Spezial: Arbeitsplätze retten – so kämpfen wir für den Standort
Shownotes
Unternehmen schließen Werke, verlagern Stellen, bauen Arbeitsplätze ab: Auto, Stahl, Maschinenbau – der gesamte Industriestandort Deutschland ist in Gefahr. Aber was bedeutet das für uns als Gewerkschaft? Im neuen Podcast „Weil Du zählst“ der IG Metall, sprechen wir darüber. Christoph stellt Eure Fragen rund um das Thema Standort und Industrie Christiane Benner und Jürgen Kerner. Die Erste Vorsitzende und der Zweite Vorsitzende erklären, wie die Politik auf die unvorhersehbare Zollpolitik der USA unter Trump und die Überkapazitäten aus China reagieren muss, in welche Bereiche Betriebe stärker investieren sollten und wie das Auto der Zukunft aussieht – und wie wir sicherstellen, dass es hier produziert wird.
Weil Du zählst! Der IG Metall Talk: Der Der IG Metall Video-Podcast mit Deinen Themen! Was bewegt Dich momentan? Was macht Dir Sorgen, was gibt Dir Hoffnung? Wir haben über unsere Social-Media-Kanäle und Verteiler gefragt, wo es bei Euch gerade brennt. Ihr habt uns geantwortet und wir haben uns zusammengesetzt, um über Eure wichtigsten Themen zu sprechen.
Das Video zur Folge findest Du hier: www.youtube.com/igmetall
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir haben so viel Know-how hier, wir können und müssen das hier schaffen.
00:00:03: Wir brauchen die Ladeinfrastruktur.
00:00:05: da hat sich viel Gitarrengras in den Ballungsräumen aber es muss auch bezahlbar sein.
00:00:10: Und wenn am Schluss vor dem Iran Krieg der Diesel billiger war als der Ladestrom dann ist findet ein Fehler.
00:00:17: So ein
00:00:17: Unternehmer kann halt weggehen.
00:00:19: meine Leute bleiben hier mittelständler Handwerker die bleiben hier die müssen hier produzieren.
00:00:30: Hallo und herzlich willkommen bei Weil du zählst.
00:00:32: Und heute wollen wir über den Industriestandort Deutschland sprechen, wie wir ihn wieder nach vorne bekommen.
00:00:38: Das ist ein Thema das euch ganz massiv interessiert.
00:00:41: Da habt ihr uns unzählige WhatsApp-Nachrichten, Mails oder Kommentare bei Social Media geschrieben.
00:00:47: Jetzt schreibt doch am besten gleich mal in die Kommentare am Anfang welcher Aspekte euch da besonders interessieren denn vielleicht sprechen wir heute schon drüber.
00:00:55: aber ansonsten das nächste Mal soll dir ein Format sein dass wiederholen, dass das dauerhaft kommt und am besten ist natürlich ihr abonniert den Kanal gleich.
00:01:06: Dann verpasst ja die Folge auch nicht.
00:01:08: aber jetzt wollen wir gleich anfangen über den Standort zu sprechen und dafür haben wir die komplette Expertise hier und zwar wir haben Christiane Benner unsere erste Vorsitzende, Jürgen Kerner unseren zweiten Vorsitzenden.
00:01:19: Schön, dass ihr wieder dabei seid!
00:01:21: Hallo!
00:01:22: Wenn ich auf der Straße unterwegs bin, früher kannte ich jede Automarke.
00:01:25: Wie würdest du das sagen jetzt?
00:01:26: Wie würdest du das einschätzen?
00:01:27: haben wir da schon den Anschluss verpasst
00:01:29: in China?
00:01:29: Das war echt sehr interessant.
00:01:32: erstmal weil Da gingen mir das auch so.
00:01:34: also Du siehst erst mal viel mehr E-Autos Elektroautos als bei uns Weil er kann sich dort an grünen Nummern schildern erkennen und die anderen die mit Verbrennungsmote haben blaue Nummer Schilder.
00:01:44: China hat sich das Ziel gesetzt bis zwanzig dreißig achtzig Prozent Elektro oder die nennen es immer Stecker-Elektro, also auch Plugins.
00:01:51: Die sind da etwas flexibler was diese Betrachtung anbelangt.
00:01:55: dafür haben wir uns jetzt ja auch eingesetzt als EGMetal auf der europäischen Ebene.
00:01:59: dass wir das hier auch so definieren.
00:02:00: reden gleich nochmal darüber und du siehst da zahlreiche Firmen.
00:02:04: das ist Wahnsinn!
00:02:05: Da gibt's ungefähr hundert Auto Hersteller.
00:02:09: alle gehen davon aus.
00:02:10: das wird sich auch noch mal sortieren.
00:02:12: ich würde nicht sagen, dass wir den Anschluss verloren haben.
00:02:16: Es geht um folgende Punkt – es geht um im Kern was ist mit Batterientechnik?
00:02:20: Was ist mit dem Thema autonomes Fahren und alles rund um die Digitalisierung im Fahrzeug?
00:02:26: Was geht aber sozusagen auch alles das wie man auf die Kundenwünsche eingeht?
00:02:31: Das ist in China ein Stück anders als hier.
00:02:34: Deswegen ist es ganz gut, dass die Firmen da sind.
00:02:37: Was ich einen krassen Unterschied fand!
00:02:40: Und das ist aber etwas, was wir hier könnten.
00:02:42: Der Programmierer, der Coder setzt sich sozusagen gleich einen Schritt weiter in das Fahrzeug.
00:02:51: Also die simulieren dann... Du hast dann halt Lieder, du hast Radare, du hasst das Lenkrad und du hast diese ganzen Displays.
00:02:58: Und er
00:02:59: guckt
00:02:59: ob das was er programmiert da auch funktioniert?
00:03:03: Das heißt, sie simulierten viel schneller und effizienter.
00:03:06: Und können dann wieder einen Schritt zurückgehen, können ihre Programmierungen wieder umstellen, können die Dinge wieder neu machen.
00:03:11: Das heißt sie haben einfach die Abläufe schlanker aufgebaut war mein Gefühl als bei uns.
00:03:16: und die geben viel mehr Kompetenz in die Teams rein weil die die Ideen haben und da sehr gut diese ganzen Arbeitsprozesse steuern können.
00:03:25: also das ist gefühlt es läuft sozusagen viel.
00:03:27: selbst gesteuert hat.
00:03:29: ich habe der ganze Herrschaden von Programmierern gesehen, die aber dann gleich mit den Produktionen, also die industrialisieren einfach sehr schnell die Software um es mal einfach zu sagen und das wird ja mit einer der entscheidenden Punkte.
00:03:44: Das ist ja warum muss man auch mal sagen Tesla so lange so erfolgreich war weil sie haben ihr Auto um die Idee der Software rumentwickelt Und auch Weiterentwicklung der Batterientechnologie und natürlich noch ein paar Gussverfahren innoviert.
