haben schon gesehen, dass es tatsächlich ganz wenige Streikbrecher gab und das hat uns viel Kraft gegeben.
00:08:42: Auch in der Verhandlung eine Rickenwind sozusagen.
00:08:47: Ich habe den Eindruck, dass die Arbeit nach dem, was nach der ersten Tag gesehen hatte.
00:08:52: dass der Streik hervorgleichen.
00:08:54: Und als Zweite hatte ich immer diesen Druck erhebt bei den Arbeitgebern, die Mitarbeiter waren schon sogar die Mitarbeiter, waren sie motiviert und ich möchte betonen das während des Streiks auch diese Besuch von unseren Kollegen, von den anderen Firmen, die Metallmitglieder, die uns immer wieder besucht haben und unterstützt haben, mit uns gesprochen haben.
00:09:25: Der hatte auch uns sehr geholfen, insbesondere psychisch.
00:09:34: Unsere Mitarbeiter haben diese Gefühle gehabt, sie sind nicht allein in dieser Sache.
00:09:38: Und dann ging es ja auch relativ schnell in den Verhandlungen, als der Arbeitgeber gemerkt hat.
00:09:42: Oh!
00:09:43: Ich habe mich damit jemandem angelegt.
00:09:44: Den habe ich jetzt vielleicht ein bisschen in der Stärke unterschätzt aber da kommt jetzt ganz schön Gegenwehr.
00:09:49: nach drei Tagen glaube ich war das Ergebnis dann da.
00:09:52: Kannst du uns mal erklären wie dieses Ergebnis aussieht?
00:09:55: Wer bekommt da wie viel?
00:09:56: Die
00:09:57: tatsächlich die langjährige Mitarbeiter die älter sind und sie werden fast eine große Anzahl von dem Mitarbeit diese zwei hundertvierzigtausend Euro erreicht werden, dann sind zusätzlich die ist zu ca.
00:10:14: twenty-fünf tausend pro
00:10:15: Ägmentalmitglied.".
00:10:17: Wie haben denn deine Kolleginnen und Kollegen, wie haben sie denn darauf reagiert als ihr in dem ersten Moment das Ergebnis eingetütet hattet, den Sack fest zugeschnürt habt?
00:10:27: Und da muss es doch einen Moment gegeben haben wo du auf deinen Kollegen und Kollegen getroffen bist und ihnen das freudig verkunden konntest.
00:10:34: Wie war die Reaktion in dem Moment?
00:10:36: Die Mitarbeiter haben sie gejubelt, weil sie haben nicht gehofft, dass wir so gute Ergebnisse erzielt werden.
00:10:45: Ich glaube das ist eine sehr gute Ergebnis zusammen mit diesem Bonus von der Gemetalmitgliede.
00:10:53: Das ist etwas sehr gut.
00:10:56: Wie ist es denn mit den Beschäftigten?
00:10:57: jetzt seid ihr in Poing?
00:10:59: Poing ist vor den Toren von München.
00:11:02: In München gibt's ja eigentlich recht viel!
00:11:04: Jobs.
00:11:04: haben die ganz gute Chancen, haben die schon was Neues gefunden.
00:11:08: Was kriegst du da so mit bei denen?
00:11:09: Kolleginnen und Kollegen.
00:11:10: Sie werden die Mitarbeiter am Ende des Jahres gekündigt werden, das heißt sie müssen bis mindestens in Dezember arbeiten.
00:11:19: Kollegen momentan suchen sie nicht aber ich habe mich informiert dass es natürlich als Betriebsarzt Vorsitzende ist.
00:11:28: Die jüngeren Leute werden wahrscheinlich so leichter Arbeit finden aber wir haben viele Mitarbeiter die älter als fünfundfünfzig Jahre oder sechszig Jahre alt sind und die werden sie schon schwer haben, insbesondere.
00:11:44: Sie werden nicht so gut bezahlte Jobs weil sie nur in einem Betrieb
00:11:49: sein.".
00:11:50: Sag mal jetzt ist es ja auch so.
00:11:51: also du hast gesagt als ich das Ergebnis erfahren habe, haben sie gejubelt die Beschäftigten?
00:11:56: Also es gibt auf jeden Fall ein lachendes Auge.
00:11:59: Gibt's denn auch ein bisschen ein weinendes Aage wenn schon feststeht, weil viele ja ihre Arbeit gemocht haben, ihre Kollegen und Ende des Jahres ist es vorbei.
00:12:08: Kriegst du da auch was mit?
00:12:10: Der Durchschnitt der Beschäftigten sind siebzehn Komma Sieben Jahre bei uns.
00:12:15: Das heißt das ist die Mitarbeiter, die fast das ganze Leben hier gebracht haben.
00:12:22: Das fällt nicht leicht.
00:12:24: Es sind hier bekannte Freuschaften, das heißt es ist das ganze Leben und es fällt keinen leicht, glaube ich insbesondere die langjährigen Mitarbeiter, dass sich hier troßte gute Abfindung da dieser Arbeitsplatz verloren wird.
00:12:43: Jetzt wart ihr kein Tarif gebohnt in einer Standort.
00:12:45: Ihr wart gerade dabei, so langsam euch zu organisieren.
00:12:48: Ihr wolltet das eigentlich angehen aber ein Großteil war noch kein E-Metallmitglied.
00:12:53: Welche Bedeutung hat die Gewerkschaft oder besonders die E-metal für euch durch diesen Prozess bekommen?
00:12:58: Viele Mitarbeiter auch.
00:13:00: tatsächlich haben sie bitte Zeit, also diese Hoffnung dass der E- Metal ist da, es ist E- Metall unterstützt und er aufklärt.
00:13:10: Das hat uns sehr viel geholfen, auch in der ganzen Prozesse für die neue Mitglieder zu gewinnen und dann am Ende auch die Verhandlungen zu führen.
00:13:24: Diese Zusammenhalten ist schon enorm und der Arbeitjäber ist viel vorsichtiger wenn tatsächlich eine Gewerkschaft im Betriebsanwesen sein ... präsent als ohne.
00:13:41: Simon, vielen Dank, dass du das mit uns so geteilt hast...
00:13:45: Ganz großartig gemacht, großen Respekt!
00:13:47: Ich möchte mich auch so bedanken und ich bedanke mich auch für die Ägymetallmittel, dass man es so gut betreut hatte und immer noch uns
00:13:58: beträgt.
00:14:06: Ey bis zu einer Viertel Millionen haben sie da ausgehandelt?
00:14:09: Ich würde sagen Sie haben wirklich maximal das rausgeholt was man halt irgendwie in so eine Situation rausholen kann, so scheiße diese Situation ist.
00:14:15: Das ist einfach sehr beeindruckend.
00:14:17: Ja, aber hat natürlich am Ende deswegen geklappt weil sie genug ige Metallmitglieder waren um so einen Streik zu organisieren der dem Arbeitgeber richtig wehtut!
00:14:25: Ja, wenn wir hier von Streich sprechen müssen wir vielleicht an einer Stelle nochmal betonen.
00:14:28: Dass in diesem Fall ein Sozialtarifvertrag quasi die Basis für das Streiken war.
00:14:32: Also ihr wisst ja man kann nicht einfach so streiken.
00:14:35: normalerweise kennen wir das aus Tarifrunden werden eben die Friedenspflicht gerade ausgelaufen ist und bevor wieder die nächste anfängt.
00:14:42: da kann man streiken Und als Gewerkschaft kann man aber auch mal in die Trickkiste greifen.
00:14:47: zum Glück also z.B.
00:14:49: In diesem Fall wie wenn eine Werkschließung ansteht dann kann man eben einen Sozialtariff Vertrag aushandeln Und in dem Fall wird ja wie ein Tarifvertrag ausgarnelt und man kann streiken.
00:14:58: Habe ich jetzt ehrlicherweise alles so halb verstanden?
00:15:01: Also, ich habe noch nicht so ganz kapiert, wie man das jetzt macht.
00:15:04: also streikt man jetzt für den Erhalt des Betriebs oder für eine Abfindung Wie entscheidet man das?
00:15:10: Wie macht man es?
00:15:12: Und auch so dass mit dem Sozial-Tarif Vertrag Ja hab' ich verstanden und irgendwie vielleicht können wir nicht so richtig in der Tiefe verstanden.
00:15:21: Ja, ich stimme dir auf jeden Fall komplett zu Christoph.
00:15:23: Ich glaube wir brauchen nochmal einen weiteren Blick hinter die Kulissen als wir es bis jetzt schon getan haben und dafür bleiben wir bei AFFNETT und wir sprechen jetzt mit dem Kollegen der von Gewerkschaftlicher Seite von unserer Seite den ganzen Prozess bei Affnet mitbegleitet hat.
00:15:36: Wenn
00:15:46: ein Standort dicht macht ist das für die Beschäftigten erstmal ein Schock Und dann geht es ganz schnell um die Frage, was lässt sich jetzt noch rausholen?
00:15:53: Genau so war's auch bei Affnet in Pohing.
00:15:55: Die Belegschaft hat gekämpft und gestreigt und am Ende einen ziemlich starken Sozialtarifvertrag durchgesetzt.
00:16:01: Mitgekämpft mit verhandelt hat das auch ein Gewerkschafter der solche auseinandersetzung bestens kennt als Gewerksamstekretär der IG Metall.
00:16:09: Philipp Schlemmer unser Kollege aus der Geschäftsstelle München schön dass du heute dabei bist.
00:16:14: Schön
00:16:14: Philipp dass du da bist!
00:16:15: Ja vielen Dank dass ich hier sein darf
00:16:16: Philipp, erst einmal war ja nicht klar wo eure Reise mit Affnet hingehen.
00:16:21: Also am Anfang habt ihr noch für Tarifbindung statt für einen fairen Abbau gekämpft.
00:16:25: Kam die Ankündigung das der Standort in Poingen schließen soll?
00:16:29: Sehr überraschend für euch.
00:16:31: und wie habt ihr reagiert als ihr es erfahren habt?
00:16:34: Sehr überraschend würde ich nicht sagen, weil die Belegschaft hatte sich tatsächlich in dieser Vorahnung auch organisiert.
00:16:41: Also als wir begonnen haben noch intensiver für Mitgliedschaften für den besseren Orlandgrad zu werben war schon im Raum das dieser Standort gefährdet ist.
00:16:51: Das lag daran dass ein anderer Standort von Aufnett in der Nähe von Magdeburg aufgebaut worden ist riesengroß Riesenkapazitäten und auf der anderen Seite allerdings die wirtschaftliche Lage wie Auslastungen.
00:17:02: Da hat überhaupt nicht gemetzt.
00:17:04: Und das hat schon dazu geführt, dass wir, ich sage mal böse Vorahnungen hatten.
00:17:08: trotzdem der konkrete Zeitpunkt dieses plötzliche in der Meldung, dass jetzt sehr schnell auch der Standort dicht gemacht werden soll Das kann dann doch überraschen.
00:17:18: und wie habt ihr denn reagiert?
00:17:20: Also witzigerweise waren wir du hast es schon erwähnt gerade dabei ja eigentlich Tarifbindung herstellen zu wollen.
00:17:25: Und als mich die Nachricht erreicht hat, war ich mit einem Kollegen Kai Winkler von der Geschäftsstelle grüßig hinaus auch im Streitlokal das wir schon angemietet hatten um quasi für die Tarifbindung die nächsten Schritte der Eskalation zu fahren.
00:17:38: Insofern mussten wir eigentlich nur das Gleis switchen und statt jetzt für die tarifbindung halt für gute Abfindungsbedingungen Sozialtarifvertrag zu kämpfen.
00:17:47: Genau sag einmal!
00:17:48: Jetzt ist ja so wenn man eine Schreckensnachricht bekommt dann ist oft die Reaktion darauf dass man sagt ne Nicht mit uns, wir kämpfen für den Standort.
00:17:57: Das bleibt alles hier so!
00:17:59: Aber bei euch war das ein bisschen anders?
00:18:01: Warum habt ihr euch für eine andere Entscheidung?
00:18:03: Warum sagt ihr, wir wollen einen Sozialtarifvertrag?
00:18:06: Ich glaube, das was du ansprichst ist immer der erste Impuls.
00:18:09: Aber dadurch dass wir die Situation hatten, dass dieses Szenario schon wahrscheinlich war, dass es in Köpfen war konnten wir und haben uns auch auf dieser Szenarie vorbereitet.