00:03:59: Okay, aber deswegen ich bin da gar nicht so pessimistisch sondern ich sage mal wir sind an dem dran was da gemacht wird und wir müssten glaube ich dann auch hier einfach schneller werden mit bestimmten Entscheidungen Dinge weiterzuentwickeln zu lernen Fehler auszumerzen.
00:04:21: Das können wir hier ja auch.
00:04:25: Wir müssen schneller Innovationen dann auf die Straße bringen, wenn du dir jetzt in zehn Jahren neues Auto kaufen würdest?
00:04:30: Was müsste da drin sein?
00:04:31: oder was meinst du?
00:04:32: wie muss das Auto in zehn jahren aussehen damit es interessant ist?
00:04:36: Was muss da alles sein?
00:04:36: Wie sind sie in
00:04:37: zehn Jahre?
00:04:38: In zehn Jahren möchte ich mich in den Autos setzen will eigentlich gar nicht mal lenken sondern will wenn ich müde bin schlafen will wenn ihr mir holen willst ein film angucken und will vielleicht im Endeffekt irgendeinen Video Chat mit jemandem machen, mit dem ihr unterhalten willst.
00:04:54: Und wie fährt das dann?
00:04:55: Das fährt elektrisch!
00:04:57: Jetzt ist eine Sache.
00:04:58: ja die Bundesregierung und die EU-Kommission wollen das Verbrennerverbot jetzt ein bisschen verändern.
00:05:03: aufweichen kann man sagen.
00:05:05: es war ja eigentlich mal so gedacht dass man ab zweizig fünfunddreißig reinelektrisch währt.
00:05:11: jetzt ist die Idee okay.
00:05:12: man kann auch ein Auto mit verbrennermotor fahren unter bestimmten Bedingungen.
00:05:17: Das haben wir auch gefordert.
00:05:19: Christiane, wenn wir jetzt sagen aber das Auto der Zukunft ist elektrisch, warum wollen wir dann trotzdem noch den Verbrenner dabei haben?
00:05:26: Es geht um was wir wo wir uns eingesetzt und wofür wir uns einsetzten ist dass du auch hybride fahren darfst.
00:05:33: also es heißt die Kombination aus Elektro- und Verbrennern und Arrange Extender also ich mache jetzt mal einfach eine Kombination von Elektro und Verbrenner dass du die Chance haben sollst, das weiterfahren zu können wenn du das mit erneuerbaren Kraftstoffen tankst und fährst.
00:05:52: Wo viele Experten sagen wir werden da nie genug haben an der Ecke aber Brasilien unsere spannenderweise im Moment Vormacht in der Entwicklung.
00:05:59: also da geht schon auch was Und Du kannst auch mit diesen Fahrzeugen Beiträge leisten zur Klimaverbesserung.
00:06:08: Also weniger CO-Zweiausschuss würde ja auch gehen, vorausgesetzt.
00:06:12: Die haben auch wirklich elektrische Fahranteile und das ist ja so.
00:06:16: das wo einige sagen Sommersammer, das ist doch... Das Kabel liegt doch hier im Kofferraum, da ist es ja noch nicht rausgefallen.
00:06:21: Ja aber wir sind ja nicht blöd als EGMT-Teil.
00:06:23: Wir haben gesagt nur wenn klar ist du liest einen elektrischen Fahranteil von mindestens hundert Kilometern aus.
00:06:30: also das geht ja technisch mittlerweile alles und ich will aber ganz ehrlich also von daher sehe Aber ich sehe nicht in zwei, drei Sekunden Prozent komplett Elektro in Europa.
00:06:42: Das sehe ich nicht weil ich sehe im Moment was wir da mit Batterien, mit seltenen Erden, mit physikalischen Grenzen wie das... Ja es hat einfach mit dem Hochlauf nicht so geklappt wie wir uns das Zwanzig-Ninzehn überlegt haben als dieses Ziel entstanden ist.
00:06:57: Aber um dann nochmal darauf zurückzukommen entscheidend ist Wir haben schon gelernt, wir haben fürchterliche Verwerfungen gerade in unserer Zulieferindustrie.
00:07:08: Wir haben gelernt, es haben Unternehmen und Zulieferunternehmen wirklich sind all-in gegangen, haben alles in Elektromobilität investiert.
00:07:16: die Aufträge sind nicht gekommen wir haben dort Unterauslastung.
00:07:20: Wir habe dieses Thema so vertreten.
00:07:22: können wir uns mit unseren Betriebsräten und Beschäftigten ja diskutieren dass wir einfach noch eine Übergangsphase haben für diese Technologie bis wir sozusagen Die Ladeinfrastruktur haben einen korrekten Ladepreis.
00:07:37: Sorry, China acht Cent pro Kilowattstunde.
00:07:40: Deutschland mein billigstes ist glaube ich vielen vierzig Cent pro Kilo Wattstunden gewesen.
00:07:45: also noch an den Rahmenbedingungen gearbeitet haben auch mehr erschwingliche Modelle haben für die Menschen.
00:07:50: das wird jetzt im zweiten halben Jahr diesen Jahres besser weißt du und vielleicht läuft es viel schneller und cooler hoch als wir denken.
00:07:56: dann ist es halt auch gut.
00:07:58: aber jetzt haben war diese diese Flexibilisierung da drin.
00:08:02: Wir erwarten jetzt aber auch, dass die Arbeitgeber, die Unternehmen jetzt auch sagen okay dann gehen wir mit unseren Beschäftigten durch diese Phase durch und hören auf mit diesem Adalas.
00:08:14: Mit diesen Werkeschließungen, mit dem Stellenabbau.
00:08:17: das ist ganz wichtig.
00:08:18: ich meine wir haben das ja nicht am grünen Tisch entwickelt sondern wir haben es vor dem Hintergrund auch gemacht, dass uns so viele Arbeitsplätze kaputtgehen.
00:08:25: und wir können diesen Wandel meiner Meinung nach immer gesagt sozial ökologisch also umweltbezogen und demokratisch.
00:08:32: Das heißt, dass unsere Demokratie, dass unsere Menschen das hier auch aushalten und dass es sozial geht.
00:08:40: Und wenn Mobilität nicht erschwinglich ist für ein Teil der Menschen oder nicht leistbar ist auf Elektro umzustellen dann können wir das nicht machen.
00:08:47: also da bin ich wirklich hart und China funktioniert er ja anders.
00:08:51: Wir sind ja offen haben das aber stark auch über Anreize gemacht, über Massive.
00:08:55: So wie wir es jetzt mit der Kaufprämie haben.
00:08:58: Dafür haben wir uns eingesetzt.
00:08:59: Wir haben gesagt bist du sozial gestaffelt?
00:09:01: korrekt wirklich sozial gestoffelt.
00:09:04: bis zu sechstausend Euro kannst du dazu bekommen jetzt rückwirkend am ersten Januar?
00:09:09: Das tritt jetzt im Mai trifft dritt ist jetzt in Kraft
00:09:12: also
00:09:12: schon Package draus gemacht.