00:18:19: Sprich im Diskussionsprozess, in Mitgliederversammlungen, auch auf Betriebsversammlung ganz offen darüber gesprochen... Was sollen wir denn machen wenn diese Szenare eintritt?
00:18:28: Und in dem Fall haben wir eigentlich sehr basisdemokratisch ein Approach gewählt Und die Mehrheit und die absolute Mehrheit, eine deutliche Mehrheit der Belegschaft hat sich dafür ausgesprochen nicht für den Erhalt groß zu kämpfen sondern dafür zu kämpfen was jetzt an guten Paket für einen sauberen Abgang drin wäre.
00:18:49: Also es waren eine demokratische Entscheidung.
00:18:51: aber sag mal was waren denn so die Punkte die jetzt dafür gesprochen haben dass man sagt okay wir machen lieber einen sauberen Schnitt anstatt mir wir kämpfen weiter.
00:18:58: da muss es ja irgendwie also überhaupt auf den Trichter zu kommen.
00:19:03: Was sind da so die Punkte gewesen, die dafür gesprochen haben?
00:19:05: Die Frage, die sich daher mit anstellt ist wo willst du mittelfristig landen?
00:19:09: also wenn Du für einen Erhalt des Standort kämpfst Wo soll das denn landen?
00:19:14: wie soll das dann aussehen?
00:19:15: Und du bist in einer Situation gewesen, wo du wirklich noch eine Verhandlungsmacht hattest.
00:19:20: Du hast Tagesgeschäft in dem Betrieb der Betrieb wurde noch gebraucht die Arbeitskraft wurde noch Gebrauch das heißt in dem Moment hast du noch eine verhandlungs macht.
00:19:28: es ist allerdings so wenn du oft was wir ja leider oft machen müssen dieses auf Raten sterben sag ich mal ganz hart immer ein bisschen weniger da mal zugeschnitten zu machen dass du dich dann mittelfristig in zwei drei Jahren in einer situation findest wo überhaupt kein Druck mehr ausüben kannst.
00:19:43: Und das war den Leuten durchaus bewusst zu sagen, jetzt haben wir noch die Möglichkeit wirklich was Gutes zu verhandeln in drei Jahren eventuell.
00:19:51: Können wir vielleicht auch im Arbeitskampf organisieren und streiken, hätte aber bei Weitem nicht diese Wirkung die es da noch hatte.
00:19:57: Ich glaube das hat damit reingespielt.
00:19:59: Okay ich verstehe also man war in der Situation wo man wusste jetzt geht noch was später schaut's viel schlechter aus.
00:20:06: Jetzt geht noch etwas heißt aber auch irgendwas müssen die Beschäftigten ja trotzdem noch tun um dieses Potenzial was man hat wo man sagt jetzt Um das dann irgendwie wirklich aufs Gleis zu bringen Was mussten denn die Beschäftigten dann machen?
00:20:19: Also wir hatten ja In diesem Betrieb keinerlei Streikerfahrung.
00:20:23: Wir haben uns innerhalb von knapp zwei Jahren organisiert, ja?
00:20:26: Von quasi zwanzig Mitgliedern die irgendwie vergessen haben auszutreten vor ein paar Jahren bis hin zu über achtzig Prozent Orgagrad und natürlich einfach die Strukturen also so einen Arbeitskampf.
00:20:37: das ist gar nicht so einfach wie man sich das vorstellt es ist nichts.
00:20:40: ich sage okay wir gehen jetzt raus und dann funktioniert das.
00:20:43: da brauchst du eine Disziplin da brauchest du Organisationen Infrastruktur Und das alles geht nicht rein über das Hauptamt, sondern das funktioniert nur mit Vertrauensleuten und den entsprechenden Betriebsräten.
00:20:55: Also konkret!
00:20:56: Du musst es dem Augegarten noch weiterhören.
00:20:59: Sag mal aber gibt's dann trotzdem auf dem Weg dahin wenn man auch das Ziel hat?
00:21:03: Es ist eine demokratische Entscheidung.
00:21:05: Aber gibt's doch noch irgendwie auch Konflikte unter die Beschäftigten dass man sagt komm lass uns doch dafür kämpfen oder nein lass uns das Angebot jetzt nehmen.
00:21:13: also jetzt wirds mir zu bunt oder wer weiß... Demokratisch gibt's ja auch immer Gegenstimmen, sind erlaubt.
00:21:19: Wie war das bei euch?
00:21:20: Ja und es war nicht einstimmig.
00:21:22: Auch bis zum Schluss wurde natürlich weiter diskutiert.
00:21:25: du bist in einer Situation großer Unsicherheit am Ende des Tages.
00:21:30: was uns geholfen hat war tatsächlich das Verhalten des Arbeitgebers weil er Pläne in den Raum geworfen hat die für niemanden tragbar gewesen werden.
00:21:39: Das hat den Druck und nochmal die Erkenntnis auch gefördert, es gibt keinen Weg dran vorbei als sich jetzt zu organisieren und jetzt dafür zu kämpfen.
00:21:46: also Budgets die in den Raum geworfen worden sind mit welchen Geld man diesen Abbau handeln will das wäre weit weit weit unter dem gewesen was wir letztendlich verhandelt haben und das hat natürlich auch noch mal geholfen am Ende des Tages.
00:21:59: aber ja natürlich hast du recht es gibt immer Diskussionen die sind auch legitim.
00:22:02: Es ist nicht so dass man sagt jetzt müssen alle eine Richtung laufen und es gibt keine anderen Gedanken, wie erlaubt sind.
00:22:09: So funktioniert das nicht.
00:22:10: Aber was wir geschafft haben mit vielen Gesprächen, mit vielen Diskussionsrunden bei allen Ideen und unterschiedlichen Vorstellungen, das gibt am Ende trotzdem eine Marschrichtung zu
00:22:20: finden.".
00:22:21: Also der Orgagrad ist stark gestiegen von fünftig auf achtzig hast du gesagt?
00:22:26: Jetzt auch mal unabhängig von ARFnet würdest du sagen, dass kann schon einmal mit weniger Orgakrat funktionieren oder Alternativlos, dass das so stark sein muss der Augergrad.
00:22:37: Um so ein starkes Ergebnis am Ende auch rauszuholen.
00:22:40: Also man muss sich klar sein, dass jeder Kollege in einer Situation nicht Mitgliedelige Metall ist.
00:22:47: Einfach das Risiko erhöht.
00:22:49: Hätte es mit siebzig Prozent Auger Grad geklappt?
00:22:52: Vielleicht!
00:22:52: Aber klar ist, dass es eine Schwelle gibt, in dem Moment von Arbeitskampf verpuffen kann.
00:22:57: Wo auch das Potenzial der Spaltung einfach riesengroß ist.
00:23:01: Also wir hatten auch zwei, drei Leute die Arbeiten jang sind.
00:23:03: Gott sei Dank konnten sie nix machen.
00:23:06: aber wenn es halt vielleicht zehn, fünfzehn gewesen wären ich weiß nicht ob wir überhaupt ein Ergebnis erzielt hätten geschweigen einen so gutes am Ende des Tages.
00:23:14: Vielleicht ganz kurz dazu wie viele Beschäftigte arbeiten denn bei Affnet?
00:23:17: Bei
00:23:17: Affnet waren's am Ende dreihundert sechsundvierzig Beschäftigten.
00:23:21: noch
00:23:22: Kommen wir mal zum Arbeitskampf, also ihr wart gut organisiert.
00:23:25: Ihr wart bereit?
00:23:25: Ihr wart vorbereitet?
00:23:27: Was für Aktion habt ihr gestartet?
00:23:29: Wie habt ihr euch organisiert?
00:23:30: Wie war diese intensive Zeit?
00:23:31: Also
00:23:32: dadurch dass wir ja auf dem Weg zur Tarifbindung eigentlich waren und nicht über den Sozialtarifvertrag sprechen wollten hatten wir schon klassisch von mittags pausen aktiven Mittagpausen Warnstreiks auch schon einen Ganztagesstreich durchgeführt.
00:23:43: das war unglaublich wertvoll auch mal in den Spiegel sich vorzuhalten, was funktioniert?
00:23:48: Was funktioniert nicht.
00:23:49: Welche Bereiche brauchen vielleicht noch ein bisschen mehr Motivation?
00:23:53: also um so ein bisschen konkreter zu machen das ist ja ein Logistikbetrieb.
00:23:57: Wir hatten einen Pickbereich.
00:23:58: also sprich du hast den Warn-Eingang und aus dem Warnausgang in der Mitte hast du den Pickbereich wo alles kommissioniert wird.
00:24:03: Da hatten wir schon einen Beteiligungsproblem.
00:24:05: dann wussten wir okay da müssen wir nochmal genauer reingehen.
00:24:08: Also auch das was wir manchmal so als kleine Hürde oder Hausaufgabe sehen Einwahnstreik, noch ein Warnstreik und Tagesstreik.
00:24:16: Das ist eine unglaublich wichtige Erfahrung auf dem Weg dorthin.
00:24:19: um überhaupt zu überprüfen.
00:24:20: Ein Test für sich zu haben kann ich dann auch die ganze Strecke gehen.
00:24:25: Du hast gesagt Logistikbetrieb.
00:24:26: in einem Gespräch vorher hast du schon mal bei uns erwähnt ja das sind oft besonders Streik starke Betriebe mit denen kann man oft viel durchsetzen.
00:24:34: kannst du nochmal erklären woran es liegt?
00:24:36: Du hast halt einen Flaschenhals durch die Logistika letztendlich wenn die steht dann hast du eine große, große Wirkung auch über den Betrieb hinaus.
00:24:47: Du hast ja vorhin gefragt, kannst du mit weniger Orgagrad?
00:24:50: Kannst du auch mit kleineren Teilen der Belegschaft etwas durchführen?
00:24:55: Bei der reinen Analyse ob ich Druck ausüben kann.
00:24:58: würde ich dir sogar zustimmen oder würde mich die Frage leicht mit Ja beantworten.
00:25:02: Es gibt auch Möglichkeiten und Konstellation von Betrieben wo ich mit einer kleineren Gruppe oder nicht.
00:25:10: Die anderen Probleme haben wir erwähnt von wegen Spaltungspotenzial etc.
00:25:14: Bei einem Logistikbetrieb ist das nochmal ganz stark, weil da ein Zahnrad ins andere greift und sobald es irgendwo stockt – ich habe es vorhin erklärt war ein Eingang wenn da nichts reingeht – dann hast du schon da einen Stock.
00:25:26: Wird nicht kommissioniert hast du die nächste Säubruchstelle?
00:25:29: Geht nix raus?
00:25:30: Dasselbe!
00:25:31: Insofern ist das ein glücklicherweise für uns Streik anfälliger Betrieb gewesen.
00:25:36: Du hast da die Leute, ja du hast das mit organisiert.
00:25:39: Du hast immer wieder angeschubst und die mitgerissen.
00:25:43: aber es sind auch die Betriebsräte und auch die Vertrauensleute, die einen essentiellen Part spielen bei dieser Geschichte gerade wenn's um Aktionen und Mobilisieren geht.
00:25:53: Du hasst auch die Zusammenarbeit in dem Betriebesrat als zwei Zahnräder beschrieben, die einander greifen.
00:25:58: was hat die Zusammenbeit jetzt mit diesem Betrieb so genial gemacht für dich?
00:26:03: Also genial ist da wirklich das Stichwort sofort unterstreichen und unterschreiben, also allein als wir in den Streik startet sind.
00:26:12: Da hatten wir es schon ganz klar organisiert in der Woche vorher, dass eigentlich kaum gearbeitet wurde.
00:26:18: Also das war wirklich so eine Art Bummestreik, darf man ja nicht zu laut sagen.
00:26:22: Muss ein Zufall gewesen sein.
00:26:24: Muss ein Zufall.
00:26:25: irgendwas war in der Woche, keine Ahnung aber schlechte Schaune warum auch immer?
00:26:28: Also wirklich das du schon in der Woche vorher In der Logistik sprichst du von einem sogenannten Backlog also Ware die hätte schon rausgehen müssen Aber nicht rausgegangen ist und sich stapelt.
00:26:38: Auch ohne den Streik hat man das vorher schon organisiert Und das kann kein Hauptamtlicher Das können nur die Leute im Betrieb auch tatsächlich des Händeln von Vorgesetzten Die meinen jetzt Druck ausüben zu müssen sagen hey Freunde, es geht hier um eine Betriebsschließung.
00:26:52: Die Leute verlieren ihre Zukunft.