00:09:13: genau das ist auch was Was uns viele geschrieben haben, per Mail zum Beispiel kam die Nachricht.
00:09:20: Die Automobilindustrie wird nicht weiter existieren können wenn sie nicht endlich mit aller Energie sich darauf konzentriert bezahlbare Elektromautos auf den Markt zu bringen.
00:09:30: Jungen günstige Modelle.
00:09:33: wie sieht es da aus?
00:09:33: und was muss die Politik?
00:09:34: Wir haben jetzt schon gehört Ladestrom ist eine Sache Ladausbaum ist eine sache.
00:09:38: was muss jetzt also Hand in Hand Betriebe und Politik noch machen?
00:09:42: einiges haben wir schon geschafft.
00:09:44: Prämiennahme gebracht, KFZ-Steuerbefragung für Elektroautos haben wir gemacht.
00:09:48: Was muss jetzt alles noch passieren sowohl bei den Betrieben als auch bei der Politik?
00:09:51: Das ist wirklich eine erfolgreiche Mobilität.
00:09:54: Ich
00:09:54: will mal bei dem Betrieben anfangen.
00:09:57: Unsere deutschen Automobilbauer haben viel zu lange auf das Luxusegment gesetzt, dass wir letztendlich keine günstigen Autos mehr von normalen Menschen produzieren in ausreichender Modellvielfalt – das war früher mal anders!
00:10:12: Und da, glaube ich, ist ein Umsteuern der Unternehmen auch wieder gefragt.
00:10:15: Aus meiner Sicht ist der Weg falsch nur Luxusklassen zu bauen.
00:10:19: wenn man dann auf der normalen Ebene wo wir als junge Leute mit gebrauchten normalen Autos eingestiegen sind gibt es fast gab's eine gewisse Zeit fast gar keine deutschen Produkte wo mal gut reingehen kann.
00:10:29: und das glaubt das muss wieder kommen.
00:10:30: Man muss wieder den Markt bedienen mit diesen Produkten.
00:10:34: die Politik muss Verlässlichkeit ausstrahlen.
00:10:37: Das größte Problem aus meiner Sicht war, warum Elektro in Stottern kam als wir unter der Ampel-Regierung die Förderung für Elektro von einem Tag auf den anderen gestrichen haben.
00:10:47: Und damit war der Kaufanreiz sofort vorbei
00:10:50: und uns eingebrochen.
00:10:51: Es hat sich gar nicht
00:10:52: mehr erholt!
00:10:53: Und das ist glaube ich dass die Politik muss verlässliche Rahmenbedingungen setzen und muss auch mal was durchhalten wenn die Bildzeitung etwas dagegen schreibt ja weil die Menschen haben ein Gespür kippt oder ist es eine lange Trend?
00:11:05: Wir merken ja jetzt schon wie Elektro wieder anzieht, weil die Preise nach oben gehen.
00:11:09: Und plötzlich jeder überlegt es gibt Modelle so es passt wir brauchen die Ladeinfrastruktur da hat sich viel getan gerade in den Ballungsräumen wir brauchen aber auch im ländlichen Raum braucht man auch noch Lade-Infrastruktur und in Europa natürlich auch.
00:11:25: Aber es muss auch bezahlbar sein.
00:11:27: und wenn am Schluss vor dem Iran Krieg der Diesel billiger war als der Ladestrom dann ist findet ein Fehler.
00:11:33: Ja, hat sie inzwischen auch verändert und deswegen glaube ich muss da die Politik einfach glaubwürdige Rahmenbedingungen setzen.
00:11:40: Und um insgesamt erfolgreich zu sein, hat Christiane viele Sachen angesprochen.
00:11:44: Ich glaube wir müssen auch wieder schaffen dass wir das Thema Batteriefertigung in Deutschland Europa lokalisieren und da ist aus meiner Sicht Demut angesagt.
00:11:54: Es ist nicht so einfach plötzlich hier eine Batteriefabrik aufzubauen wenn uns die Maschinenanlagenbauer fehlen Wenn alle Teile aus China kommen.
00:12:01: Vielleicht müssen wir auch mal wieder schon Adventure machen, mal andersrum.
00:12:05: Nämlich dass wir mit chinesischen Batterieherstellern schon Adventure-Machen um wieder zu lernen wie wir Batterie produzieren.
00:12:10: Das haben wir ja in einem Konzern Hammer, das haben wir bei VW.
00:12:15: Haben wir ja mit Goshen, China.
00:12:16: Goshen habe ich mir auch angeschaut.
00:12:20: die Kooperation wirklich, die haben auch Teile in Göttingen und die machen wirklich coole Sachen und zwar bauen die mobile Stationen, wo du halt deine Batterie dann aufladen kannst.
00:12:32: Das heißt wenn du mehr Familien in den Häusern hast, dann fahren da so Dinger so rum und da kann die Speicher... Und dann kannst du da sozusagen variabelkanzler auffladen.
00:12:40: Also es gibt wirklich
00:12:41: coole Idee, exaktamente!
00:12:43: Ich meine by the way eine Zafsalle hat man auch nicht im Keller, gell?
00:12:46: Da glauben wir ja auch irgendwann alle panisch.
00:12:48: Die Dinger haben ja mittlerweile eine ordentliche Reichweite So und das heißt, da gibt es gute Ideen.
00:12:54: Da gibt's noch Kobberton was ich sagen wollte zwischen der Powerco.
00:12:57: Das ist die Batterietochter von VW Goshen Und sie sind auch in Spanien Die sind in Kanada, die sind uns als Gitter und halt eben In China.
00:13:07: Wir haben so viel Know-how hier.
00:13:11: Wir können und wir müssen das hier schaffen.
00:13:12: Ja du sagst Industriepolitik und da kommt ja eine Sache dazu.
00:13:19: Selbst wenn die Betriebe bei uns alles richtig machen Sobald Sie im internationalen Wettbewerb stehen, haben sie jetzt ein Problem und das ist gerade dieser unfaire internationale Wettbetwerb.
00:13:31: Wir haben da eine Videobotschaft bekommen vom Heinz aus Grävenbruch der ist Betriebsratsvorsitzender bei Aluminium-Wahlswerke Spira in die da schon mal einen Ausschnitt davon an.
00:13:44: Da müsste es kommen!
00:13:46: Wir schmelzen immer wieder neu
00:13:48: ein Walzen
00:13:49: und schneiden was man braucht
00:13:51: Hier in Deutschland,
00:13:52: in Europa zu sauren und fairen Bedingungen.
00:13:55: Gut bezahlte
00:13:56: Industriearbeitsplätze in einen Hofstrucken.
00:14:00: Und jetzt Zölle, neue Regelung.
00:14:04: Schrotte
00:14:04: verlassen nicht nur das Land sondern
00:14:06: den
00:14:06: Kontinent und wir verbleiben
00:14:08: hier
00:14:09: völlig
00:14:10: ungeschützt!