00:26:54: Warum hast du denn jetzt die Idee, die Leute da anzutreiben?
00:26:58: Um sie noch zu pushen, dass sie jetzt fleißig arbeiten müssen.
00:27:00: Solidarisier dich doch bitte!
00:27:02: Das haben die gemacht haben und natürlich ich habe nicht selber irgendwie vierhundert Gespräche geführt um diesen Orgel grad zu erzielen.
00:27:09: das waren die Kolleginnen und Kollegen selbst und das ist immer die Lösung.
00:27:13: also am Ende des Tages die betrieblichen müssen das machen.
00:27:16: Am Ende stand der Sozialtarifvertrag, den ihr erstreikt, erstritten habt.
00:27:22: Wir sprechen immer so wie selbstverständlich drüber.
00:27:25: aber jetzt sage mal was ist denn eigentlich ein Sozialtariff Vertrag und wann kann man das?
00:27:30: Wann kann man diese Karte spielen?
00:27:32: Also von der Definition her würde ich erstmal sagen du hast ja betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeiten bei einem Interessenausgleich im Sozialplan beim Sozialplan die Nachteile auszugleichen wie beispielsweise klassisch durch Abfindungen.
00:27:46: Aber es gibt ja die Rechtsprechung, die auch sagt solche Bestandteile können auch durch Tarifvertrag verhandelt werden.
00:27:52: Und das ist das wo wir von einem Sozialtarif Vertrag sprechen.
00:27:55: Der Vorteil ist ganz klar du hast halt eine andere Verhandlungsmacht.
00:27:58: Wir als Gewerkschaften haben die Möglichkeit durch die Forderung nach einem Sozial-Tarif Vertragen mit dem Mittel des Streiks ganz anderen Druck zu entfahren Und die Voraussetzungen müssen aber natürlich dann entsprechend dafür da sein, dass du auch durchsetzungsfähig bist.
00:28:11: was wir schon angesprochen haben.
00:28:13: Das sind die Vorasetzungen und das ist auslös, dass man sagt ab da kann man einen Sozialtarifvertrag fordern sobald es um Verlagerung, sobalds um Entlassungen, Schließungen geht?
00:28:22: Also
00:28:22: das wäre klassisch der Fall wobei ich würde es tatsächlich ein bisschen eingrenzen.
00:28:26: also muss natürlich eine saubere Analyse machen Was hast Du für Durchsetzungsmöglichkeiten?
00:28:30: Aber rechtlich gesehen ja all diese Bestandteile, die Du hast kannst Du auch über Vertrag regeln und dementsprechend einen Sozial-Tarifvertrag packen.
00:28:39: Es gibt auch andere Möglichkeiten, wir hatten die Situation, wir haben noch kein Tarifvertragespräch, es ging eigentlich nur darum über den Streik jetzt ein gutes Paket zu basteln.
00:28:47: Du kannst natürlich auch Konzession machen.
00:28:50: du kannst auch mal was hergeben wenn du schon im Tarif gebunden bist um dann vielleicht Investitionen zu fördern also eine bedingungsgebundene Arbeit mit Tarif verträgen.
00:28:59: das haben wir einmal Zukunftstarifvertragen genannt.
00:29:02: aber es geht ja einfach darum zu sagen dass was Gewerkschaften in unserem System bieten, nämlich die Möglichkeit des Arbeitskangst.
00:29:08: Man muss ja gar nicht mal durchgeführt werden, sondern einfach dieses Droh-Potenzial und die Stärke dadurch das man sich organisiert, dass man die auch in viele andere Bereiche einfließen lassen kann.
00:29:18: Jetzt wenn man es so anschaut auf der Palette der Tarifverträge gibt's da eine weite Spanne eigentlich?
00:29:23: Da denkt man Tarifbindung, Flächentarifvertrag, das ist so das A und O, da will man hin, da wolltet ihr ja eigentlich auch hin Den Sozialtarifvertrag.
00:29:32: Ist es so am ganz anderen Ende oder ist der mehr als nur ein notwendiges Übel eigentlich, dass man sagt ja bevor gar nichts geht geht er?
00:29:39: Das ist eine sehr spannende Frage.
00:29:41: also natürlich ist erstmal die Bindung an den Flächentarifvertrages unser Ziel.
00:29:46: auch das wo wir versuchen die ordnungspolitische Funktionen von Tarifverträgen ergibt sie ja dadurch dass wir sagen kein Wettbewerb einfach über schlechtere Arbeitsbedingungen.
00:29:54: insofern würde ich sagen ist das schon so.
00:29:57: das Ziel und das Zielbild was wir haben.
00:29:59: auf der anderen Seite Störe ich mich ein bisschen an dem Bild ganz sagen auf der ganzen anderen Seite nur so zu Not weil die Anforderung und das was es mit einer Belegschaft macht.
00:30:08: Mal wirklich nicht nur in jetzt mal auch anführungsstrichen wenn ich quasi nur in der Flächenbewegung bin und dann alle zwei Jahre im Teil eines großen großen.
00:30:16: also unglaublich wichtig versteht mir nicht falsch.
00:30:18: aber der Bezug von meinem eigenen Beitrag meinem eigenen aktiv sein zu dem was rauskommt.
00:30:24: Das hast du natürlich bei einem sozialen Vertrag oder Hausverträgen, der es ja auch in dem Fall ist viel stärker.
00:30:30: also der Bezug zur gewerkschaftlicher Organisation Aktivität.
00:30:33: Was macht das mit meinen Arbeitsbedingungen?
00:30:35: Ist halt sehr ersichtlich.
00:30:36: okay Die Wirkmächtigkeit ist immer viel deutlicher sichtbar als wenn du einer von ganz vielen Betrieben bist, die in den Streik gehen.
00:30:44: Jetzt sag einmal was sind denn dann so typische Fehler?
00:30:46: Also wenn man so wirkmächtig ist muss man ja eigentlich auch alles richtig machen!
00:30:49: Was sind denn deine so typischen Fehler in so einer Situation wo es um einen Sozialtarifvertrag geht... ...die Betriebsräte und Beschäftigte vermeiden sollten in so eine
00:30:56: Situation?!
00:30:57: Also ganz gefährlich ist natürlich das Zwischenstände, dass vermeintlich schon attraktive Pakete schnell kommuniziert werden und dadurch quasi es so wirkt als ob man schon nah dran ist an der Geschichte.