00:14:10: Wir machen die Produkte
00:14:12: der Zukunft ohne uns
00:14:14: keine Umwelt-, Energie- oder Mobilitätszöme.
00:14:18: Nicht wir brauchen die Politik.
00:14:21: Die Politik mit
00:14:21: ihren Zielen braucht uns.
00:14:24: Wir,
00:14:25: ich hoffe die Einsicht kommt noch rechtzeitig!
00:14:29: Ich weiß
00:14:30: ihr steht an unserer
00:14:31: Seite.
00:14:32: Es sind unsere Kolleginnen und
00:14:34: Kollegen
00:14:35: Unsere
00:14:35: Arbeitsplätze unseren Mitglieder.
00:14:38: Dafür
00:14:38: kämpfen wir auch dieses Mal
00:14:40: wieder.
00:14:42: Liebe Grüße
00:14:43: aus Gräbenbruch.
00:14:44: eins Ja, das ist vor zwölf.
00:14:49: Genau!
00:14:50: Das ist genau das was es zeigt.
00:14:52: Da hält den Wecker in die Kamera kurz vor zwelf.
00:14:55: Also es ist wirklich dramatisch und der Heinz hat sowas angesprochen wie die Zölle.
00:15:00: Und jetzt hast du da Trump der Zöller erhebt und sagt doch einfach ich will dass Produktion bei mir ist, Industrieproduktion bei mehr war ja einfach die Zolle hoch.
00:15:09: und jetzt stehen wir da.
00:15:10: und was machen wir jetzt Jürgen?
00:15:13: Wir kommen aus einer Kultur, wo die Politik sich eigentlich in Deutschland und Europa immer aus Industriepolitik rausgehalten hat.
00:15:20: Industriepolitik war und ist Verteile der Politik.
00:15:22: heute noch ein Schimpffahrt.
00:15:24: So nach der Norte bemerkt wird es schon richten.
00:15:25: wir brauchen die richtigen Produkte anläuft das.
00:15:27: Und jetzt sagt so richtigerweise Der Trump schottet dieses Land ab.
00:15:31: America First China schottete Branche für Branche ab.
00:15:34: man lässt uns ins land und wenn man die technologie in kina selber hat Wenn man sie selber weiterentwickelt hat geht die tür zu.
00:15:40: Machen Sie Branche für Branche, erleben wir jetzt bei Auto und Luftfahrt wird als nächstes kommen.
00:15:45: Wir können die Uhr danach stellen.
00:15:47: Wenn wir den Markt beherrschen lassen dann wird die Industrie in Deutschland und Europa zugrunde gehen weil dann kommen alle Überkapazitäten aus China oder aus anderen Regionen nach Europa.
00:15:57: Das heißt für uns ist klar, wir wollen viel an Wettbewerb Aber wenn es kein viel an wettbewerk gibt Dann muss Europa sich auch schützen.
00:16:05: Und deswegen haben wir eine klare Forderung und sagen wer in der europaindustrie Güter verkaufen will der muss ein Teil dieser Produkte in Europa fertigen, nie hundert Prozent wie die Amerikaner oder wie die Chinesen man schon bräuchten.
00:16:15: Aber null Prozent ist bei diesen Verhältnissen inzwischen auf der Welt auch naiv und höhricht.
00:16:21: Und leider haben wir zu viele nach wie vor einer deutschen Politik, die sagen doch Wir machen nur Wettbewerb über Qualität und wir blenden völlig aus dass die anderen subventionieren das die anderen Zölle machen und sagen wir verhalten den den wettbewerk nach oben.
00:16:36: Unsere klare Position ist, wir sagen wenn jemand hier was verkaufen will muss ein Teil in Europa produziert werden.
00:16:42: Ja und die drehen sich daraus.
00:16:44: also wollen nach wie vor viele Unternehmen haben wir viele Debatten die einfach sagen ich will nach wie Vor irgendwie weltweit auch das Zeug möglichst billig einkaufen.
00:16:53: Und wir sagen halt es ist wirklich schwierig weil guckt jetzt im Moment erst mal Was passiert hier eigentlich mit den Arbeitsplätzen unserer Kolleginnen Kollegen oder da ihrer Beschäftigten?
00:17:02: Hier in Deutschland und damals gucken, wie können wir da wieder Strukturen stärken?
00:17:06: Weil die wirklich zum Teil aus diesen ganzen Abläufen komplette Kettenstücke rausschneiden weggeben.
00:17:13: Und damit werden wir deindustrialisiert und das wollen wir nicht mehr akzeptieren.
00:17:17: Wenn jetzt ein Wirtschaftswirtschaftler – du hast es gerade angesprochen aber wenn der sagt ne also der freien Markt Wir müssen wieder auf den freien Mark kommen Das ist das Effizienteste.
00:17:23: Was sagst Du denn?
00:17:24: Ja da sage ich mal's hat ja nicht geklappt Und wir haben im Moment einfach andere Rahmenbedingungen, das ist so.
00:17:30: Andere haben irgendwie die Spielart geändert also mit Zölln oder auch mit einer extrem aggressiven Industriepolitik wie China und ich meine da sind uns ja auch Absätze, da sind es richtig Märkte weggebrochen.
00:17:44: dann muss ich doch als Deutschland in Europa anders... Also ich habe das Gefühl wir spielen das alte Spiel des freien Marktes weiter und die anderen agieren aber anders und das heißt da müssen wir anfangen uns auch ein Stück zu schützen zu gucken, was ist für uns wichtig.
00:17:56: Damit wir eigenständig bleiben, wirtschaftlich erfolgreich bleiben, Arbeitsplätze erhalten, Industrie halten, stabile Demokratie haben und da einfach ein Stück umsteuern.
00:18:06: Und das finde ich muss die Politik verstehen.
00:18:09: Ich meine, wir können in Schönheit in der freien Marktwirtschaft sterben aber dann machen wir das deindustrialisieren und haben am Ende wirklich soziale Verwerfungen fragt nicht nach Sonnenschein.
00:18:19: Das akzeptieren wir als IG Metall nicht.
00:18:22: Also du hast es angesprochen, wer hier produzieren will oder wer hier verkaufen muss, hier produziert.
00:18:27: Heißt dann wir brauchen Local Content Regelungen?
00:18:30: Ja genau!
00:18:32: So
00:18:32: nennen wir das.
00:18:34: Ich mache nochmal ein Negativbeispiel.
00:18:36: Das finde ich mich das krasseste.
00:18:38: mit europäischen Geldern Siedelt sich ein chinesischer Autobauer in Ungarn an und sourced, also holt sozusagen die komplette Zulieferkette aus China inklusive sogar chinesische Beschäftigte.
00:18:50: Die das da aufbauen.
00:18:51: Das heißt bei uns bleibt gar nichts hängen außer dass dann die Autos billig hier auf dem Markt verkauft werden können.
00:18:58: Und das darf soll darf in Zukunft nicht mehr passieren.
00:19:01: Es muss grüssel definitiv verhindern aber auch die deutsche politiker logischerweise agieren.
00:19:08: Ganz klassisch haben wir uns jetzt für eingesetzt, Tariftreue gesetzt.
00:19:12: Öffentliche Aufträge nur an Unternehmen beispielsweise mit Tarifbindungen.
00:19:16: Warum die Förderung für die Elektroautos?
00:19:19: Wer uns recht – wir würden das daran knüpfen – dass da XY-Prozent deutsche Wertschöpfung drin sind oder europäische Wertschüpfung.
00:19:27: Also das ist noch nicht so ganz ausgemacht.
00:19:30: Konflikt bei uns, weil viele ja auch europäische Netzwerke haben.
00:19:34: Aber ich finde wir müssen erstmal, wir müssen irgendwo anfangen und wir sagen hier nicht hundert Prozent aber einen bestimmten Anteil, weil das würde meinen Kolleginnen und Kollegen in der Zulieferindustrie auch eine Sicherheit geben und würde vielleicht ein Maschinenbauer auch mal motivieren zu sagen kann ich nicht doch einsteigen in die Batterienproduktion sonst kaufen wir da ja auch wieder chinesische Maschienen ein.
00:19:54: also dann haben wir irgendwie nichts gekonnt.
00:19:57: okay verstanden Du hast das Tariftreuzergesetz gesagt und da geht es ja auch um öffentliche Aufträge ganz viel.
00:20:05: Jetzt ist es bei öffentlichen Aufträgen, da geht's zum Steuergelder und dann ist die Praxis bis jetzt eigentlich, es wird ausgeschrieben und dann nimmt man den der am günstigsten ist.
00:20:16: Die Logik kann nicht irgendwo verstehen.
00:20:17: aber Jungen du sagst auch dass es so kanns eigentlich nicht gehen.
00:20:20: warum ist das die falsche Logik?
00:20:21: Das ist die falschen Logik weil das billigste kommt selten aus dem Land, wo wir leben.
00:20:28: Wir waren nie die Billigsten aber vielleicht die effizientesten Produkte über den Lebenszyklus und deswegen haben wir an der alten Regierung schon eine Debatte angefangen.
00:20:37: ist dieses Vergabegesetz das Richtige?
00:20:39: Und mussten leider feststellen in den Vergabeverordnungen steht gar nicht drin dass man immer das Billigste nehmen muss.
00:20:46: Aber jeder der eine Vergabe macht egal ob es im Rathaus oder am Schluss bei der Deutschen Bahn macht aus seiner Sicht am wenigsten Fehler und ist am wenigstens angreifbar, wenn er das Billigste nimmt.
00:20:57: Die Menschen die diese Vergaben machen sagen zu uns wir wissen ganz genau dass wir da einen Fehler machen.
00:21:02: Wir müssen vielleicht das teurere Produkt nehmen aber dann sind sie immer angreivbar Und da haben die Menschen die Beamten Angst davor.
00:21:10: Das ist etwas was wir dringend klären müssen dass wir nicht das Billigste nehmen.
00:21:15: Man kann es entweder machen, da den Leuten mehr Rückgrat einflößen und mehr Mut auch einflößern oder man macht das was andere Länder machen, die einfach ganz brutal bei Ausschreibungen des billigsten und des teuersten Angebots streichen.
00:21:28: und damit ist klar, dieser Preisdruck nach unten, dass der nicht funktioniert weil der billigste fliegt raus sondern wir müssen wieder in diese Kultur kommen, dass wir erstens auch bei Steuergeldern finde ich es legitim zu sagen einen Teil der Produktion muss in Deutschland stattfinden.
00:21:43: Wenn in Frankreich ein Zug ausgeschrieben wird, ist völlig klar hundert Prozent dieses Zuges werde in Frankrijk produzieren.
00:21:49: Frankreich ist in der Europäischen Union wir Schaffungstüge auszuschreiben und null Prozent die Deutschland produziert werden.
00:21:56: Und das ist etwas was die Menschen glaube ich nicht mehr akzeptieren und was auch unschlau ist wenn man so mit Steuerergädern umgeht.
00:22:02: Deswegen glaube ich es ist richtig in der Vergabe den Spieß umzudrehen zu sagen Wir wollen immer das Billigste sondern es geht um Effizienz Und es geht auch darum, dass ein Teil der Produktion wenn zum Steuergelder geht im Land stattfindet.
00:22:15: Das ist aus ganz kurznummer und das es aus tarifgebundenen Unternehmen kommt?
00:22:19: Das ist ja dann der Punkt weil dann hättest du wieder Leute die davon profitieren würden und dann hattest du ja auch wieder Einnahmen weil Steuern gezahlt werden.
00:22:28: also alles macht schon alles hochgradig
00:22:31: Sinn.
00:22:32: Wir müssen noch einmal Effizienz erklären.
00:22:34: oder heißt das denn dann auch bei Effizience?
00:22:37: Das Thema, dass man einfach sagt okay wenn jetzt also wir hier ein Produkt bauen und das mit Steuergeldern bezahlen dann sind ja die Leute die hier arbeiten.
00:22:45: Und die Unternehmen zahlen auch wieder Steuern und deswegen ist es effizient.
00:22:49: Es geht an
00:22:50: vielen Produkten um den Lebenszyklus und viele Produkte müssen gewartet werden.
00:22:55: Viele Produkte haben mal einen Fehler, sind mal kurzfristig kaputt.
00:22:59: muss was repariert werden?
00:23:01: Die berühmte Fliese an einer deutschen Schule, die über tausend Kilometer mal ein Handwerker an diese Schulwand anbringt.
00:23:08: Wenn sie runterfällt, da fährt keiner mehr tausen Kilometer um das zu reparieren.
00:23:12: Der Handwerke haben die Ecke, der sorgt alle dafür dass er am nächsten Tag da ist und diese Fließe repariert.
00:23:17: Und es gilt auch für komplizierte Produkte.
00:23:19: Verheiteprodukte wenn man den Lebenszyklus nimmt sind auf deutsche Produkte gar nicht teurer obwohl sie in der Anschaffung teuerer sind.
00:23:27: Sie sind der Regel wartungsärmer Sie sind stabiler, sie brauchen weniger Ausfall.
00:23:33: Und wenn man das über diesen ganzen Zyklus nimmt, das ist immer eigentlich konkurrenzfähig aber es eine andere Betrachtung bei Ausschreibungen.
00:23:39: Es geht nicht um das Billigste, sondern es geht auch darum, wo er sagt, über den Zyklus ist das Produkt am stabilsten.
00:23:45: Und für diese Fliese?
00:23:46: Nicht um die ganze Welt muss.
00:23:47: und jetzt ersetzen wir mal... Das ist ein Punkt.
00:23:52: aber jetzt ein anderer Punkt der ich da nochmal reinbringen will Ersetzen wir Fliese durch, zum Beispiel OP-Maske und denken an die Coronazeit zurück.
00:23:59: So unabhängig!
00:24:00: Und wie groß ist dieser Sicherheitsaspekt?