00:31:11: Aber es ist immer erst dann fertig wenn das komplette Paket steht.
00:31:14: Und die Gefahr ist natürlich immer, dass der Arbeitgeber zum Zeitpunkt kommt und sagt ja diese Abwendungsfaktoren würde ich jetzt anbieten und die streiken immer noch weiter also diesmal die Spaltung verhindert.
00:31:25: letztendlich zusammengefasst.
00:31:26: Das ist glaube ich eine der gängigsten Probleme und Fehler die man da haben kann, dass man zu früh nachlässt wenn man vielleicht auf einen guten Weg ist dann aber das Paket nicht zumindest in der Qualität fertig schnüren kann.
00:31:39: Im Sozialtarifvertrag immer nur zum Schluss um die Abfindung oder sind auch andere Faktoren wichtig?
00:31:44: Du kannst da auch Beschäftigungssicherungen verhandeln du kannst auch sagen dass bestimmte Teile oder Arbeitsplätze erhalten bleiben.
00:31:53: Das ist das, was ich vorhin meinte mit diesem Zukunfts-Tarifverträgen.
00:31:56: Also ob man sagt auch wenn du schon Tarifbindung hast, was hergibst und dann aber eine Zukunftsperspektive dadurch aufmacht... Es ist ja immer schwammig von den Begriffen oder die fließen ja ineinander.
00:32:07: Wir haben ja mittlerweile ein bisschen unverständlich vom Ergänzungshaus Sozial-Zukunftstarifvertrag.
00:32:13: Das sind ja erst mal rechtlich keine harten Begriffe sondern die fliesen ja je nachdem für wen und was sie regeln.
00:32:21: Aber ja, du kannst da durchaus auch ganz andere Geschichten regeln.
00:32:24: Wir haben jetzt viel von Sozialtarifverträgen gesprochen und wir haben auch viel davon gesprochen dass ihr konkret mit diesem Arbeitskampf bei AFNET ein sehr starkes Ergebnis rausgeholt habt.
00:32:33: Sag mal Philipp wie sah denn das Ergebnis aus was ihr bei AFnet für die Beschäftigten heraus geholt habt?
00:32:39: Also es ist natürlich ein komplexes Tarifwerk am Ende des Tages, wo du mehrere Tarifverträge hast.
00:32:44: Auch Betriebsvereinbarungen die dann zeitgleich geschlossen werden.
00:32:47: aber dass man am Rande mal ein paar harte Fakten.
00:32:51: erstmal der Topf an Geld was letztendlich aufgewendet wird.
00:32:54: er war halt deutlich deutlich größer als das was der Arbeitgeber ursprünglich veranschlagt hatte.
00:32:58: Er wollte mein neun Millionen dafür ausgeben.
00:33:00: wir sind dann sechzig Millionen geworden.
00:33:02: Es gab natürlich diese klassischen Abfindungsfaktoren, also Jahre Betriebszügigkeiten.
00:33:07: Mein Endgeld, mein Boto-Endgeld mal Faktor X. Den haben wir dann auf bis zu zwei Komma Zwei hoch gepusht was in der Grundabfindung war.
00:33:16: aber da gibt es noch ganz viele andere Geschichten die man reingeholt haben logischerweise Sozialzuschläge für Menschen mit Schwerbehinderungen, mit Kindern.
00:33:24: Alleinerziehende solche Geschichten.
00:33:27: Dem Arbeitgeber war es sehr wichtig dass dieser Laden weiter läuft bis Ende des Jahres.
00:33:32: Das heißt da haben wir natürlich uns das auch noch mal was extra kosten lassen.
00:33:35: Da gibt's nochmal extra drei Monats Gehälter dafür, dass bestimmte KPIs erreicht werden.
00:33:40: und was natürlich das Ding wirklich geil macht am Ende des Tages trotz der Tatsache dieses geschlossen wird ist Dass wir es geschafft haben beim US-amerikanischen Konzern, ein Mitgliederbonus von individuellen Geben, um ca.
00:33:52: zu viel Euro mit reinzufahren und das macht halt den Kohl richtig fett!
00:33:57: Was waren denn so maximale Höhen?
00:33:58: Kannst du uns das mal überschlagen?
00:33:59: was hat man so maximal rausbekommen.
00:34:01: vielleicht jemand der schon ein paar Jahrzehnte da gearbeitet hat?
00:34:04: Also
00:34:04: genau, es gibt auch eine kleine Deckelung die auch einige betrifft ist allerdings sehr hoch.
00:34:09: also wir reden ja hauptsächlich von Lagermitarbeiterinnen und Mitarbeitern die im Schnitt Tatsächlich sehr wenig verdienen, so um die drei tausend Brutto.
00:34:17: In der Nähe von München kommt es damit in der Regel nicht weit.
00:34:19: viele haben zwei Job und die gehen raus wenn du alle Komponenten zusammenziehst mit dir bis zu zweihundert siebzigtausend Euro.
00:34:27: Habt
00:34:27: ihr mal ausgerechnet wieviel würde das ausmachen vielleicht für Beschäftigten wenn man das mit einer Lohnvorzahlung vergleichen würde?
00:34:32: Wie lange kommen die damit über die Runden?
00:34:34: also wir haben tatsächlich habe ich da mal ein bisschen statistisch rumgespielt im Schnitt bekommen die Lass mich noch mal genau nachdenken, ich glaube es waren drei Komma sieben Jahre ihre Gehälter umgerechnet weitergezahlt.
00:34:47: Das schafft schon ein bisschen Sicherheit.
00:34:49: aber auch das haben wir im Arbeitgeber natürlich am Diorn gehauen.
00:34:51: Schau her in welcher Zeit du diese Veranstaltung hier betreibst?
00:34:55: Es ist nicht so dass um die Ecke wieder drei andere Arbeitgebers warten die mit Handkuss nehmen.
00:35:00: Das sind ja schwierige Zeiten und da haben wir es immerhin geschafft ein bisschen Puffer zu organisieren.
00:35:05: Okay, verstehe aber nicht schlecht!
00:35:07: Vor allem wenn du einen Nebenjob schon hast dann kannst du ja irgendwie sagen.
00:35:10: also auf der Seite bin ich schon mal sicher da kann ich den Nebenjob ein bisschen ausweiten.