00:24:04: Das ist ja mit einer unserer Gründe, warum wir gesagt haben, man nennt es Resilient also das so einfach aufzustellen dass du halt auch nicht die Gefahr hat, dass Lieferketten reißen können und dass du bestimmte Basisprodukte überhaupt nicht mehr machen kannst.
00:24:17: von daher werde ich Jürgen was du sagst mit der Effizienz heißt ja auch nochmal, du hast den Lieferanten einfach näher dran.
00:24:23: Du musst nicht voll pervers ein Windrad um die Erde schippern in einen China produziertes Windrad hier aufzustellen?
00:24:33: Ich meine da ganz ehrlich ich meine das ist völlig absurd!
00:24:36: Das ist ja auch nicht mehr ökologisch nach.
00:24:38: also wäre schon cool das hier zu machen
00:24:42: und dafür muss die Politik einfach Rahmenbedingungen vorgeben weil die Unternehmen am Schluss immer in der Krise Besserung gelogen Und kaum ist die Krise vorbei.
00:24:52: Geht's immer darum, wo ist es am billigsten?
00:24:53: Das beste Beispiel war die Halbleiter-Krise, die wir schon mal hatten.
00:24:57: Da haben alle Besserung gelobt.
00:24:59: Erinnert ich, vor ein paar Monaten gab es wieder eine Krise, wo China versucht hat da ein paar Sachen eine Regel vorzuschieben.
00:25:06: Da gab sie Runde mit dem Wirtschaftsministerium und er fragte sogar das Ministerium der Industrie was habt ihr denn aus der letzten Krise gelernt?
00:25:12: Stimmt es dass ihr nur von einem einzigen Hersteller nach wie vor abhängig seid?
00:25:16: oder gucken alle betreten in den Boden
00:25:19: Wo du sechste Politikmuster aufwachen.
00:25:21: So bissl hab ich das Gefühl, sie wachten ein bisschen auf.
00:25:23: also wenn man der EU-Kommission zuhört dann hört man schon dass die immer wieder laut über das Thema Local Content, European Content nachdenkt.
00:25:31: wie groß siehst du die Chance ihr?
00:25:33: Die Chance dass das jetzt kommt auch.
00:25:35: Brüssel hat sich viel schneller weiterentwickelt als die deutsche Politiker.
00:25:39: Schämpfe immer auf Brüssel aber in Brüssel ist inzwischen das Thema local content bei vielen gesetzt Noch nicht durchgängig, noch nicht für alle Branchen.
00:25:47: Aber es ist als Idee gesetzt.
00:25:49: vor zwei Jahren war das völlig unverstellbar.
00:25:51: da war der Markt das entscheidende Wettbewerb des entscheidenden billige Preise für Konsumenten und für Hersteller.
00:25:57: Das war die Definition der EU.
00:25:59: Und jetzt denken die Abgeordneten und die Leute in der Bürokratie nenn's mal so im Brüssel um.
00:26:06: Wir merken dass das Land mit dem größten Industrieanteil wo Local Content am meisten wirken würde nämlich Deutschland dass dessen Spitzenbeamte und das dessen Wirtschaftsministerin in Brüssel dagegen lobbyiert.
00:26:20: Und das ist der falsche Weg.
00:26:21: Ja, sehr skurril!
00:26:23: Eine Sache, wenn wir jetzt gerade schon über die EU sprechen – eine Sache auch zum Thema internationaler Wettbewerb, die euch ganz wichtig war und die wir auch da durchgesetzt haben sind Schutzzölle auf Stahl.
00:26:36: Das ist jetzt gerade gekommen und da sieht man also es gibt eine gewisse gewisse Menge, die importiert werden kann und was da drüber liegt wird mit Zäulen bis zu fünfzig oder von fünfzig Prozent belegt.
00:26:49: Also eine andere Sache?
00:26:50: Wie in
00:26:50: den USA.
00:26:51: Genau wie in den US-Aber.
00:26:52: jetzt Jürgen sagt mir du wolltest es auch ganz unbedingt ja dass der ganze Schlag schon dafür gekämpft.
00:26:57: warum ist das anders als jetzt bei Trump?
00:26:59: zum Beispiel
00:27:00: weil wir anders als bei Trump nicht uns komplett abschalten.
00:27:04: wir lassen nach wie vor achtzehn Tonnen Stahl in die EU.
00:27:09: Das heißt, dass man ein Gefühl bekommt, das ist die halbe Produktion, die Deutschland in den letzten Jahren als Jahresproduktion hatte.
00:27:18: Das ist schon eine große Menge.
00:27:19: Das sind größte Stahlhersteller in Europa.
00:27:22: Wir schotten sie komplett ab.
00:27:24: Aber wir ergeben ein klares Bekenntnis in Europa ab, dass Stahl einer der Grundstoffprodukte für alle weiteren Produkte ist und dass wir dies selber beherrschen wollen.
00:27:33: Und deswegen ist es richtig zu sagen, wir machen da den Cut indem wir sagen, wir lassen eine gewisse Menge rein.
00:27:40: Aber wir schützen damit auch die noch vorhandenen Stahlkapazitäten in Europa.
00:27:45: und wie gesagt, achtzehn Millionen Tonnen ist nicht nichts.
00:27:47: Ja jetzt muss man sagen, Wir schützen uns.
00:27:50: das hat ja auch ein bisschen was damit zu tun woher dieser Stahl kommt.
00:27:54: der kommt Großteils aus China Und dieser Stall wird er stark subventioniert da auch
00:28:00: Man kann es ganz brutal sagen Die Überproduktion in China nur die überproduktion von China Ist mehrmals als Jahresstahlbedarf von ganz Europa.
00:28:09: Das heißt, dazu sagen wir haben eine faire Chance mit konkurrenzfähigen Preisen zu arbeiten ist völlig naiv.
00:28:16: Ja?
00:28:17: China könnte von sich aus mehrmals Europa komplett bedienen was den Stahl betrifft.
00:28:22: Ich glaube man kann auch einen Punkt sehen.
00:28:24: Schauen wir mal auf dem Strompreis Wenn man das mal vergleicht, du hast gesagt die bauen ganz groß erneuerbare aus.
00:28:29: Die bauen auch konventionelle aus und sie subventionieren den Strom.
00:28:33: Das ist das nächste Problem was unsere Betriebe hier haben.
00:28:38: Das hat uns zum Beispiel auch ganz viele Leute geschrieben der Strompreis muss runter hier.
00:28:43: Wie ist es denn wenn wir das vergleichen?
00:28:45: Ein deutsches Unternehmen, ein chinesisches, ein US-Unternehmen meinetwegen französisches Unternehmen?
00:28:50: wie sind da so die Verhältnisse?
00:28:51: Was zahlen wir für Strom, was zahlen die für Strom?
00:28:54: Also ich würde uns jetzt gar nicht mit China und mit Amerika vergleichen, weil auch in Amerika gibt es Regionen.
00:29:00: Da ist er günstig, da ist er teuer.