00:35:13: Erzähl uns doch mal wie geht es denn jetzt vielleicht mit einzelnen Affnettbeschäftigten so weiter?
00:35:18: Bist du noch mit denen Kontakt?
00:35:20: weißt Du wie's denn geht?
00:35:21: Ja
00:35:21: ja doch sind sehr viel Kontakt natürlich.
00:35:24: viele haben inhaltliche Nachfragen.
00:35:26: Wie ist das genau geregelt?
00:35:27: Es ist nicht ganz trivial in der Ausgestaltung der Verträge.
00:35:32: Ich möchte, und das haben wir mit den Betriebsräten schon auch geklärt natürlich jetzt ein bisschen begleiten.
00:35:37: Auch den Übergang zur Wahrheit gehört auch dass es viel Geld aber viele Menschen hatten noch nie so viel Geld einmal auf der Hand.
00:35:43: Auch das ist eine Herausforderung damit adäquat umzugehen vor allem wenn ich darauf angewiesen bin dass sich damit ein bisschen länger vielleicht haushalten muss.
00:35:51: also wir versuchen über Betriebseelsorgehör Lohnsteuerhilfe, Vereine etc.
00:35:58: da ein bisschen Begleitung zu geben.
00:35:59: das können wir als Gewerkschaft nicht komplett selbst leisten sondern unsere Aufgabe aber versuchen jetzt die Rahmenbedingungen mit Partnerinnen und Partnern so gut wie möglich Unterstützung zu bieten.
00:36:10: Das Ergebnis war jetzt sehr gut bei AFNIT.
00:36:13: Gebt uns doch mein Gefühl im Vergleich zur anderen Sozialtarifverträgen die du schon so ausgehandelt hast.
00:36:16: Wie stehen die so?
00:36:17: Da ist das so eigentlich doch normal und wir denken, wow oder ist es schon sehr außergewöhnlich.
00:36:23: Also ganz häufig verhandelst du ja solche Sozialtarifverträge aus einer Position der Schwäche heraus weil du wirklich gar nicht so große Druck ausüben kannst und weil auch wenig Geld da ist.
00:36:34: von dem Betrieb geht's auch insgesamt gut.
00:36:36: das heißt es war auch was zu verteilen da.
00:36:38: dementsprechend würde ich schon sagen ja das ist eine der besten Geschichten vor allem auch wegen diesem Mitgliederbonus die uns da gelungen ist.
00:36:45: also Es ist ein bisschen zufrieden.
00:36:48: Wir haben immer noch eine Betriebsschließung, es ist immer noch ne... Sorry für die Wortwahl, ne Scheißsituation am Ende des Tages, ja?
00:36:54: Als wir nach diesen langen Verhandlungen in der Nacht dann in den Betrieb kam, da gab's stehende Ovation tatsächlich und das hast du selten also ich hatte es noch nie.
00:37:04: Und das sind Situation wo die Menschen hier an Arbeitsplatz verlieren.
00:37:08: Und ich glaube in diesem Bild wird sehr deutlich was das mit den Menschen gemacht hat dieses Ergebnis.
00:37:13: Eine große Erleichterungen in diesen schwierigen Zeiten.
00:37:17: Wir müssen ja auch mal ehrlich sein als Gewerkschaft, es ist nicht immer alles gut am Ende.
00:37:22: also ne?
00:37:23: Es gibt einfach die Situation und es gefällt das auch nicht dass Standorte schließen.
00:37:26: wir wollen immer Arbeitsplätze erhalten.
00:37:29: Das ist unsere DNA.
00:37:31: Wie sieht denn ein schlechter Sozialtarifvertrag aus und wie kommt es dazu?
00:37:35: Es ist tatsächlich schwierig da so eine Bewertungsmatrix irgendwie jetzt aufzumachen.
00:37:40: Die Frage die ich mir immer stellen würde ist Bringst du dich in eine Situation, wo du was verändert?
00:37:44: Wo du was für die Kolleginnen und Kollegen trotz dem schlechten Fahrwasser zum Positiven veränderst?
00:37:50: oder bringst du Dich in eine situation, wo Du jetzt im zwei jahren letztendlich die gleiche debatte nur aufgrund schlechterer Rahmenbedingungen wieder führen wirst.
00:38:00: Und das ist natürlich immer hart weil manchmal ist es diese jetzt vielleicht besser sogar früher stärker in den Konflikt zu gehen, auch wenn vielleicht die Konsequenzen noch gar nicht so groß sein, obwohl es vielleicht noch gar nichts so beschlossene Sache ist.
00:38:15: Aber mit ein bisschen Voraussicht glaube ich bringen wir uns manchmal in die Situation später unter schlechteren Bedingungen etwas Schlechteres abschließen nur weil wir die Hoffnung haben dass das jetzt ja noch vielleicht einen guten Miteinander länger gehen könnte.
00:38:30: Ist zumindest oft was wir erleben.
00:38:32: Ich habe es vorhin so Sterben auf Raten genannt Aber am Ende des Tages müssten das die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb ihr auch selbst entscheiden.
00:38:39: Also Tarifkonflikte und jetzt auch besonders Sozialtarifverträge, wo es denn ja oft um die Abwicklung geht ist eine emotionale Kiste.
00:38:46: da geht's ja um Lebensrealitäten, Kolleginnen und Collegen.
00:38:50: gibt es einen Moment aus eurem Arbeitskampf bei Affnet der dir besonderes Erinnerung bleibt
00:38:55: als wir am dritten Tag und das war ja schon der Tag an dem wir dann nach langen Verhandlungen Ergebnisse zielt haben und mit diesem Eckpunkte-Papier rausgekommen sind im Betrieb.
00:39:05: Das waren zwei, drei Uhr nachts oder sowas.
00:39:08: Und dann standen da echt noch viele Kolleginnen und Kollegen, weil sie mitbekommen haben, ah!
00:39:12: Die ist nicht nach zwei Stunden fertig sondern scheinbar geht da heute was... ...und da war auch dieses Bild.
00:39:18: Da brennt die Feuertonne.
00:39:19: Da sitzen die Streikposten vor dem Betrieb.
00:39:22: Wir wollen wissen, was es da passiert?
00:39:24: Als wir die ersten Punkte und die Ecke hatten, dann den vorgestellt haben, die da noch waren.
00:39:31: Erleichterung in den Gesicht, wenn du ihn gesehen hast.
00:39:33: Das war schon ein Moment, den ich sehr lange noch mit mir tragen
00:39:37: werde.
00:39:37: Ja!
00:39:38: Das ist wirklich sehr, sehr schön.
00:39:40: Vielen Dank, dass du das mit uns geteilt hast Philipp.
00:39:42: Danke, dass ihr da ja so... bitterlich gekämpft habt und viel Erfolg noch weiter auch bei der Unterstützung von den Kolleginnen und Kollegen.
00:39:49: Und danke, dass du diesen Moment möglich gemacht hast!
00:39:51: Danke euch aber auch an der Stelle.
00:39:53: diese Dankeschöne muss ich weitergeben an alle Betrieblichen.
00:39:56: die haben das wirklich möglich gemacht.
00:39:58: wir können dann nur begleiten.
00:39:59: Vielen Dank, dass ihr hier sein dürfte hat Spaß gemacht und alles Gute euch.
00:40:11: Ja erst mal ein richtig geiler Typ der Philippe.
00:40:12: Aber jetzt muss man auch sagen Wo wir jetzt so gesprochen haben ist mir irgendwie so Licht aufgegangen.
00:40:19: Wow Du hast was gelernt Christoph.
00:40:21: Wow, das ist eine schöne Überraschung für alle.
00:40:24: Ja
00:40:24: ich muss auch sagen mir ist es selber ein bisschen peinlich dass ich da ja jetzt erst drauf gekommen bin.
00:40:28: aber ich habe halt immer gedacht wenn wir in so ne Auseinandersetzung gehen mit dem Arbeitgeber weil er den Standort schließen will dann ist das beste Ergebnis dass wir den standort erhalten.
00:40:38: Aber das muss gar nicht so sein Das muss ja gar nicht das beste Ergebnis sein.
00:40:42: Ja also natürlich unser erste Ziel Arbeitsplätze zu sichern Standorte zu halten das also nur klar Standort erhalten ist eine gute Sache.
00:40:49: Aber muss halt schon auch dazu sagen, dass man dafür halt oft was auf den Tisch legen muss.
00:40:53: Dann werden irgendwie Ergänzungs-Tarifverträge abgeschlossen.
00:40:56: Da ist dann vielleicht der Fall das man zum Beispiel mehr arbeiten muss, da für keinen Loonausgleich bekommt... Das ist halt die eine Seite!
00:41:03: Es kann aber auch wie jetzt in dem Fall wir gesehen haben wirklich Gratsam sein, wenn man sieht hey das ist ein Sterbaufraten so wie Philipp das gesagt hat.
00:41:10: Dann lass uns jetzt hier einen sauren Stundit machen und am Ende ist dann halt mehr Geld noch da zum verteilen.
00:41:16: Cool fand ich halt bei der Geschichte dass diese Option auf dem Tisch lagen und sie dann demokratisch abgestimmt haben und gesagt haben ja okay welchen Weg wollen wir jetzt gehen?
00:41:24: Abgestimmt habe sich dann gemeinsam demokratischer Einweg entschieden haben.
00:41:27: Das fand ihr echt cool!
00:41:28: Ja das fand ich auch total einprägsam.
00:41:31: Mir ist ja auch eine Licht aufgegangen Oder weiß ich nicht, sagen wir mal.
00:41:34: Mir ist eine Zahl sehr stark so im Kopf hängen geblieben.
00:41:38: Die zweiundvierzigtausend Euro.
00:41:40: Du denkst natürlich direkt ans Geld?
00:41:41: Nein ne andere Zahl!
00:41:42: Ja gut willkommen im Kapitalismus können wir eben auch nach den Spielregeln spielen.
00:41:47: Das stimmt aber halt nur wenn da eine andere Zahl stimmt und das ist die des Orga-Krades also wie viel Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb am Ende immer Teilmitglieder sind.
00:41:57: Stimmt wo lag die bei Auffnitz dann nochmal?
00:41:59: Wenn kein Eure Zeichen dahinter steht kannst du es dir nicht merken.
00:42:02: Ja, die war bei achtzig Prozent am Ende.
00:42:04: Das ist stabil.
00:42:06: und ja, am Ende konnten sie halt auch nur so einen wirksamen Streik durchsetzen.
00:42:10: sich weh an und das ist in dem Fall nicht nach den Regeln des Kapitalismus Christoph.
00:42:15: Man könnte sagen vielleicht sind die Regeln der Solidarität?
00:42:18: Oh!
00:42:18: Das hast du aber schon gesagt finde ich.
00:42:21: Aber damit ist es irgendwie klar.
00:42:22: was ihr jetzt draußen tun könnt werdet ihr mit Heimatglied sagt auch in Kolleginnen und Kollegen, dass sie Metall mit Glieder werden sollen.
00:42:30: Denn also nur wenn man diese gewisse Stärke hat kann man im Fall des Volles, wenn es alles scheiße aussieht, kann man sich richtig effizient... ...kann man sich wirklich effektiv wehren!
00:42:38: Ja und falls ihr es nicht wusstet das kann man sehr einfach online machen.
00:42:41: Also guckt mal die Show Notes.
00:42:42: da packen wir euch den Link rein ist wirklich einfach.
00:42:45: Und in die Show notes würde ich sagen packen war euch wieder unsere E-Mail Adressen rein.
00:42:49: Wenn ihr uns Feedback geben wollt oder sagt ey das ist ein Thema darüber müsst ihr unbedingt mal sprechen.
00:42:55: Schreibt uns doch einfach.
00:42:56: Ja, ihr könnt uns auch einen Kommentar da lassen auf den verschiedenen Plattformen und vergesst auf keinen Fall den Podcast zu abonnieren falls ihr das nicht schon längs getan habt.
00:43:03: Und ja wenn es euch gefällt dann könnt ihr natürlich auch mal eine gute Bewertung abgeben bei Spotify oder Apple Music oder wie das alles heißt.
00:43:13: Stimmt genau so heisst das alles!
00:43:15: Das würde bei uns sonnige Gefühle erzeugen und wir wünschen euch jetzt auch einfach sonnigetage bis
00:43:20: zum nächsten Mal.
00:43:21: Das ist euch
00:43:22: gut gehen.
00:43:23: Ciao.
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