00:29:03: Ich werde uns mit Europa verkleiden.
00:29:06: Ein Unternehmen das in Deutschland eine Produktion hat und eine Produkation in Frankreich, die große Unternehmung geht in Franklich, in den LSE-Palast zu Macron, verhandelt mit Macron einen Industriestrompreis für fünf Komma Fünf Cent für achtzehn Jahre.
00:29:23: Da ist der Planbarkeit auf große Anlagen, in die man investieren muss.
00:29:27: In Deutschland sind wir froh wenn diese Unternehmen am Schluss mit allen Club-Subventionen zusammen auf zwölf bis vierzehn Cent kommen und eine Planbarigkeit haben wir in der Regel von drei Jahren.
00:29:40: Damit ist klar wo in Europa investiert wird, in Frankreich.
00:29:44: Und unser System ist auch im Energiebereich viel zu zerkliedert.
00:29:49: Wir haben viel zu viele die letzten Kilometer quasi bis zum Betrieb machen, die lokalen Netze.
00:29:55: Dann haben wir die Hochspannungsnetze wo wieder Geld verdient wird.
00:30:00: Wir haben ganz viele Umlagen auf den Strompreis.
00:30:03: das führt dazu dass am Schluss für uns Bürger der Strom relativ teuer ist, für die normale Industrieteuer und für die energieintensive Industrie ist es so teuer dass die Betriebe sterben.
00:30:14: Und deswegen ist es wichtig dass wir jetzt mit dem Industriestrompreis einen ersten Schritt erreicht haben.
00:30:19: hilft ja der energieintensiven Industrie?
00:30:21: Nein, weil er viel zu kompliziert ist.
00:30:23: Viel zu wenig Wirkung hat aber er bringt für drei Jahre schon mal eine Entlastung.
00:30:27: man soll nicht immer alles schlechtreden Aber das ist nicht das was man im Nachbarland in Frankreich bekommt die übrigens auch Mitglied der Europäischen Union sind.
00:30:36: Und da müssen wir aufpassen.
00:30:37: was passiert bei unseren Kolleginnen und Kollegen Auf der Stromrechnung?
00:30:43: Das ist ein Thema dass wir uns auch in Griff kriegen.
00:30:47: Ich meine, viele sagen halt okay ihr habt in Deutschland einfach über viele Jahre die günstige Energie aus Russland.
00:30:54: Hattet ihr auch eine andere Wettbewerbssituation?
00:30:57: Ja aber ich mein es ist jetzt gerade so wie's ist und ich finde die aktuelle Krise durch den Iran Krieg durch die Blockaden zeigt ja nochmal die Abhängigkeit von fossilen Energien.
00:31:08: da das eher als Motivation zu nehmen, wir müssen auf diesem Kurs der Erneuerbaren weitermachen.
00:31:14: Das ist ja die nächste Katastrophe!
00:31:16: muss man ja sagen, also eigentlich schreit hier gerade alles danach auch nach Elektromobilität.
00:31:20: Weil wenn man sich grade die Preise halt anschaut... Also ich sag mal, eigentlich liegt der Handlungsbedarf, der Druck ist ja enorm!
00:31:28: Das heißt Deutschland muss investieren, wenn ich das richtig sehe?
00:31:34: Das ist auch eine Forderung, die ganz oft bei uns bei WhatsApp gekommen ist auf den Social Media Kanälen.
00:31:43: Kommentiert mal am besten unten rein auch was die Politik alles machen sollte.
00:31:47: Denn wir sehen also, es geht nicht nur um eine neuerebare Ausbauung.
00:31:50: Die marode Infrastruktur kostet Geld und Arbeitsplätze.
00:31:55: Und das haben wir zum Beispiel bei der Rammerdetalbrücke doch eigentlich ganz gut gesehen.
00:32:01: Genau!
00:32:01: Bei Lüdenscheid die Brücke war erst gesperrt dann gesprengt.
00:32:08: Ich glaube jetzt hat's vier Jahre gedauert.
00:32:09: Eigentlich wäre es fünf gewesen wenn uns da ganz stark die Metallhaut sich dafür eingesetzt dass es möglichst schnell geht.
00:32:15: Mittlerweile ist sie wieder aufgebaut und das IW, also das Institut der deutschen Wirtschaft, ihr kennt es, ich erklär's mir mal einmal.
00:32:22: Das ist ein Wirtschaftsforschungsinstitut.
00:32:25: Und das hat man ausgerechnet.
00:32:26: was sind die Kosten dafür?
00:32:27: Also nicht die Kosten da für diese Brücke zu bauen sondern was waren die Kosten für Staus, Umleitungen, die schlechte Erreichbarkeit... ...und die sind auf einen Komma fünf Milliarden Euro gekommen.
00:32:40: Nur dafür dass diese Brücke die eigentlich da sein sollte nicht funktioniert hat.
00:32:44: Was muss da die Erkenntnis jetzt daraus sein?
00:32:46: Ja, dass wir halt Investitionen in die Infrastruktur brauchen.
00:32:49: Aber dazu gehört auch gute Planungen was Investition in China anbelangt weil viel guter Verkehr läuft darüber.
00:32:56: Ich meine du kannst ja diese Rechnung die du da machst kannst ja extra Polier also hochrechnen Was uns das sozusagen alles an Schäden bringt.
00:33:03: und deswegen ist ja schon mal gut Und da waren wir am fünften dritten letztes Jahr auf der Straße Weil wir einfach gesagt haben es geht jetzt nicht nur um das Thema Industriestrompreis sondern es geht oben des Sondervermögens geht um Investition das Gastik, weil das Thema nicht so gezielt angewendet wird wie wir uns das vorgestellt haben.
00:33:20: Dass man es wirklich sieht in bestimmten Branchen dass da gezielt investiert wird aber das wird jetzt ja hoch laufen.
00:33:27: Wir sehen jetzt ein bisschen Stabilisierung wenn man sich mal Wachstum anschaut im Bausektor also so langsam scheint das dann auch anzukommen.
00:33:34: Also da muss was gemacht werden in der Infrastruktur.
00:33:36: des Dummes ist diese Probleme das war ja klar dass das kommt so sicher wie Weihnachten und das Arme in der Kirche.
00:33:44: Und ich weiß auch nicht, dass irgendwie auszusitzen und die Probleme so weiterzugeben... Das finde ich auch übrigens nicht generationengereicht, ne?
00:33:53: Weil ich verschieb das alles nach hinten!
00:33:54: Aber ihr seht da wirklich jetzt.
00:33:56: also diese Sondervermögen muss man erklären.
00:33:58: Dafür sind wir, du hast es gesagt auf die Straße gegangen.
00:34:01: Ein bisschen mehr als einem Jahr war das.
00:34:03: Die Bundesregierung hat das beschlossen, fünfhundert Milliarden will sie investieren.
00:34:07: Ihr sagt, da kommt was.
00:34:08: Also vielleicht bin ich nicht gnädig genug aber wenn ich Autofahr stehe ich genauso viel im Stau wie vorher.
00:34:13: Wenn ich auf die Bahn warte, dann merke ich auch noch nicht dass die pünktlicher kommt sondern da ist immer noch was mit dem Stellwerk kaputt.
00:34:19: und wenn ich einen Kita-Platz versuche zu bekommen, dann ist das genau so schwer wie vor.
00:34:23: Wo geht denn diese fünfhundert Milliarden hin?
00:34:25: Also muss jetzt nur noch geduldiger sein.
00:34:27: oder wo ist ... Ich glaube
00:34:29: es die Sachen einfach dauern.
00:34:31: ja weil Zum Beispiel uns fehlen auch im öffentlichen Bereich die Leute, die in der öffentlichen Verwaltung solche Projekte auch planen können.
00:34:41: Und das auch da müssen wir schneller werden.
00:34:43: Wir hatten in Berlin die Diskussion mit der Stadtautobahn wo da die zwei Brücken einfach mal wegbrochen sind, dass so eine neue Brücke – wo ja schon eine Stand vier bis fünf Jahre brauchen und wir bauen ja nicht vier bis five Jahre an der Brücke!
00:34:56: Da ist die Hälfte der Zeit, es ist Genehmigungszeit deutlich zu machen.
00:35:02: Wenn er schon mal eine Brücke stand, ja dann muss ich nicht wieder alle Genehmigungsstätte durchlaufen damit da wieder ne Brücke steht.
00:35:08: das muss viel schneller, viel effizienter gehen.
00:35:10: Das findet übrigens bei jeder Baumaßnahme in Deutschland statt.
00:35:13: es wird immer wieder so getan als wenn wir was neu machen und da kann man ganz viel.
00:35:19: Wir brauchen gute Leute wir müssen die Bürokratie rausnehmen Und wir müssen einfach wieder schnell ins Handeln kommen.
00:35:25: Ich glaube wir alle miteinander brauchen ein paar Leuchttürme wo wir auch sehen dass da was vorwärts geht in diesem Land.
00:35:32: Also nett an Stuttgart, einer zwanzig orientieren der vielleicht in zehn Jahren fertig ist sondern an ein paar Brücken wo wir miteinander deutlich machen hey wer schaffen
00:35:39: das?
00:35:41: und jetzt ganz viele Lösungen eigentlich präsentiert, dass wir machen müssen.
00:35:44: Und ihr habt ja auch schon viel erreicht?
00:35:46: Wir haben schon viel er erreicht.
00:35:47: also wenn man sich das anschaut von E-Autoförderung bis zu Schutzzöllen, bis zu einem Industriestrompreis über den man streiten kann und noch vielleicht nachbessern muss.
00:35:58: Ganz viel erreicht.
00:35:59: Einige Sachen sind immer noch offen sowohl bei den Betrieben als auch in der Politik.
00:36:03: Jetzt würde ich gerne von euch wissen was machen wir denn jetzt weil wir... Also ihr habt die Lösungen.
00:36:06: wie bringen wir sie denn jetzt?
00:36:08: Wie setzt man sie denn durch?
00:36:10: Ich würde gerne erst noch mal betonen, dass das was wir erreicht haben auch durch den massiven Druck und die gute Zusammenarbeit mit unseren Betriebsräten passiert ist.
00:36:20: Also wir haben da wirklich überzeugt Jürgen ganz oft mit der Expertise, die die Leute aus dem Betrieben dann dahin getragen haben und geschildert haben wie sich jetzt wenn irgendwas nicht kommt dann auch nochmal auswirkt auf Arbeitsplatzabbau.
00:36:33: Und das ist, da hört die Politik auch noch mal anders zu und die hört gut zu.
00:36:38: Weil sie weiß wir haben halt zwei Millionen Menschen im Rücken und die das unterstützen, dass wir da eine starke Stimme sind.
00:36:46: unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben total toll sich da auch einzuklingen, auch mit den örtlichen Politikern zu reden.
00:36:52: Das muss ja das ist ja nicht Blut leer sondern du musst Leute überzeugen von Ideen.
00:36:56: Und das hat wirklich sehr gut funktioniert.
00:36:59: Du bräuchtest im Moment jetzt eigentlich einen beherzten industriepolitischen Plan wo du vor allem mal sagst Ja wohl wir schaffen das hier mit diesen Leuten Mit diesem Beschäftigten Mit dieser Innovation die wir noch haben.
00:37:11: und ich glaube so dieses ganze Thema Diese Zuversicht und diese Idee, das mal so anzunehmen.
00:37:20: Das merke ich im Moment.
00:37:21: Das ist bei der Politik noch nicht so angekommen in den Unternehmen.
00:37:25: Die sind zum Teil so schlecht drauf wegen dieser Rahmenbedingungen Preise, Energiepreise, Bürokratie.
00:37:35: irgendwie sie wollen ins Ausland gehen und irgendwie geht ihnen das hier alles sind enttäuscht?
00:37:39: Ja, da sage ich ja, ich bin auch immer enttäuscht aber Unternehmer kann halt weggehen.
00:37:45: Meine Leute bleiben hier, Mittelständler und Handwerker, die bleiben hier.
00:37:49: Die müssen hier
00:37:50: produzieren.".
00:37:51: Und ich sage mal sich da jetzt so ein bisschen auf das zu besinnen was wir eigentlich können, wie ich es eben auf der Hannover Messer erlebt habe wo Unternehmen einfach waren, die auch wirtschaftlich erfolgreich sind und auch an diesen Standortglauben und an die Beschäftigten glauben.
00:38:05: Das erwarte ich von Flurungsleuten in diesem Land.
00:38:08: Da zählte ich uns beide mit dazu.
00:38:11: Aber dass wir halt wirklich hier irgendwie sehen, wie kommen wir durch diese schwierige, ich sag mal in der Zange dramatisch zwischen China und den USA.
00:38:19: Und dem Krieg?
00:38:20: Wie kommen wir da durch?
00:38:21: Also wie schaffen wir das, dass wir als Industriestandort stark bleiben weil wir hier darüber Wohlstand generieren und unsere Demokratie stabil haben.
00:38:30: also ich finde es schon dramatisch ja ist nicht so was im politischen Umfeld nichts passiert.
00:38:36: aber das Schlusswort ist dann an die Beschäftigten glauben, an den Industriestandortglauben und wir sind zwei Millionen.
00:38:46: Deswegen glaubt ihr nicht einen Standort für Ihr Glauben an uns bekennen?
00:38:52: und zur Not sind wir auch da.
00:38:55: Danke euch!
00:38:56: Vielen Dank!
00:38:57: Das war, weil du zählst.
00:39:00: Alles was wir heute nicht besprochen haben und euch aber zum Industriestandort noch interessieren würdet schreibt es uns in die Kommentare.
00:39:06: Wir wollen uns gerne bald wieder zusammensetzen und wieder darüber sprechen Und vielen Dank dass ihr eingeschaltet habt.
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